Wenn die Steammachine beim Startup so flawless läuft wie eine Konsole und man niemals irgendeinen Desktop oder ein Terminal zu Gesicht bekommt, dann wäre das aus Konsolenzocker-Sicht zumindest überlegenswert. Wobei dann immer noch das Problem bestünde keinen Geldscheisser zu haben, einen normalen Controller nachkaufen zu müssen und das Ding allenfalls als Zweitlösung nutzen zu können, weil einfach zu wenig relevante Konsolentitel auf der Plattform erscheinen.
Grundsätzlich ist es lustig zu sehen, wie die Plattformen dazu übergehen sich über den jeweiligen Dienst zu definieren. Die Assoziation PC & Steam löst sich damit quasi auf, da Microsoft mit Windows und X-Box eigene Pläne hat.
Für den Nutzer bedeutet das allerdings weniger Flexibilität. Denn wenn alles vermehrt auf Account-Basis läuft, überlegt man es sich zweimal die Plattform zu wechseln. Ich sehe es ja bei mir - wegen PSN und Remote-Play habe ich mich jetzt mehr auf Sony eingeschossen, als mir lieb wäre. Früher habe ich mir eine PS2 geholt und wieder verkauft, wenn ich keinen Bock mehr hatte. Dann einfach mal ein Jahr X-Box gespielt und für 2-3 Monate einen Gamecube rumliegen gehabt. Man verlor so auch weniger Geld, da die Sachen oft ebenso gut rausgingen wie rein. Der Gebrauchtmarkt hat besser funktioniert und auch fluktuiert, da es ohne Accountbindung generell mehr Bewegung im Second Hand Bereich gab. Jetzt bekomme ich zwar billigere Games im PSN, aber das ausgegebene Geld ist für immer weg. Bequem ist das schon, aber teuer. Und das wissen die Drecksäcke genau, wenn sie nicht knappe, digitale Ware zu Ramschpreisen rausschleudern.