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Guillermo del Toro: Spiele übernehmen die Rolle von Filmen

Sie werden die Filme bestenfalls ergänzen.

Bisher gibt es imo kein Spiel, dass auch nur Ansatzweise an die erzählerischen und schaupsielerischen Qualitäten eines Filmes herankommt.

Zumindest nicht an die eines guten Filmes.
 
Naja, lustigerweise war die Erzählweise von den Spielen Max Payne 1 + 2 um Welten besser als die vom Film. Nur um da jetzt mal ein Beispiel reinzuwerfen, denn ich denke, dass es eine Menge Spiele gibt, die vom Erzählstil und handeln der Charaktere so einigen (guten) Filmen in nichts nachstehen.


Meiner Meinung nach werden Spiele niemals Filme verdrängen können. Es wird in naher Zukunft vereinzelt Spiele geben, die von der Inszenierung entweder Wege wie Heavy Rain/Fahrenheit gehen (also ganz viele Quicktime Events, mit Rätseln und verschiedenen Lösungen verschiedene Handlungsstränge begehbar machen) und dabei am Ende genau beim Film rauskommen _oder_ Spiele mit kreativen Implementierungen (auf die noch keiner von uns gekommen ist) von langen Filmsequenzen (quasi Metal Gear Solid, nur mit geschickter eingebetteten tollen Szenen). Inwieweit diese Art von Spielen dann die Filme beeinflussen, lässt sich nicht sagen (weil wir nicht wissen, wie sie aussehen werden), aber ich denke, dass auch hier keine Überschneidung oder Wegdrängung von Spielen und Filmen passiert.

Bei Filmen glaube ich, dass in nächster Zeit noch ein paar kleine interaktive Features ausprobiert werden (sowas wie mit Bonusmaterial. Gucke dir im white rabbit modus den Film Matrix an und drücke die Select-Taste wenn du einen weißen Hasen siehst, um zur jeweiligen Szene mehr oder weniger interessante Infos zu erhalten). Letztenendes wird sich aber auch dabei nichts fest integrieren, denn Filme sind seit ihrer Geburtsstunde etwas, was u.a. beliebt ist, eben weil es nicht interaktiv ist.

Dies ist auch mein Abschlussgrund, warum meinem Denken nach Spiele Filme niemals ersetzen. Es sind einfach zwei Paar Schuhe - Interaktivität konter Passiv den Geschehnissen folgen.

Ich muss del Toro also widersprechen. Das automatisierte Runterlaufen von Geschichten wird auch in Zukunft erhalten bleiben und das ist auch gut so. Manchmal habe ich nämlich einfach keinen Bock, Knöpfe zu drücken und mich einem Gameplay unterzuordnen, um eine Geschichte zu erleben. Manchmal möchte ich einfach, dass mir jemand was vorliest.
 
Ich bevorzuge Spiele, bei denen Spiel und Film eine Symbiose eingehen.

Ansonsten halte ich es aber wie Silverhawk, da ich auch denke, dass hier nichts das jeweils andere ersetzen wird bzw. soll.
Finde allerdings schon, dass es Spiele gab, die storytechnisch Filme schlagen können. Allein schon aufgrund der Tatsache, dass sich aufgrund von Spielerentscheidungen das ganze Spiel ändern kann, wie etwa bei "Mass Effect".
 
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