B
BigJim
Guest
Goreminister hat folgendes geschrieben:
scoopexx hat folgendes geschrieben:
smash brother hat folgendes geschrieben:
das problem ist nicht die politik, sondern der mensch an sich. so sehe ich das jedenfalls.
menschen sind einfach ein fehlschlag der evolution, der sich in ein paar hundert jahren eh selbst beseitigen wird.
ps: ja, spammt den thread zu, habt ja eh nichts besseres mit eurer zeit anzufangen.
Wow, der erste vernünftige Post, seit Rippo und Marco A.Edit: Ist aber übrigens keine Fehlevolution, die Evolution ist nur nicht der systemischen und technischen Revolution hinterhergekommen.
In jedem System gibt es menschlich bedingte Reibungsverluste. Entweder man jammert hier rum (und jammern ist was anderes als Kritik...) oder man nimmt einfach mal hin, dass man in dem relativen Paradies auf Erden lebt, während einem in China abends kommunistische Parolen aus den Lautsprechern an jedem zweiten Strommast in jeder Provinz im Westen des Landes um die Ohren gedröhnt bekommt, in Spanien eine Arbeitslosigkeit, wie in Gelsenkirchen im ganzen Land herrscht, in Frankreich die Vororte mittlerweile beinahe das ganze Jahr über wie Berlin am 1. Mai sind, die Leute aus Polen hier rüber kommen und mit Kusshand die Jobs machen, für die sich die meisten Deutschen mittlerweile zu fein sind, in Ruanda Minderheiten zu 100.000enden niedergemetzelt werden, in Somalia die Regierung nicht die Kontrolle über Rebellen bekommt, die die Bevölkerung unterdrücken, in Tibet die Buddhisten von den Chinesen unterdrückt, die Bevölkerung in Myanmar von einer Militärjunta regiert wird, man in Rumänien Bestechungsgeld an die Ärzte zahlen muss, damit man behandelt wird - und diese Aufzählung könnte man ewig weit fortführen und zwar mit Problemen, die deutlich schwerer wiegen, als die vergleichsweise kümmerlichen Probleme Deuschlands.
Man hat es hier in Deutschland relativ (und das ist die Sichtweise, die man einnehmen sollte: relativ) gut - es ist eines der wenigen Länder, in denen man sein Schicksal selbst in die Hand nehmen kann. Da frag ich mich doch, warum die Leute so viel jammern und eben nicht kritisieren, denn ich habe hier in dem Thread noch keine Kritik gelesen, sondern nur erbärmliches Gehäule. Statt zu kapieren, dass jedes System am Menschen festgemacht wird und Menschen nunmal nicht perfekt, sondern mit Makeln behaftet sind, die immer zu einem Teil in Korruption, Abzocke, strategischen Politiken etc. enden, besteht die Lebensfreude einiger Leute hier nur noch da drin, die Hand aufzuhalten und haben!haben!haben! zu rufen, was nicht besser ist, als die Aktionen der korrupten Politiker, Wirtschaftsbosse und Sachbearbeiter weltweit. Das Wort Leistung scheint hier schon ein Unwort geworden zu sein. Wer soll denn die Leistung bringen, wenn nicht der jenige, der auch Gegenleistung haben will. Sollen die Polen oder Griechen für einen arbeiten, damit man einen besseren Lebensstandard in Deutschland hat? Nicht? Das passiert aber heute schon - ein großer Teil der deutschen Wirtschaftskraft ist auf der Arbeitsleistung in Ländern gefußt, in denen Menschen zu einem Hungerlohn arbeiten und damit ist nicht Hartz IV gemeint, sondern ein wirklicher Hungerlohn, der nicht reicht, die eigene Ernährung der Familie zu gewährleisten - und dort gibt es keine Tafeln, die einen auffangen. Und dann gehen hier Sprüche herum, wie "sollen wir erst meckern, wenn wir auf dem Niveau von Polen sind". Jungs, die ganze Welt arbeitet für einen Hungerlohn dafür, dass ihr im Plus, Aldi, usw. für niedrige Preise vergleichsweise hochqualitative Produkte einkaufen könnt und ihr wollt euch nicht mit denen vergleichen, weil ihr meint, dass ihr was besseres seid? Habt ihr mal auf das Herstellland von eurem heutigen Essen gesehen? Dafür hat sich eine Arbeitskraft in Lampukistan oder wo auch immer den ganzen Tag über für einen wirklichen Hungerlohn den Arsch aufgerissen und das ohne den Arbeitsschutz, den man hierzulande genießt. Mir kommt bei so etwas wirklich das Kotzen. Anstatt sich auch mal ein bischen dankbar zu zeigen, fressen sich die Deutschen, Amerikaner, Franzosen, Engländer, etc. Speck auf die Rippen (man spricht mittlerweile in einigen englischsprachigen Ländern, die ähnlich fett gefressen sind, wie die Deutschen von einer Fettleibigkeitsepidemie, wie eine Krankheit - was wird man den Kindern später erzählen: Oh, Opa, wie seit ihr damals bloß durch die Fettleibigkeitsepidemie gekommen? Jungchen, es war hart, aber es gab McDonalds und Burgerking an jeder Ecke...), während der Rest der Welt auch noch hungert und dann scheint das noch nicht genug zu sein, man muss auch noch weiter rumjammern, ohne sich die Bildung angeeignet zu haben, mal vernünftig und mit einem geschliffenen Wort punktuell Kritik ausüben zu können, weil man sich einfach seiner Dummheit hingibt (hier sind sicher nicht alle angesprochen, es gibt ja glücklicherweise auch 5% Ausnahmefälle) und sich abends vor den Fernseher Wer wird Deutschlands Superstar, der Konsole oder was auch immer hingibt.
Ich könnte mich ewig weiter drüber aufregen und im Moment nimmt das hier sogar für mich mit dem lächerlichen Gejammere (als ob der Staat allein für die Probleme einzelner Bürger verantwortlich wäre) zu sehr die Oberhand an. Natürlich läuft es in einem System, wie dem unserem nicht rund. Liegt das jetzt am System oder an dem Mensch, der im System arbeitet? Natürlich an beidem, weil kein System perfekt ist - egal wie viele Revolutionen es gibt - und der Mensch immer seine Macken hat. Vielleicht sollte man, anstatt immer Revolution zu fordern, was einige Hirnis hier ja anscheinend wirklich tun, mal schauen, was sich evolutiv für ein System herausgebildet hat und sich nicht nur auf die Mankos des Systems zu konzentrieren auch mal auf die positiven Aspekte ausrichten und den Vergleich mit dem Weltdurchschnitt anstellen, über dem wir meilenweit liegen oder einfach mal auswandern, denn Heulsusen hat das Land offenbar genug... Und wenn man das nicht will, was ja ebenso ok ist, dann sollte man mal lernen, sich so weit zu informieren, dass man einer vernünftigen Debatte darüber standhält, ohne sich in sein Jammer-Schneckenhaus zurückzuziehen. Vor 30 Jahren, als die Welt noch achsovielbessergewesen ist, konnten das die Leute zumindest. Es ist eins die Revolution zu fordern ein anderes ist es, zu sagen, was sich konkret ändern soll und wie die Machbarkeit davon gewährleistet werden soll.
Bla, Bla, Bla...



Aber vermutlich hast du konstruktiv mit positiv verwechselt. Sind ja auch zwei ganz ganz schwierige Wörter. 

