Und womit beleuchten die ihre Räume? Leuchtstoffröhre? HQI Lampe? In den Betrieben wo ich bin sehe ich auf jeden Fall keine LED Beleuchtung, was hier bei mir Zuhause schon seit 5 Jahren der Fall ist.
In meiner Heimat gibt es einen Autohersteller und einen Chemi-Großkonzern, die beleuchten alles Tag und Nacht und gehören eindeutig zur Kategorie "Großbetrieb", dort sieht man zu 90% nur Leuchtstoffröhren oder Metalldampfstrahler, seit Jahren auch LEDs, die aber meistens nicht (nur) als Beleuchtung, sondern als Warn-/Hinweisleuchten eingesetzt werden.
Die Effizienz von Metalldampfstrahlern und Leuchtstoffröhren ist mitunter auch gar nicht so schlecht und liegt bei 100 lm/W. Aber LEDs haben nicht nur Vorteile, was ist wenn du eine lange Leitung hast? LEDs werden mit niedriger Spannung und verhältnismäßig hoher Stromstärke betrieben, beispielsweise hat eine 150 Watt LED 30 V und damit über 5 A Stromstärke, was wiederum bedeutet, dass man ein "dickes Kabel" einsetzen müsste, um die Verlustleistung, die bei niedrigen Spannungen auftreten, auszugleichen. Oder man nimmt einen Trafo. Dazu muss ich nur an den Eingangsbereich besagter Großbetriebe denken, wenn die jede Metalldampflampe durch ein oder mehrere dieser LEDs + Trafo ersetzen müssten... Die Leistung, die man da spart, rechnet sich garantiert nicht von heute auf morgen, die rechnet sich auch nicht in den nächsten Jahren. Würden solche Betriebe ordentlich Geld sparen können, würden sie es von sich aus machen, es scheint sich aber bei aktueller Lage schlichtweg nicht zu lohnen.
Das gleiche kennt man doch vom eigenen Heim. Ich bin vor kurzem umgezogen und hab größtenteils alle Leuchtmittel durch LEDs ersetzt. Ob es sich lohnt? Fragwürdig, ich hatte vorher im Wohnzimmer (unter anderem) 42 Watt Tageslichtlampen und jetzt 24 Watt LED. Auf die Leistungsaufnahme gerechnet spare ich hier großzügig gerechnet 0,005€ pro Stunde oder andersrum: Nach fast 200 Stunden Betrieb spare ich einen (!) Euro Strom. Im Vergleich zu den Anschaffungskosten ist das eigentlich lächerlich.
Fairerweise muss ich zugeben, dass ich alte Halogenstrahler gerne ersetzt hab, der Unterschied ist enorm. Aber auch hier kann man spaßeshalber rechnen: Im Flur spare ich unglaublicherweise ~ 185 Watt (keine Ahnung wer da vorher auf die Idee gekommen ist 200 (!) Watt Halogen zu verbauen, jetzt ist es zwar dunkler, aber ausreichend). Gleiche Rechnung: Ein Euro auf der Stromrechnung gespart bei über 20 Stunden Betrieb. Die Beleuchtung ist im Normalfall aber nur einige Minuten am Tag in Betrieb, 20 Stunden erreiche ich vielleicht nach 2 bis 3 Monaten.
Zusammengefasst: Das muss sich einfach rechnen und das wird nicht immer der Fall sein, wenn du zum Beispiel bestehende Installationen komplett ersetzen müsstest. Mit EU hat das gar nichts zu tun. Ich halte das Verbot der Glühbirne auch nicht für besonders sinnvoll, im Vergleich zur Gesamtleistungsaufnahme war der Anteil, der auf Glühbirnen in Privathaushalten zurückzuführen ist, schon verschwindend gering (AFAIR unter 1%, hab aber keine genauen Zahlen mehr im Kopf), auch ind er Industrie wird der meiste Strom ganz bestimmt nicht durch Beleuchtung verballert.
