Ich verstehe, worauf er hinaus will, aber seine Art, es auszudrücken, ist dämlich. Fakt ist: Die meisten Horrortitel sind - mangels eines adäquaten deutschen Begriffs - "One-Trick-Ponies". Sobald man die Illusion durchschaut hat, stellt sich Gewöhnung ein und der Schrecken verliert ganz schnell seinen Reiz. Darüber hinaus wird der besten Effekt auch meist mit recht simplen Mitteln erreicht. Kurz, ein AAA-Budget ist für Horrortitel an sich so unnötig, wie der Penis eines Papstes. Die wirksamsten Genrevertreter der letzten Jahre waren vergleichsweise kurz und intensiv und gehörten zur mittleren bis niedrigen Budgetklasse - typisches Beispiel wären die Penumbra und Amnesia-Titel. Das derzeit so beliebte Slender ist ein gottverdammter Freewaretitel, den mit seinen vielleicht 10 Minuten Spielzeit gerade lang genug ist, um seine Mittel voll auszuschöpfen, ohne dass die Intensität flöten geht. Kurz und gut: Wir sind alle härter geworden. Ein Silent Hill 2 hat auch heute noch eine angenehm morbide Atmosphäre, aber die selbe Wirkung wie vor 12 Jahren erreicht er nicht mehr.