Das kommt halt davon, wenn man Kunst & Unterhaltung der Politik zum Fraß vorwirft.
Hollywood hat seine eigenen Traumata und Standards auf dem Rücken des Publikums ausgetragen. Jahrelang nichts anderes getan, als politische Haltungen zum Geschlechter-Konflikt umzudeuten, Unschuldigen Schuld einzureden und moralische Debatten zu führen, die mit der Lebensrealität der meisten Menschen (vor allem Nicht-Amerikaner) rein gar nichts zu tun haben. Und das soll man sich dann noch freiwillig reinziehen? Am besten noch beklatschen?
Menschen wollen begeistert werden, intellektuell stimuliert, emotional berührt... dafür ist Hollywood da. In den letzten Jahren hat man es aber vorgezogen private Schlammschlachten zu führen, sich unreflektiert und unversöhnlich an Narrative zu hängen, Filme als Träger von manipulativen Inhalten zu missbrauchen... es wundert mich, dass nach all dem überhaupt noch jemand Lust hatte einzuschalten.