pitlobster hat folgendes geschrieben:
...... , aber auf der anderen Seite versorgen wir kriegsführende Parteien munter mit deutschen Waffen. Kommt nur mir das hochgradig schwachsinnig vor sich über virtuelles Blut aufzuregen aber den realen Tod mit Steuergeldern zu finanzieren?
Silverhawk:
Pssst...
Sag das nicht so laut

Jemand könnte dir glauben
Das ist nun kein Schwachsinn, sondern im Hohen Maße heuchlerisch...
Wobei sicherlich penibelst darauf geachtet wird solche Dinge nicht Publik zu machen.
Es werden auch schonmal Soldaten der Bundeswehr in Einsätze geschickt, die nicht einmal oberflächlich etwas mit sog. "Friedensmissionen" zu tun haben.
Und tatsächlich greifen auch dort mal Sodaten zur Waffe und zur Hölle, sie schießen sogar auf andere Menschen damit!
Gewisse Relationen werden auch in dieser Diskussion immer wieder außer Acht gelassen.
z.B. die Anzahl der Spieler diverser "Killerspiele" und die Anzahl derer, die in Folge dessen tatsächlich auch zur Waffe greifen.
Der Junge Herr aus Erfurt sah sich nun noch mit ganz anderen Dingen konfrontiert, als mit der "gewalt verherrlichenden Welt des digitalen Entertainments".
So z.B. mit einem Schulverweis der es ihm unmöglich machte in seinem Bundesland eine andere Schule zu besuchen.
Ob da ein Zusammenhang besteht?
Ob die völlige Aussichtslosigkeit in die er (wenn auch nicht ganz Unschuldig) hineingedrängt wurde nicht doch auch etwas mit diesem zwischenzeitlichen Wahnsinn zu tun hatte?
Nun, Problem ist, dass Computerspiele keine diversen Lobby´s haben und es der Politik sicherlich leichter erscheint Spiele zu verbieten, als ein marodes Bildungs- und Sozialsystem zu sanieren.
Wobei die Politik längst dazu übergegangen ist, "Sanierung" mit der "Kürzung von Geldern" gleichzusetzen.
Man weiss inzwischen sicherlich, dass die immer mehr ansteigende Gewalt bei Jugendlichen in erster Linie auf die großer Perspektivlosigkeit zurückzuführen ist.
Die aktuellen "Reformen" des Arbeitsmarktes taten ihr übriges, wenn auch nicht ihr erwünschtes, um diese Zukunftsangst weiter zu festigen.
Ferner ist es nun gängige Praxis die soziale Unterstützung der Menschen im allgemeinen und der Jugendlichen im speziellen zu beschneiden.
Immer weniger Lehrer müssen immer mehr Schüler unterrichten und immer weniger Jugendzentren und Sozialarbeiter müssen mit immer mehr sozialen Brennpunkten und "Problemkindern" fertig werden.
Warum die Kriminalität weiter ansteigt bleibt jenen dafür Verantwortlichen Damen und Herren absurder Weise weiterhin ein Rätsel...