"Oder siehe RPGs wie Xenosaga. Das zerfetzt jeden Film in der Luft. "
Nur weil eine Story mega lang und umfangreich ist, ist sie noch lang nicht gut.
Und ob MGS die Story nun gut -erzählt- ist auch eine Frage für sich. Was ist an nicht-interaktiven Cutscenes so besonderes? Das ist nicht auf, über oder unter dem Niveau von Filmen, das SIND Filme. Minifilmchen in Computergrafik, verbunden durch Spielszenen die auf die Story rein garkeinen Einfluss haben.
Solang es nicht gelingt das besser zu verweben wird man immer im Fahrwasser der Filme herumtreiben.
Dabei gibt es schon Spiele die Geschichten auf ganz andere Arten erzählen, welche Filme niemals imitieren können. Sachen wie Jagged Alliance, die wenig vordefinierte Story haben, aber die Grundlagen dafür bieten, dass sich Dinge dynamisch entwickeln können.
In so eine Richtung müsste man es weiter treiben anstatt sich ständig an Dingen zu orientieren die bei Filmen längst etabliert sind.
Heavy Rain mag interessant sein, aber um wirklich gut zu sein bräuchte es einen besseren Regisseur. Die Bildsprache ist dort einfach so überzogen, in einem Kinofilm würden viele Dinge total lächerlich wirken. Ich meine z.B., dem Mann macht der Verlust seines Sohnes zu schaffen, und auch der verbliebene Sohn hat damit zu kämpfen. Das Spiel zeigt sowas indem es das Ultra Ikea Model Traumhaus in dem er vorher gewohnt hat austauscht gegen eine total versiffte Drecksbude, und der noch lebende Sohn malt Bilder davon, wie sein Bruder überfahren wird. *facepalm* Ein klein bisschen subtiler hätte man es schon machen können.
Sicherlich haben Spiele auch immer mal Szenen die gut gemacht sind, aber allgemein ist das Niveau zu wackelig, und man begegnet viel zu vielen abgedroschenen oder übertriebenen Storytelling Elementen.
Dabei ist es eigentlich schon im Ansatz falsch, bei Spielen überhaupt von einem Regisseur zu reden, denn idealerweise sollten die Dinge ja möglichst wenig geskriptet und vorherbestimmt sein. Die Flexibilität ist nämlich das was Spiele den normalen Filmen voraus haben.