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Anonymous: Setzt Kampf gegen Sony fort

@pitlobster

Ich finde das Kosten oder Zoll Argument hingt ein wenig an der Logik. Sicherlich war die Funktion da, um an Steuer zu sparen. Doch dieses Gesetz wurde Monate vor der Streichung gekippt. Wenn Sony als keine Glaskugel im Keller hat, so konnte sie nicht wissen das jemand Linux benutzt um auf die PS3 zuzugreifen. Ich glaube kaum das sie nur darauf gewartet haben das jemand die PS3 hackt um es dann als Rechtfertigung zu nehmen.

Wie Garfield1980 schon geschrieben hat, so wiederspricht sich Anonymous durch seine eigenen Taten. Sicherlich kann man sich darüber aufregen das Sony zugriff auf die Accounts von Youtube und ähnlichen hatten. Allerdings hat Sony dabei kein Gesetz überschritten. Ihnen wurde es vom Gericht erlaubt, ganz anders als Anonymous.
 
@Garfield:
Ich bezog mich rein auf dein Beispiel, dass man Gleiches nicht mit Gleichem vergelten darf, auf sonst überhaupt nichts. Woraufhin du Gesetze und Verträge durcheinander brachtest.

Es geht mir gar nicht darum deinen Standpunkt bezüglich der Sache anzugreifen, den respektiere ich durchaus, nur das gebrachte Beispiel ist meiner Meinung nach total daneben. Denn wie du schon sagtest, eben weil es NICHT so ist wie du mit deinem Beispiel sagen wolltest, gibt es die Regelung mit der Notwehr. Das kann man natürlich auch auf diesen Fall anwenden, wenn man Sony als Angreifer sehen will und die User deren Daten an Sony gingen als Angegriffene, so wie es Anonymous tut. Und auch hierzu muss ich natürlich gleich anmerken, dass dies NICHT mein Standpunkt ist, sondern der von Anonymous, bevor du mir an die Gurgel gehst ;)

Pitlobster
 
pitlobster
Es ging mir eigentlich darum, das Anonymous sich selbst als die gute Seite dartellt, und von einigen Usern auf ein Potest gehoben wird. Und das, obwohl Anonymous auf dieselben Mittel zurückgreift, wegen derer Sony angegriffen, und als böse dargestellt wird.
 
@pitlobster
Und die User, deren Daten an Sony gingen stecken hinter Anonymous?
Ich denke nicht.
Das hier soll doch ein Protest sein, oder?
Und es ist ganz selbstverständlich, dass ich bei einem Protest nicht zu den Mitteln greifen darf, gegen eben die ich protestiere.
 
pitlobster,
ich finde deine Aussage auch ein wenig fraglich.

Wenn du das so auslegst, dann war die Klage gegen den Hotz ja auch nur eine Reaktion auf den Hack. Der war dann eine Reaktion auf die gestrichene Linux Funktion, welche wiederum eine auf den vorangegangenen Hack war.

Das dreht sich dann wahrscheinlich solange im Kreis, wie die Diskussion Raubkopierer - Kopierschutz an sich, die jedesmal losbricht. Wer hat jetzt angefangen?

Irgendwo muss sowas mal enden auch.
 
@Garfield:
Ja, aber das machen doch beide Seiten, beide glauben im Recht zu sein.

Ich persönlich vertrete ja eher den Standpunkt, dass, wenn mir eine Firma oder ein Konzern nicht taugt, ich einfach deren Produkte nicht mehr kaufe. So funktioniert doch unsere Marktwirtschaft, hoffe ich zumindest ;)

Pitlobster
 
Nun ist es qualitativ doch etwas ganz anderes, ob ein Unternehmen zur Durchsetzung kommerzieller Ziele gegen Datenschutzbestimmungen verstößt oder sich eine Gruppe wie Anonymous bei Sony einhackt.
 
@Pit

Meiner Meinung nach wurde die otherOS-Funktion abgeschaltet, weil der eigentlich Plan, Einfuhrzoll zu umgehen, nicht mehr notwendig war - die Gesetzeslage hat sich ja geändert.

Und die Wartung der Funktion kostete natürlich Geld - sie musste bei jedem Update mitgetestet werden, Sicherheitslücken mussten gepatched werden, etc.

Insofern war der Hotz der gefundene Sündenbock. Nicht mehr, und nicht weniger.
 
@JimBo:
Ganz genau, das ist nämlich wirklich die Frage: Wer hat damit angefangen?

Sony, die ein Produkt auf den Markt brachten welches sie mit Funktionen bewarben die sie später entfernten ohne die Käufer dafür zu entschädigen, oder die Hacker, welche sich diese Funktionen wieder zurückholen wollten? Und haben diese überhaupt ein Anrecht darauf oder darf ein Hersteller mit bereits verkauften Produkten machen was er will? Oder verwenden die Hacker dieses Argument nur um Raubkopien abzuspielen?

Ich glaube, da könnte man viel diskutieren ...

Pitlobster
 
ChaosZero hat folgendes geschrieben:

Wie Garfield1980 schon geschrieben hat, so wiederspricht sich Anonymous durch seine eigenen Taten. Sicherlich kann man sich darüber aufregen das Sony zugriff auf die Accounts von Youtube und ähnlichen hatten. Allerdings hat Sony dabei kein Gesetz überschritten. Ihnen wurde es vom Gericht erlaubt, ganz anders als Anonymous.

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Und das macht niemanden stutzig? Darum geht es doch genau. Was geht es Sony an, welche Youtube-Videos ich ansehe? Meines Erachtens schlichtweg einen Scheißdreck. Selbst wenn man keine PS3 besitzt, kommen sie an die Daten? Mit welcher Begründung? Dass ich mir das Video ansehe? Das wird auch noch gerichtlich bestätigt? Und hier läuft wirklich nichts verkehrt?

Ich habe es schon öfter erwähnt, gerade Sony ist in Sachen Datenschutz kein unbeschriebenes Blatt. Player-Software, die nach Hause telefoniert oder Rootkits, um PCs auszuspionieren...
 
wuestenfuchs
Was ist jetzt besser? Das Sony weiß, wer sich Hack Videos auf You Tube angeschaut hat? Oder das Anonymous private Infos über Firmenmitarbeiter und deren Familie hat?
 
@gyroscope

Ich finde das Kosten oder Zoll Argument hingt ein wenig an der Logik. Sicherlich war die Funktion da, um an Steuer zu sparen. Doch dieses Gesetz wurde Monate vor der Streichung gekippt. Wenn Sony als keine Glaskugel im Keller hat, so konnte sie nicht wissen das jemand Linux benutzt um auf die PS3 zuzugreifen. Ich glaube kaum das sie nur darauf gewartet haben das jemand die PS3 hackt um es dann als Rechtfertigung zu nehmen.

@Puddy

Wie schon geschrieben, darüber kann man sich streiten. Allerdings ist es nicht so, dass Sony es einfach ohne Erlaubnis gemacht hat. Man hat es ihnen gerichtlich erlaubt, um mit diese Daten festzustellen von wo man Geohot unterstützt wird, um gegebenenfalls in Kalifornien weiter zu klagen. Anders als Anonymous, die es ohne Richter oder desgleichen machen und für unbekannte zwecken die Daten benutzen.

Wenn du dich über mangelden Datenschutz aufregts, so solltest du deine Finger vom PC lassen. Jeder speichert deine Daten, egal ob Sony, MS, Nintendo, Google oder Amazon.
 
@Garfield & ChaosZero:
Anonymous benutzte Daten die öffentlich im Netz verfügbar sind und sie nutzten die Dummheit eines Blumenhändlers und eines Pizzabäckers aus. Was ich übrigens ein herrliches Beispiel für Google-Maps-Liebhaber finde, wenn ihr versteht was ich meine.

Pitlobster
 
@pitlobster

Das man aber mit solchen Methoden auch dritten schadet wie z.B. der Familie oder dem Pizzabäcker zählt nicht?

Du hast es selbst gesagt, wenn man mit der Firma nicht zufrieden ist, so boykottiert man sie.

Ich brauche Anonymous nicht, der irgendwelche Kämpfe für mich ausfechtet.

Mache tun hier so als ob man als Kunde gar kein Recht hat.
 
ChaosZero hat folgendes geschrieben:

Wenn du dich über mangelden Datenschutz aufregts, so solltest du deine Finger vom PC lassen. Jeder speichert deine Daten, egal ob Sony, MS, Nintendo, Google oder Amazon.

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Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich. Es ist ja wohl ein riesiger Unterschied, ob man Statistiken über User führt, diese von mir aus noch für angepasste Werbung nutzt oder ob man IPs und Daten an ein Unternehmen rausrückt, und als nächstes ein Unterlasungsschreiben im Briefkasten findet.

Und ja, ich versuche möglichst wenig Software zu verwenden, die nach Hause telefoniert. Ich benutze NoScript, Adblock, nichts von MS oder von Sony und selbst in sozialen Netzwerken findet man nicht viel über mich, schon gar keine öffentlichen persönlichen Daten. Wenn es sein muss nutze ich auch Software wie TOR oder Proxys. Dass ich diesem Problem nicht ganz aus dem Weg gehen kann, ist mir klar. Umso erschreckender, dass ein Unternehmen an genau solche Daten auch noch legal kommen kann, nur weil ich mir ein Video ansehe. Das ist einfach lächerlich.

Nochmal: Das, was einem stutzig machen sollte, ist doch unter Anderem diese Erlaubnis.
 
Absolut legitimer Wiederstand. Den Lobbyisten dieser Welt gehört ein Dämpfer versetzt und hätte cih nicht schon ein Sony Gerät, würde ich der Aufforderung Folge leisten.

Ich gehöre ja z.B. noch zu der Fraktion, die den LCD-Schrott nicht kauft und auf Röhrengeräte setzt. Warum? Die halten garantiert Pi mal Daumen 10 Jahre und so ein Flatscreen ist in der Regel schon weit davor im Arsch und wesentlich teurer.

Ich finde die Aktion sehr sehr gut!!!
 
Fehler oder absichtlicher Fake?
Auf jeden fall Spiegelt sich anscheinend jemand im Chrom der ersten PS3:)
 
Garfield1980 hat folgendes geschrieben:

wuestenfuchs
Was ist jetzt besser? Das Sony weiß, wer sich Hack Videos auf You Tube angeschaut hat? Oder das Anonymous private Infos über Firmenmitarbeiter und deren Familie hat?

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das ist aber irrelevant, ob etwas besser oder schlechter ist.

Du rechtfertigst kein Unrecht, indem Du mit dem Finger auf das Unrecht anderer zeigst.
Bei Aktionen sind illegal, da sie gegen Datenschutzbestimmungen verstoßen. Beides ist Unrecht.
 
@ChaosZero

"@gyroscope

Ich finde das Kosten oder Zoll Argument hingt ein wenig an der Logik. Sicherlich war die Funktion da, um an Steuer zu sparen. Doch dieses Gesetz wurde Monate vor der Streichung gekippt. Wenn Sony als keine Glaskugel im Keller hat, so konnte sie nicht wissen das jemand Linux benutzt um auf die PS3 zuzugreifen. Ich glaube kaum das sie nur darauf gewartet haben das jemand die PS3 hackt um es dann als Rechtfertigung zu nehmen."

Die Logik ist wie gesagt, dass sie ja auch laufend Geld in die Wartung der Linux-Funktion stecken mussten - bei jedem Release muss der Teil mitgetestet werden, Du brauchst Sicherheitsspezialisten für Linux, etc. Die Kohle haben sie sich durch die Streichung gespart, nachdem die Zoll-Geschichte durch war.
 
@gyroscope

Klar hat das Teil Kosten gehabt. Allerdings überleg mal selbst. Glaubst du Sony hat nur darauf gewartet, dass jemand die PS3 mit Linux hackt, nur um es dann zu streichen? Entweder ist das ein unglaublicher Zufall oder Sony hat eine Glaskugel und hat die Situation vorausgesehen.
 
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