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Spielesucht: Psychologe fordert im Spiegel-Streitgespräch Spielesteuer

Juhu noch eine Steuer !!! Was ein Blödsinn das ist keine sucht sonder ein antrainiertes Fehlverhalten, wenn Mami und Papi das finanzieren ist das deren schuld das gerade zu Biegen und nicht meine Pflicht dir Therapie zu finanzieren !
 
Das Spielen (da schliess ich auch Automaten und Wetten usw ein) eine Sucht werden kann mag ich gern glauben...alles kann, wenn man die Kontrolle verliert, zur Sucht werden. Allerdings würde ich da eher an anderen Ecken ansetzen die wesentlich gefährlicher sind (Alkohol zum Beispiel)
 
Wie passt es zusammen, dass EA auf der einen Seite finanzielle Präventivmaßnahmen gegen Spielesucht fordert und auf der anderen Seite ein Dungeon Keeper auf den Markt bringt, dessen Kern mit seinem Bezahlsystem genau die selben Risiken für Spielesüchtige ausnutzt, wie man es von Online-Spielen her kennt, auf die Martin Lorber sich bezieht?
 
Wie das zusammenpasst: Kennst du den Spruch: Tue was sag und nicht tue was ich tue

So in die Ecke passt das ;)
 
Selten so nen Quatsch gehört. Man sollte mal eine Kontrollinstanz einführen, die Psychologen auf ihren Realitätsverlust untersuchen und ggf die Lizenz entzieht!
 
Erinnert mich an die Zahnärzte die dauernd was erfinden, wie sie uns nochmal melken können, bestes Beispiel die intensive Reinigung vor der eigentlichen Untersuchung für 75 Euro
 
EA und Spiegel...das sagt doch schon alles über die Seriosität dieses Themas, oder?
 
Ich finde Hr. Lorber hat Recht, ich meine Eltern sollten sich für das was ihr Kind macht schon interessieren. Egal ob es Schule, Sport, Freizeit ist. Wenn man einem Menschen bzw. jungen Menschen früh den richtigen Umgang mit gewißen Dingen vermittelt, hat er es auch mit zunehmendem Alter einfacher. Da spricht man von verantwortungsvollen Umgang mit Dingen wie Finanzen, Alkohol, "Viedeospiele" etc ....
Ein gutes Elternhaus schafft einfach gewisse Grundlagen, das wird wohl immer so bleiben. Das sehe ich täglich, wenn ich mit AZUBIS zusammenarbeite, für die ich verantwortlich bin.
Die Unterschiede in Sachen Reife, Erziehung, Umgangsformen etc. sind erschreckend hoch. Wohl gemerkt, bei fast gleichen Altersunterschieden.
Also pauschal auf alles eine Steuer erheben schafft hier wohl keine Abhilfe.
Denn das hält 14 Jährige auch nicht davon ab sich mit Alcopops zu zuschütten bzw. das Rauchen anzufangen.
Hier ist Mmn, das Elternhaus gefragt!
 
Wieso bitte ausgerechnet Videospiele? 1% der Menschen in Industrienationen sind laut Wikipedia kaufsüchtig, das wären in Deutschland 800.000 Menschen, über 8mal so viel wie die Videospielsucht. Aber trotzdem ist mir keine Präventionssteuer auf Einkäufe bekannt. Und falls es die doch gibt, merke und sehe ich überhaupt nichts davon und dann würde man ja sehen, wie effektiv so eine Steuer ist: nämlich gar nicht.

Für mich kommt sowas immer sehr alibimäßig rüber: "Guck, wir machen doch was Gutes". Das es völlig nutzlos ist, steht da leider auf einem ganz anderem Blatt -.-
 
Sucht ist ein wanderndes Verhalten und immer Ersatzbefriedigung für tiefer liegende Bedürfnisse. Wenn jemand zu Süchten neigt, dann ist es therapeutisch wünschenswert, die Person auf möglichst wenig schädliche Verhaltensweisen zu lenken. Wie etwa Videogames. Das ist Eskapismus, der allenfalls hinsichtlich der Bewegungsarmut bei mangelndem Ausgleich schädlich ist. Wenn es für die jeweilige Person einen Beitrag zur Stabilität des eigenen Systems leistet, dann funktioniert es erstmal. Eine Suchtverlagerung auf Essen, Drogen, Medikamente, Rauchen oder andere dysfunktionale Verhaltensweisen kann nicht das Ziel sein und nicht jeder ist dazu geschaffen in perfekter Balance zu leben. Psychologen haben da manchmal zu ehrgeizige Transformationsvorstellungen und denken sie können alle Konflikte auflösen und aus einem dicken World Of Warcraft Eskapisten einen vegetarischen Sunnyboy und Marathonläufer machen. Die Realität ist eine andere und bei manchen kann man froh sein, wenn sich das destruktive Verhalten auf durchgezockte Nächte beschränkt.
 
Ich habe zu dem Thema ein paar Thesen zusammengefasst, weil ich in dem Spiegel-Gespräch natürlich nicht alles unterbringen konnte. Kann man hier nachlesen: http://spielkultur.ea.de/themen/gesellschaft-und-kultur/spiegel-streitgesprach-thesen-zum-thema-computerspiele-und-sucht
Grüße, Martin Lorber
 
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