ChaosZero hat folgendes geschrieben:
@Puddy
Du zweifelst an der Aussage von Sony weil sie es sagen? Inwiefern ist die Aussage von Anonymous glaubwürdiger? Wie schon gesagt, für Außenstehende ist es schwierig das zu beurteilen.
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Ich zweifel nicht an ihrer Aussage, ich schrieb ja, dass es richtig ist, das System abzuschalten. Allerdings sehe ich nicht nur böse Hacker, ganz im Gegenteil. Ich musste irgendwie schmunzeln als ich LOIC las. Denn mit LOIC kommt man nicht einfach so an irgend welche Zugangsdaten, eigentlich kann man damit nur Server zubomben, Daten sollten sie dann keine rausrücken, das sind zwei paar Schuhe. Also angenommen, es war eine DoS-Attacke (mehr ist LOIC nicht) und dadurch konnten Dritte unbefugt Zugangsdaten abgreifen, *wäre* es für mich ein Armutszeugnis seitens Sony. Solch ein großes Netzwerk darf stottern und zusammenbrechen, selbst das wäre ärgerlich, jedoch nicht weiter tragisch, aber Daten rausrücken oder unbefugte Zugänge zulassen darf es auf keinen Fall.
Und ja, es ist schwierig zu beurteilen, deswegen sehe ich eben nicht *nur* böse Hacker. Ich stelle eher die Frage, wieso sie in das Netzwerk eindringen konnten. Waren "Cracks" am Werk und/oder hat man schlicht und ergreifend die Haustür sperrangelweit offen stehen lassen, überspitzt ausgedrückt. Mich würde es wundern, wenn ich jemals eine News lesen würde "Unsere Sicherheitsexperten waren zu doof und uns haben ein paar Script-Kiddies gehackt".
Völlig OT:
Vor Jahren fand ich mal eine Sicherheitslücke in einem CMS. Im Quelltext viel mir auf, dass der interne Username des Administrators in einem Modul nur auf Groß-/Kleinschreibung getestet wird. Kurzerhand einen User angelegt und nach erfolgreicher Registrierung den Namen auf "aDmInIsTrAtOr" (war nicht wirklich der Name, nur als Beispiel) geändert, zack war ich mit Admin-Rechten unterwegs. Hätte ich böswillige Absichten gehabt, hätte ich einfach mal Google angeworfen und nachgesehen, wer dieses CMS benutzt. Vor allem, da es auch ein Shop-System dafür gab.
Den Fehler hab ich damals übrigens den Entwicklern gemeldet, er war noch Monate später drin. Aufwand zum Beheben: 1 Zeile Quelltext. Auch wenn es sich hier um ein einfaches Beispiel handelt und man es sicherlich nicht mit der komplexen Struktur des PSNs vergleichen kann: Wer solch einen Bock einbaut, braucht sich über ungebetene Gäste nicht zu wundern.