Meiner Erfahrung in der Medienbranche nach, macht es einen Riesenunterschied, ob es ein eigenes Projekt ist, oder ob man es als Auftragsarbeit versteht.
Für einige Unternehmungen kannte ich auch keinen Tag und keine Nacht mehr, aber das war selbstgewählt. Würde ich heute mit 41 aber auch nicht mehr durchhalten. Geschweige denn als Angestellter. Die AAA Strukturen sind leider so groß, dass sich unmöglich jeder in diesem Maße mit dem Werk identifizieren kann.
Aus Konsumentensicht finde ich es wiederum schwierig kleinere Projekte so wertzuschätzen, wie es einige andere Spieler angeben zu tun. Zumal es viele Indie-Studios im letzten Jahrzehnt versäumt hatten in ihrem kleineren Maßstab wenigstens für die entsprechende Politur zu sorgen oder das Design ihrer Spiele so gründlich auszuarbeiten, dass das die fehlende technische Güte kompensieren hätte können.
Meine grundsätzliche Haltung im Bezug auf Kunst & Medien ist: "Leidenschaft, die Leiden schafft." Ein Stück weit erwarte ich Aufopferung. Ich war selbst bereit das zu geben, ich finde jeder sollte zu irgendeinem Zeitpunkt in seinem Leben versuchen großartiges auf die Beine zu stellen. Das Problem mit den AAAs ist halt wie gesagt nur, dass es eben nicht für jeden das eigene Ding ist. Und man kann halt wirklich schlecht von Leuten erwarten, dass sie sich für etwas so durchpeitschen lassen, das nur ein Job ist.