@alpha_omega
Ich bin absolut dafür dass ein Spiel dass Gewalt enthält offen diskutiert werden sollte, ja.
Natürlich ist dieser Artikel ein typischer polarisierender Artikel aus der Regenbogen Presse, darüber braucht man nicht zu diskutieren.
Aber ich halte es für ausgesprochen fragwürdig, sobald Kritik an der dargestellten Gewalt aufkommt, darauf zu verweisen es wäre ja ''nur'' ein Videospiel oder es würde nur wieder auf Videospiele geschimpft. Damit macht man es sich viel zu einfach, vor allem wenn man anderer Stelle dann wieder auf die Barrikaden geht weil Videospiele gesellschaftlich nicht ernst genommen werden.
Videospiele sind mittlerweile eindeutig ein gesellschaftliches Phänomen. Selbst meine Großmutter spielt Videospiele, meine Schwester spielt Videospiele und ich als erwachsener Mann mitte 20 Spiele auch Videospiele.
Das heisst Videospiele sind mittlerweile aus der Kinderecke raus und müssen sich dem Diskurs stellen.
Dazu gehört es auch abzustecken was in Videospielen moralisch vertretbar ist und was nicht.
Die Diskussion wurde ja damals schon mehrfach, gerade mit der Call of Duty Reihe an Spielen als Beispielen, geführt.
Man kann das ganze natürlich gerne auch ausweiten. Nehmen wir, als aktuelles Beispiel Mortal Kombat. Das Spiel hat sehr viele Fans, ich habs auch mal gespielt und es macht Spaß.
Aber der gebotene Grad an Gewalt ist eigentlich schon stark überzogen und für mich stellt sich die Frage ob das wirklich sein muss oder nur billige PR ist.
Lacht man weil es wirklich spassig ist wie einer bei nem Fatality zerstückelt wird oder lacht man eher aus einer Art Unsicherheit weil das ganze die Grenze für Gewalt in Videospielen wieder ein Stück weiter hinaus schiebt? Oder weil man es so krass findet dass der Hersteller sich so etwas traut? Wie würde man reagieren wenn der gleiche Gewaltgrad in einem anderen Medium dargestellt würde?
Videospielen verzeiht man als Fan unglaublich viel was man an anderer Stelle genauso ächten würde wie der Rest der Gesellschaft auch, da sollte man mal drüber nachdenken.
Bei Spielen die einen Krieg als Hintergrund haben kommt noch eine soziale Komponente dazu.
Ein Thema das eigentlich mit einer gehörigen Portion Respekt, auch den Opfern und beteiligten gegenüber, behandelt werden sollte.
Leider wird der Respekt und das Feingefühl im Umgang mit solch brisanten Themen immer wieder auf dem Altar billiger PR-Gags geopfert.
Es sind ja NUR Videospiele, hm...?