• Forum geschlossen!
    Das Forum befindet sich im Nur-Lese-Modus. Das Erstellen neuer Themen und Beiträge ist nicht mehr möglich.

Heavy Rain: 10 Mio. Euro wegen Gebrauchthandel verloren

Es gibt sicherlich einige Patches die neuen Content bringen, aber wieviele sind das schon? Die meisten Patches machen eben das was der Name schon andeutet: Flickschusterei. Und da sind die Gebrauchtkäufer nur sekundär. Es geht darum den Kunden die den vollen Preis bezahlen ein voll funktionsfähiges Produkt zu bieten. Das ist in allen anderen Branchen auch so. Wenn du einen Neuwagen kaufst an dem irgendwas kaputt ist dann muss der auch repariert werden. Verkaufst du den weiter werden diese Reparaturen ja auch nicht rückgängig gemacht. Bei Spielen kann man nunmal die hochgepatchte Version nicht weiter verkaufen, trotzdem sollte und muss das Spiel auf dem aktuellen Stand sein.
 
@Kuru

Auch wenn diese Anzahl eher gering ist, existiert sie trotzdem. Und könnte wir mal diesen Vergleich mit Autos lassen? Dieser passt überhaupt nicht. Autohersteller verdienen INDIREKT und DIREKT am Gebrachtmarkt. Die alte Auto muss auch repariert werden und die Ersatzteile kommen sehr oft von den Autohersteller selbst. Hinzukommen das auch VW & Co. Gebrachtwagen verkaufen. Dann gibt es noch Verpflichtungen wenn man sich ein Neuwagen kaufen will. Das heißt das man in den ersten Jahren in die Vertragswerkstatt kommen muss, sonst erlischt die Garantie. Du siehst das die Autoindustrie hier wesentlich mehr Spielraum hat als die Spielindustrie. Und wie schon gesagt, logisch betrachtet sind die Entwickler den Gebrachtspieler zur gar nichts verpflichtet, weil man sie für ihre Arbeit nicht bezahlt werden.
 
Anchantia hat folgendes geschrieben:

Was ich mich ja bei Leuten wie Buema immer Frage:


Wenn ihr jeden Developer boykottiert dessen Mitarbeiter ein klein wenig über den Gebrauchthandel rumnölt - welche Spiele könnt ihr denn in Zukunft überhaupt noch kaufen???

--------------------------------------------------
wer über den Gebrauchthandel rumnölt, der hat das gesamte Rechtssystem (nicht nur in Deutschland, sondern teils global) nicht kapiert und damit ganz elementare Grundregeln eines funktionierenden Marktes einfach verschlafen, nicht verstanden oder absichtlich ignoriert.

Man könnte fast schon glauben, dass die Leute diesen Müll tatsächlich glauben, den sie da von sich geben.

Ich bekomme den Eindruck, dass die Publisher ihren Entwicklern als dem schwächsten Glied in der Kette den Auftrag gegeben haben, mal bei jeder sich bietenden Gelegenheit auf die Tränendrüse zu drücken, so sehr hat sich dieses Gejammer mittlerweile gehäuft.

Das kann kein Zufall sein. Wenn der Publisher jammert, hat man naturgemäß wenig Verständnis, aber vielleicht hören die Fans ja auf die Entwickler selber? Das ist sicher eine abgekartete Sache.

Fakt ist: die Behauptung, dass Gebrauchthandel Schaden verursacht, ist eine faustdicke, dreckige Lüge.
Allein, weil Gebrauchthandel völlig legal ist und war, erscheint der Ausdruck "Schaden" völlig deplatziert. Schließlich handelt es sich hierbei nicht um eine unerlaubte Handlung.
Es ist bereits lange vor Produktlaunch bekannt, dass dieser völlig legale Handel existiert. Gebrauchthandel als völlig überraschendes Marktphänomen nun als Schaden darzustellen, ist doch einfach nur lächerlich. Den gab es schon lagen vor den Videospielen.

Vielleicht sollten die Publisher und Entwickler ihr Produkt einfach so interessant machen, dass man es nicht weiterverkaufen möchte? Vielleicht sollten sie aber auch verstehen, dass nicht jeder Videospieler ein Sammler/Horter ist und alles auch immer behalten möchte, sondern dass Spiele wirklich nur als Zeitvertreib gedacht sind und dann weitergegeben werden, um wieder neue DInge zu erwerben oder anderes zu tun.

Es geht hier um Unterhaltung, die ist manchmal eben schnellebig, und genauso entwickeln sich dann auch die Preise in diesem Geschäftsumfeld, sie werden bei vielen Spielen recht schnell nach unten korrigiert, das ist nicht gerade ein Zeichen hoher Wertigkeit.

Schaden ist in diesem Zusammenhang einfach ein Unwort.

Was kommt als nächstes in der irren Reihe der Anschuldigungen?
Der Bundeswirtschaftsminister warnt: Konsumverzicht ist strafbar.

Weiterhin wird in Zukunft das Recht auf Umsatz und Gewinn im Grundgesetz verankert.

Und ihr Gebrauchtspieler da draußen: Ihr seid das Böse! :D
---------------------

ChaosZero hat folgendes geschrieben:

@suschu


Und genau das ist das Problem. Du denkst nur als Kunde. Er denkt nur Anbieter. Man kann es ihm ja wohl nicht verübeln das er sich aufregt, weil er für seine Dienstleistung kein Geld sieht.

---------------------
Und das ist ein ganz böser Irrtum: der Hersteller/Publisher/Entwickler erbringt mir gegenüber im direkten Verhältnis keine Dienstleistung. Die Entwickler sind bei einem Publisher unter Vertrag und in einem Angestelltenverhältnis. Da haben sie die Kohle, vielleicht werden sie sogar am Verkaufserlös beteiligt!? Aber dort liegt eine Bezahlung vor. Fertig, aus.
Der Publisher verkauft die Waren an die Distribution. Fertig, dann endet sein Mitspracherecht. Er liefert hundert Stück aus und kassiert für hundert Einheiten. So, das war es. Es wird je ein Stück in den Warenverkehr gebracht. Ein einziges, und nur für ein einziges darf kassiert werden, ganz normal.

Alles andere wäre Wucher, da für ein zweites Abkassieren bei Gebrauchtweiterverkauf gar keine Gegenleistung vom Hersteller da ist, der Hersteller hat rechtlich gar kein Verwertungsrecht mehr. Das weitere Verwertungsrecht hat derjenige, der dann das Stück in der Hand hat. Und deswegen beommt derjenige dann auch das Geld beim Neukauf oder Gebrauchtverkauf, weil er die Leistung erbringen kann, denn er kann ein neues oder gebrauchtes Exemplar mit Handbuch und Datenträger und Hülle liefern. Also entweder der (Neu)händler oder der (Gebraucht)händler.
Der Publisher will doch mit mir als Endkunden gar nichts zu tun haben, Endkundengeschäft ist vielen Publishern doch viel zu lästig, da haben die gar nicht das Filialnetz für.
Aber mein Geld will er haben, obwohl er mir gegenüber gar keine Leistung erbringt, er liefert mir doch gar nichts, das macht jemand anders.

Das Nutzungsrecht wurde bereits vorher bezahlt, hier sind die Verpflichtungen bereits erfüllt und nichts mehr offen. Ein zweites Mal von jemand anderem eine Bezahlung verlangen, für die man gar keine Gegenleistung erbringt?
Ich soll eine bereits bezahlte Lizenz nochmal zahlen, obwohl der Hersteller sie mir gar nicht liefert und diese Leistung gar nicht erbringt? Ich glaube, das nennt man (salopp gesprochen) Betrug.

Dieses Wunschkonstrukt hat in riesengroßen Neonlettern "ILLEGAL" und "WUCHER" drüberstehen. Rechtswidrig von vorn bis hinten.
 
@Chaos
Wenn es um dein Geld ginge, so würdest du auch dafür kämpfen.

+ + + + + + + + + + + + + + + + + + +

Falsch, wenn ich als Produzent eine Ware verkaufe, so habe ich nach dem Verkauf keinen Einfluss darauf, was der Käufer dann anschließend damit macht. Laut deiner Aussae, müsste ich dann nämlich als Spieler, dem das Spiel nicht mehr gefällt, den erworbenen Artikel einfach wegwerfen, da ihn ja in deinen Augen kein anderer mehr benutzen darf. Aber wer bitte schön macht denn so etwas?
 
Ach Gottchen, die arme Spielindustrie, die vom bösen Gebrauchtmarkt abgezockt wird. Wenn ich Zeit hab, spend ich etwas Mitleid...

Naja, mal im Ernst, dass es sicher einzelne Personen (wie in jeder anderen Branche auch) gibt, die viel zu wenig verdienen an ihren Leistungen ist wohl nicht von der Hand zu weisen. Nur aufregen gegen den Gebrauchtmarkt tun sich immer nur die "Großen" (Manager/Bosse/Aktionäre/etc...) und bei denen hab ich echt kein Mitleid. Zumal wie schon viele gesagt haben, was ich nur bestätigen kann, haben die Hersteller eines Produktes auf den Weiterverkauf einer Privatperson an wen anderen ÜBERHAUPT kein Mitspracherecht mehr. Wo kämen wir denn dahin? Wenn ein bestimmter Markt meint, er hätte das Monopol an allen Transaktionen, die ablaufen, und dürfte dabei abkassieren, auch wenn er überhaupt nichts dazutut. Reicht da ned, dass wir schon den Staat haben, der das bei seinen Steuern so macht?

Was mich an der Sache nervt, ist, dass soweit ich das mitbekomm, sich NUR die Spieleindustrie über den (wie auch schon gesagt) legalen Gebrauchtmarkt aufregt und wettert als gäbs kein Morgen. Ich hab sowieso ned viel übrig für unser Wirtschaftssystem, mit seinem Extrem-Heuschrecken-Kapitalismus, aber irgendwann kann der Größenwahn der "Wirtschaftstypen" a mal ein Ende finden. Und das is bei mir erreicht, wenn ma anfängt, mich zu kriminalisieren, weil ich mir ein Produkt nicht neu, sondern Second Hand gekauft hab. Mal abgesehen davon, was irgendwie keinem von denen eingeht, was wenn es womöglich Spiele gibt, die nicht mehr im Neuhandel erhältlich sind, und ich es dennoch haben will, weil ich erst jetzt davon erfahren habe. Soll ich dann mal beim Entwickler/Publisher anrufen und sagen: "Hey Jungs, ihr habt da vor nem Jahrzehnt ein Spiel rausgebracht, das ich ganz gern hätt, machts ma doch mal ein Stück davon. Ja? Danke!" Machen die sicher!

Außerdem: Was entgeht ihnen groß beim Gebrauchtmarkt. Is doch derzeit so, dass praktisch alles sobald es einmal neu gekauft wurde, enorm an Wert verliert, find ich zwar auch schon ein Verbrechen, aba so rennt unserer Wirtschaft derzeit leider. Und wenn man als Privatperson etwas aus seinem Besitz verkaufen will, was keine Seltenheit oder Einzelstück ist, sondern Massenware in welcher Art auch immer, kriegt man nur mehr nen Nasenrammel dafür. Und die Hersteller denken echt, dass die "Von-Mir-Käufer" da mitmachen würden, den Preis an mich zu erhöhen, damit da auch ne erneute Abgabe an sie drin is. BUAHAHAHAHA! Die sitzen doch alle genauso auf ihrem Geld, wie die Entwickler selbst!

Na ganz ehrlich: Wenn ich mir das so durchles immer wieder, diese Leute sitzen in ihrem Elfenbeinturm und träumen von warmen Eislutschern im Winter und glauben, dass sich außerhalb ihrer Firma auch alles um sie dreht und auf sie hört. Und solche Typen lenken die Weltwirtschaft, geradezu peinlich...

Und zum Thema Kunst: Ich persönlich denke schon, dass Spiele Kunst sind, mal verallgemeinert. Schlicht deswegen weil sie ein kreatives Gesamtwerk darstellen, wie etwa auch Theater oder Film. Ob nun jedes Spiel künstlerisch WERTVOLL ist, ist Geschmacks- und Interpretationssache. Ich halte auch nicht jedes Bild, Buch, Statue, oder ne Badewanne in nem Museum wo, wer rein geschissen hat für künstlerisch wertvoll. Aber die Definition, was nun Kunst für den Einzelnen ist, ist sowieso jedem selbst überlassen, auch wenn sich Kritiker, Experten etc. gern mal aufspielen.
 
Mr.Beautiful hat folgendes geschrieben:

Wird bald auch aufgezeigt wie viel man durch Abzock-DLC´s verdient? Bei Activision sollte der Umsatz und Gewinn ja bekannt sein.


Sehe ich genauso. Darüber schweigen die sich natürlich aus. Und 10 Millionen € entgehen ihnen?... was für ein sensationeller Schwachsinn.
 
Sunshine_XXL hat folgendes geschrieben:
Und genau diese Mehrheit wird auch dafür verantwortlich sein, dass es den Gebrauchtmarkt in der heutigen Form nicht ewig geben wird und Download-Titel, Downloadcontent, sowie Online- und Offline-Passes die Überhand gewinnen.


Was schlägst du den vor? Soll ich mein Hobby aufgeben und einen Häkel-Kurs besuchen, wo es garantiert keinen Online-Zwang, DLC-Abzocke und Massnahmen gegen den Gebrauchtmarkt von Häkel-Nadeln gibt?

Das Angebot an wirklich guten Spielen ist so klein, dass ich beim Relase eines neuen Krachers sofort zuschlagen muss, wenn ich nicht doch den Häkel-Kurs besuchen möchte.
Bei mir sind im Moment vorbestellt: Skyrim, Saints Row The Third und Rage, GoW 3 kaufe ich dann am Release-Tag im Laden.
Und weisst du was: ich schäme mich nicht deswegen und das Geld reut mich (bisher) nicht. Und gute DLC schätze ich, denn ich hatte in Pitt, mit Broken Steel, den Borderlands-DLC und einigen anderen, die ich nicht als Abzocke einschätzte, gehörigen und recht langen Spass.

Und manche Leute geben nun mal viel Geld für Modellschiffe, Klmaotten, CDs, Ski-Ausrüstung oder Tuning-Zubehör für ihre Karre aus. Und ich gebe Geld für eine schnelle Leitung, neue Spiele und DLC aus. So what?
 
Eins vorweg: Ich habe jetzt nicht alle hier gefühlten 100 Kommentare gelesen, da sind sicherlich wieder einige dabei, denen ich zustimme, und ein paar, denen ich nicht zustimme.

Aber diese, sagen wir einfach mal Heulerei der Entwickler/Publisher, schreit förmlich nach einer neuen Art von Oragnisation, einer Art Mafia :-) -> Gebrauchtspiele in dunklen, abgelegenen Seitenstraßen verticken, wo man unentdeckt von der Gesellschaft Handel betreiben kann, ohne von ihnen verspöttet oder mit Steinen beworfen zu werden, und ohne von den Publishern hoch angesehenen Raubkopierern gesagt zu bekommen: "Ihr Gebrauchtspielkäufer, ihr niveaulosen Penner, ihr Abschaum der Gamer-Gesellschaft!".

Die Zeiten werden rau, sehr rau für unsereiner...
 
ChaosZero hat folgendes geschrieben:

Du musst mir nichts vom Leben erzählen. Ich selber, habe 1 Jahr als Praktikant gearbeitet und wurde nicht bezahlt. Ich habe auch in einer Zeitarbeitfirma für 7€ in der Stunde gearbeitet und wurde fast täglich in einer anderen Firma eingesetzt. Doch gerade deswegen verstehe ich Leute die für ihre Arbeit bezahlt werden wollen.

------------------------------------
Die Bezahlung hat ja bereits stattgefunden im Vorfeld. Hier wurde keine Entwickler vom Kunden um Geld betrogen.
Wenn der Publisher zwei Stück liefert, dann kann er zweimal kassieren. Ganz einfach.

Ich höre VW auch nicht klagen, dass jemand anders als ich mit meinem Wagen fahren kann. Und wenn ich ihn weiter verkaufe, dann hält VW auch nicht die Hand auf und sagt: darin stecken aber unsere Patente und Technik.
Kann sein: aber ich liefere den Gegenstand, daher kassiere ich beim Weiterverkauf. VW liefert kein zweites Auto, daher keine zweite Bezahlung. So einfach ist das.

Und im Endeffekt ist es bei der Downloaddistribution genauso. Da wird auch auf separate Accounts und separate Bezahlungen gepocht. Das Übertragen von Accounts ist doch nur deswegen nicht gerne gesehen oder gar ausgeschlossen, weil man genau weiß, dass man dann nicht ein zweites Mal verdienen kann, weil es eben keine zwei Accounts sind.
 
Ist doch kein Problem, wenn irgendwann keine Spiele mehr entwickelt werden. Dann hat man die Zeit, sich auch mit kreativen Dingen zu beschäftigen ... :)
 
partykiller hat folgendes geschrieben:

Die Bezahlung hat ja bereits stattgefunden im Vorfeld. Hier wurde keine Entwickler vom Kunden um Geld betrogen.

Wenn der Publisher zwei Stück liefert, dann kann er zweimal kassieren. Ganz einfach.


Ich höre VW auch nicht klagen, dass jemand anders als ich mit meinem Wagen fahren kann. Und wenn ich ihn weiter verkaufe, dann hält VW auch nicht die Hand auf und sagt: darin stecken aber unsere Patente und Technik.

Kann sein: aber ich liefere den Gegenstand, daher kassiere ich beim Weiterverkauf. VW liefert kein zweites Auto, daher keine zweite Bezahlung. So einfach ist das.


Und im Endeffekt ist es bei der Downloaddistribution genauso. Da wird auch auf separate Accounts und separate Bezahlungen gepocht. Das Übertragen von Accounts ist doch nur deswegen nicht gerne gesehen oder gar ausgeschlossen, weil man genau weiß, dass man dann nicht ein zweites Mal verdienen kann, weil es eben keine zwei Accounts sind.

-----------------------------

Ich hab bereits geschrieben, dass man die Spieleindustrie schwer mit der Autoindustrie vergleichen kann. Nur weil es die Autoindustrie akzepiert, muss es noch lange nicht die Spieleindustrie. Vorallem dann nicht, wenn die Spieleindustrie nichts am Gebrachmarkt verdient, während es die Autoindustrie macht. VW & Co. verkaufen selbst Gebrachtwagen, genauso wie Ersatzteile, wodurch sie Jahre nach dem Verkauf immernoch am Auto verdienen.

"Wenn der Publisher zwei Stück liefert, dann kann er zweimal kassieren. Ganz einfach."

Wenn mehrere Leute das Spiel spielen, allerdings der Entwickler/Publischer nur von einem das Geld gesehen hat, ist es nicht ganz so einfach. Rechtlich ust es sicherlich ok aber moralisch ist das eine andere Sache, vorallem dann nicht, wenn man den selben genießt wie Neukäufer.

Wieviel der Entwickler verdient ist aber an den Publischer und damit an den Erfolg des Spieles gekoppelt. Wenn bestimmt Ziele erreicht bzw. nicht erreicht werden, fällt es auf die Entwickler zurück. Da weder du noch ich in den Vertrag einblick haben, kann man auch nicht sagen, dass er im Vorfeld bezahlt wurde. Möglicherweise war es eine festgeschriebene Summe, möglicherweise war sie vom Erflog des Spieles abhänig.
 
@Chaos
Ich hab bereits geschrieben, dass man die Spieleindustrie schwer mit der Autoindustrie vergleichen kann. Nur weil es die Autoindustrie akzepiert, muss es noch lange nicht die Spieleindustrie. Vorallem dann nicht, wenn die Spieleindustrie nichts am Gebrachmarkt verdient, während es die Autoindustrie macht. VW & Co. verkaufen selbst Gebrachtwagen, genauso wie Ersatzteile, wodurch sie Jahre nach dem Verkauf immernoch am Auto verdienen.

+ + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + +

Jede Industrie akzeptiert dieses System, selbst die ebenso gebeutelte Musikindustrie. Kann mich nicht erinnern, dass da irgendeiner mal rumgeheult hab, weil so viele CD´s und Schallplatten in Gebrauchtläden verkauft werden. Oder glaubst du die Rolling Stones würden auf die Idee kommen, eine Prämie zu kassieren, wenn eine 40 Jahre alte LP den Besitzer wechselt.

Zu den Ersatzteilen bei PKW´s, sowas gibts doch in der Spielebranche dank DLC und Co auch schon lange.
 
@alpha_omega

Die Musikindustrie hat aber neben den normalen Vertrieb auch noch den digitalen. Das ist etwas was momentan bei der Spieleindustrie nicht akzeptiert wird, siehe PSP Go. Hinzukommen noch Konzerte und diverse nebenbeschäftigungen wie Klamoten, Parfun, usw.

Außerdem ist das Problem der Musikindustrie weniger der Gebrauchtmarkt, sondern Raubkopien. Und das trift Internationale Star weniger hart als Nationale Stars.

Und bezüglich der DLC, sollte man auch betrachten, von wem diese Kritik kommt. In diesem Fall hatte HR lediglich ein DLC und selbst das dürft nicht an COD, Halo und andere großen Namen reichen.
 
offensichtlich hat das Spiel dann 1 mio Käufern nicht gefallen, soll er doch froh sein dass diese das Spiel an nicht so gut betuchte Gamer weiter gegeben hat, so besteht wenigstens die Chance dass diese sich den zweiten Teil kaufen.......
 
ChaosZero @

Der digitale Markt in der Musikbranche war aber im Gegensatz zur Spielindustrie gewollt, daraus resultierten übrigens auch viele illegale Downloads, klar isses bequemer Musik im mp3 Format zu hören, als mit klobigen Discman.

Das die Musikindustrie neben Tonträgern auch auf anderen Merchandise-Schienen fährt ist zwar richtig, aber mal im Ernst, welche Garagenband, die sich grad so das Geld für ne CD-Aufnahme im Studio zusammenkratzten kann, investiert Unmengen in T-Shirts, die sie dann nicht los wird. Genau dort könnte doch die Spieleindustrie ansetzten, schließlich werden dort Millionen für teilweise banale Dinge verschleudert, warum nicht also den Markt erweitern, nein stattdessen jammert man fleißig rum, der böse Gebrauchtmarkt.

Ich meine Fakt bleibt, dass Heavy Rain mit gerade mal 8 Stunden Spielzeit und eher relativ geringen Widerspielwert quasi dazu gebranntmarkt war, einmal kurz durchzuzocken und wieder zu verkaufen oder ggf auszuleihen. Dass sich das Spiel dennoch 2 Mio mal verkauft haben soll, halte ich beachtlich hoch und wenn man mal jetzt den Faden weiter spinnt, so sollte ein möglicher Nachfolger diese Zahl sogar nochmal toppen können. Bei Uncharted und vielen anderen Serien war es ja genauso. Man muss sich halt erst einmal einen Namen machen.

Außerdem solltest du auch berücksichtigen, dass die Spieler, die ihr Spiel wieder verkaufen, dann zumeist diejenigen sind, die sich gleich nach Release wieder ein weiteres kaufen. Wenn der Gebrauchtmarkt nun durch Freischaltcodes etc. geschwächt wird, so werden auch demzufolge weniger Spiele oder dann eben erst nach unzähligen Preisnachlässen verkauft. Denn letzten werden wohl eher die wenigsten, noch mehr Geld in ein ohnehin schon "teures" Hobby stecken.
 
@alpha_omega

Wie kommst du eigentlich auf eine Garagenband? Die Rede war von Rolling Stones. Jede "Garagenband" die eine CD veröffentlichen, hat in der Regel einen Publischer im Rücken, der die CD vermarktet.

Im übrigen vermarktet auch die Spieleindustrie diese "banale Dinge". Allerdings sollte man auch hier bedenken das es auf die Fanbase ankommt. Ein COD hatte wesentlich mehr Erflog HR. Vorallem dann wenn solche Spielen eher Nischenprodukte sind und keine Fortsetzungen haben.

"Außerdem solltest du auch berücksichtigen, dass die Spieler, die ihr Spiel wieder verkaufen, dann zumeist diejenigen sind, die sich gleich nach Release wieder ein weiteres kaufen."

Ich finde das ist eine gewakte These. Klar gibt es solche Meschen. Aber es gibt auch viele, die ausschließlich Gebrachtspiele kaufen weil sie einfach billiger sind. Deswegen wäre es auch nicht verwunderlich, wenn ein Gebrachtspiele mehrmals ge- und verkauft wird. Und gerade bei den solchen Nischenspiele, die kein Einheitsbrei ist, greifen viele zu gebrachten Version, weil sie unsicher sind ob es einen gefällt oder nicht.
 
ChaosZero @
Das mit den Stones war lediglich ein Beispiel für den Gebrauchthandel und wie jede Garagenband mit CD-Contract, hat auch Quantic Dream einen (ziemlich mächtigen) Publisher, nämlich Sony im Rücken.

"Deswegen wäre es auch nicht verwunderlich, wenn ein Gebrachtspiele mehrmals ge- und verkauft wird. "

Das ist auf jeden Fall so, und dafür dass Heavy Rain eben so ungewöhnlich war und kein Mainstream Titel, fand ich 2 Mio. verkaufter Exemplare wirklich extrem viel. Doch es macht eben nicht für jeden einen Sinn, solch ein Spiel nicht wieder zu verkaufen, weil man hat es gesehen, gespielt und verkauft. Die Langzeitmotivation ist quasi null und trotzdem hab ichs mir damals neu gekauft und es steht immer noch im Regal, das mal nur so nebenbei gesagt.

Und trotzdem kann ich jeden verstehen, egal bei welchem Spiel, wenn er es bei Nichtgefallen eben wieder verkauft.
 
@alpha_omega

Die Entwickler habe nichts dagegen wenn man ihr Spiele verkauft, sondern das man sie gebraucht kauft. Ich denke das sollte man schon unterscheiden. Ich habe durchaus verständnis das man die Spiele gebraucht kauft, weil sie zu teuer ist. Allerdings hat der Spieler heute viele Möglichkeiten sein Exemplar billiger kaufen.

Auch wenn Garagenbands einen großen Publisher haben, so werden sie in der Regel pro verkaufte CD bezahlt. Möglicherweise ist es in der Spieleindustrie genauso oder die bekommen eine Bonuszahlung für das erreichen einer Summe.
 
ChaosZero @
@alpha_omega

Die Entwickler habe nichts dagegen wenn man ihr Spiele verkauft, sondern das man sie gebraucht kauft. Ich denke das sollte man schon unterscheiden.

+ + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + +

Hä? Aus dem einen erfolgt doch aber logischerweise das andere, wenn ich mein Spiel gebraucht verkaufe, so muss es doch auch zwangsläufig jemanden geben, der es gebraucht kauft. Die andere Alternative wäre doch höchstens das Spiel gleich in den Müll zu werfen.

Anderes Beispiel, weg von irgendwelchen Großindustrien. Du kaufst dir heute sagen wir ein Schlauchboot, hast ne tolle Zeit damit und merkst dann aber igendwann, dass du es nicht mehr brauchst oder keinen Spaß mehr daran hast. Nach langem hin und her verkaufst du nun das Boot an einen Nachbarn, weil dessen Sohn sich das schon immer gewünscht hat. Interessiert es dich in dem Moment, ob die Entwickler oder auch die Produzenten mit dem Weiterverkauf keinen einzigen Cent mehr Gewinn machen? Nein ! Also warum beschwert sich dann die Videospielindustrie als ziemlich einzige darüber, dass die freie Markwirtschaft so etwas wie den Gebrauchthandel in sich vereinbart?

Oder ich als cleverer Erfinder melde morgen beim Patentamt eine neue Erfindung an, in die ich nen Haufen Kohle investiere, meinetwegen einen besonderen Dosenöffner mit LED Leuchten, keine Ahnung. Wenn den Leuten das Teil gefällt, dann wird es gekauft und gleichzeitig auch behalten, wenn die Leute allerdings sich das Ding kaufen und nach geraumer Zeit feststellen, dass es eigentlich total überflüssig ist und weiterverkaufen, so werde auch ich als Erfinder davon nichts abhaben. Verstehst du worauf ich hinaus möchte?
 
Zurück