Oh man. Ja, die Diskussion ob irgendwas Kunst ist oder nicht, ist sowas von müßig.
Ich hoffe aber mal der Naughty Dog Mann meint mit seinem Kunst blabla nicht die Uncharted Spiele. Die imitieren nämlich in erster Linie Filme, und das schöpft das Potential, welches Spiele als interaktives Medium haben, wohlkaum aus.
Ja, er hat recht wenn er sagt, dass Spiele Möglichkeiten bieten die es bei Filmen nicht gibt. Dynamische Entwicklung zum Beispiel - ein Spiel kann sich auf den Spieler einstellen, dessen Handlungen berücksichtigen und deren Auswirkungen auf die Welt darstellen - etwas, das ein Film niemals kann. Was die Uncharted Spiele machen ist allerdings genau das Gegenteil: Sie pressen den Spieler in eine Form, so dass am Ende jeder Mensch der das Spiel spielt zu 90% die gleichen Dinge tut, da das Spiel sie fest vorschreibt und keinen Freiraum lässt.
Ist ja schön und gut, wenn die Umgebung hübsch designed ist, und es kann dem Spieler auch als Eyecandy dienen und Spaß bringen, genau wie tolle Animationen etc., aber mit den Möglichkeiten die Spiele von Filmen abheben, bzw. die Spiele den Filmen -voraus- haben, hat es nichts zu tun. Also warum sollte man von "künstlerischer" reden, wenn man durch reine Imitation doch eigentlich höchstens "genauso künstlerisch" werden kann?
Am anderen Ende dieses Spektrums sind Spiele wie die Sims, Minecraft, Civilization oder auch Creatures (falls das noch jemand kennt. Dinge, die dem Spieler kaum etwas vorgeben ausser einem Set von Möglichkeiten die er in der Welt hat, und alles was von dem Zeitpunkt an passiert ergibt sich völlig dynamisch aus den Handlungen des Spielers. Nix ist vorgeschrieben und nix gescriptet, etwas das Filme oder Bücher niemals tun können.
Ob man das künstlerisch nennen will oder nicht ist finde ich keine interessante Frage. Aber wenn es Spiele gibt die Filmen was voraus haben, dann sind es eben solche, und ganz sicher nicht Uncharted.