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THQ's Danny Bilson: Mag Videosequenzen in Spielen nicht

Kritik schön und gut, das bringt letztendlich aber nur etwas, wenn man sich auch selbst daran hält. Und zumindest da habe ich nicht den Eindruck, das dies bei THQ der Fall ist.
 
Aber im Prinzip hat er absolut Recht.
Ich kann´s nicht ab, nach einem Endboss-Fight damit "belohnt" zu werden, erst mal 10 Minuten nix tun zu dürfen.
Noch schlimmer ist´s, wenn ich mich über ein neues Spiel freue, dann aber gar nicht selbst zocken darf, sondern zum zusehen verdammt bin, zumindest die erste viertel Stunde.
Japanische Entwickler dürfen sich da absolut angesprochen fühlen.
Es gibt aber Ausnahmen. Fahrenheit fand ich toll, und Heavy Rain würde ich so gerne zocken,... auf meiner 360...
 
Ist doch auch Geschmackssache. Ich möchte auf Videosequenzen, wenn sie gut gemacht sind, nicht verzichten.
 
Das ist halt Generation Reizüberflutung.

Früher hat man gespielt um mehr von der Story zu sehen. Prominentestes Beispiel ist Wing Commander. Das Spiel wäre ohne das Drumherum nur eine Ansammlung von Ballersequenzen gewesen, aber durch die Story hatte das alles eine tiefere Bedeutung.

Ich bermerke natürlich auch an mir, dass die Zeiten der epischen Storylines langsam vorbei sind. Ich muss alles schnell haben, es darf mich nicht fordern und wenn es konsumiert wurde, dann sollte es mich nicht nachhaltig tangieren.

Aber finde ich das gut? Ich glaube nicht. Es ist doch schön Geduld zu haben und sich auf Dinge einlassen zu können.

Das gleiche ist ja auch mit dem Musik-Album passiert. Damals durfte sich eine CD Zeit lassen, mit einem Intro beginnen und auch mal Stimmungslandschaften ausserhalb von schnellen Hooklines erzeugen. Heute wird nur der Hit der Scheibe für 0,99 Cent bei iTunes gesaugt und zu den anderen Hits hinzugefügt.

Wenn ich mich daran erinnere, dass schon in den 90er über das zunehmende Tempo in der Gesellschaft geklagt wurde, dann scheint diese Entwicklung auch nicht reversibel zu sein.

Dann halt Angry Birds. Macht ja auch Spaß und ist billig. Und das meine ich jetzt auch nur halb zynisch.
 
Ich gehe jetzt mal von mir aus und sage dass mich ein ellenlanger Vorspann erstmal langweilt, will zocken! Was wohl mit ein Grund ist warum ich mit MGS absolut nichts anfangen kann. 30 Min Cutscene, 10 Min. spielen um dann wieder 20 Min. an die Wand gelabert zu werden, na ich weiß nicht...

Intros und Videos sind ok aber jetzt krampfhaft eine belanglose Geschichte zu transportieren ist in meinen Augen Perlen vor die Säue.

Lieber sollten sich die Entwickler aufs Wesentliche beschränken und das ist nunmal ein, salopp ausgedrückt, schnödes Videospiel.

@dogard
Alter, nix gegen Wing Commander! (ok, teil 3 und 4 und den Rest kann man sich sparen ;))
 
Also wenn er meint, bitte...aber ich halte es für völligen Blödsinn. Wie kann man denn eine Geschichte, die in 2h erzählt wird mit Actionanteil, besser greifen als eine, die man 100h verfolgt und selbst die Geschicke des Chars übernimmt, ihm bei der Reifung unter die Arme greift und jede Sequenz mitfiebert?

Amy Henning z.B. schreibt Storys, da bekomme ich nen mittelschweren Brechdurchfall, wenn ich mir nach ner intensiven Zockerrunde versuche nen Hollywoodstreifen mit 87 Oscars anzusehen.

Die Schande ist, daß sich kein Videospieler mehr auf die guten Games einlässt. Wenn die Mechanik suckt wird es als Nischentitel behandelt, ob da große Emotionen oder eine umwerfende Story drin stecken juckt da niemanden.
Auf der anderen Seite sind die gut erzählten Filme vom Anspruch scheinbar so hoch, daß man sie sich nurnoch allein und konzentriert ansehen sollte. Als Fazit anderer gibt es dann meist nur einen Fäkalausdruck.

Fazit: wenn Videosequenzen aus cineastischen (!!) Einlagen voller Bildgewalt stecken, wie z.B. ein Soldat schießend übers Schlachtfeld rennt, kann ich drauf verzichten. Aber wenn tatsächlich eine Verschwörung oder ein emotionaler Moment mit Mimik, Gestik und entsprechender Theatralik (!!) präsentiert wird, lass ich mich gern vom Spiel an die Hand nehmen und genieße jede Minute der Zwischensequenzen fiebernd.
 
Ich hab gestern StarCraft II endlich durchgezockt und hätte die Cut-Scenes keine Sekunde missen wollen. Sahen top aus, waren nicht zu viel und nicht zulang, und haben schlicht die Story weitererzählt. Grade des Schluss fand ich z.B. echt cool ...

Das mit den Cut-Scenes ist halt so ne Sache: die müssen schon gut sein, dass sie gut sind :-). Und Spieleprogrammierer haben halt leider selten echte Regisseur-Kompetenzen ...
 
Ja leider hört man so einen Mist immer häufiger!
Ich z.B. bin ein Gamer alter Schule.
Also quasi mit Sequenzen in Games groß geworden.
Von daher will ich Sie auch nicht missen.
Für mich gehören gute Sequenzen, sei es INGAME oder CGI einfach zu einem gute Storytelling dazu!
Also sry wenn ich ein SP Game zocke dann will ich eine geile Story die entsprechende geil in Szene gesetzt ist.

Aber viele die erst mit der PS 1 angefangen haben zu daddeln, können diesen Prozess meiner Meinung nach nicht nachvollziehen !
Und die Call of Kiddy Gemeinde ohnehin nicht!
Das sind auch die Leute die pauschal alles mit 90% + bewerten !
Aber von echten Gaming keinen Plan haben !
 
Aaron1979
Ich bin zwar auch schon ziemlich lange dabei, kann mich jedoch nicht daran erinnern, das es (abgesehen von RPGs und Adventures) in den 80ern viele Spiele mit Story Sequenzen gab. Man konnte bereits froh sein, wenn ein Spiel überhaupt so etwas wie eine Story hatte.

Selbst bei den 16 Bit Konsolen war dies bis auf RPGs/Action Adventures eher mangelware, sofern das Spiel nicht auf CD erschienen ist.
 
Ja stimmt, aber in der 80 er haben wir also zumindest ich ausser RPG´s und Adventures kaum was anders gedaddelt.
Das war das dominierende Genre, eben dass was heute die Egoshooter sind…
Und da war auch das Storytelling iwie intensiver.
Gut sei es damals mit dem SNES mit Titel a la Secret of Mana oder eben alle anderen PC Adventures.

Es ist schade das nur noch wenige Studios und Entwickler Ihre Story auch gut in Games rüberbringen können!
Und ich meine ich Spiele für die Story !
Sie ist es doch die mich an den Schirm fesselt…
Ich fand auch RESI V super geil und vor allem die ZWISCHENSEQUENZEN…
 
Kann mich seiner Meinung nicht ganz anschließen. Wie bei vielen Dingen im Leben ist hier das richtige Maß entscheidend. Wenn das passt, ist eine gut gemachte Zwischensequenz eine Art Belohnung für mich, die ich wiederum gerne ansehe. Sowas wie MGS4 (nach dem was ich gehört und gelesen hab) wäre mir dann aber wohl zuviel.

Zu restlichen Diskussion:
Klar wird in der heutigen Zeit alles schnelle bevorzugt und ich möchte mich da nicht ganz ausschließen. Das wiederum liegt aber auch daran, dass ich halt nicht mehr zur Schule wie früher gehe und einen großen Teil des Tages meinen Hobbies nachgehen kann, sondern von der Arbeit nach Hause komme, alles für den nächsten Tag vorbereiten muss und dann noch etwas Zeit zum Spielen hab. Wenn ich da ewig an einer Stelle feststecke, kann das schon mal nerven. Soll aber nicht heißen, dass ich nur durch "raschen" möchte. Keinesfalls, ich denke beides hat seine Daseinsberechtigung und ich spiele auch beides gerne. Würde ich nur schnelles Bevorzugen, würde ich wohl auch 60 EUR für jährliche aufgewärmte CoDs oder ein Homefront mit ihrer - meiner Meinung nach - zu kurzen Kampagnenspielzeit ausgeben.
 
@piko
sorry, aber gerade WC 3 und 4 mit ihren (für damalige Zeiten) Bombast Video-Sequenzen waren besser als WC 1 & 2.
 
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