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Germany for Dummies

P

politicus

Guest
So sind sie, die Amerikaner: Sie wollen immer und überall auf alles vorbereitet sein, damit Sie keinen Culture-Shock (Kulturschock) bekommen.

"Überlebenshandbuch für Deutschland" ("Living and Working in Germany: A Survival Handbook"), "Sitten- und Etikettenführer Deutschland" ("Culture Shock! Germany: A Survival Guide to Customs and Etiquette"), "Insiderführer durch das deutsche Leben" ("When in Germany, Do as the Germans Do. The Clued-In Guide to German Life, Language and Culture") oder "Deutschland für Dumme" ("Germany for Dummies") heißen die Bücher, die zurzeit in den USA reißenden Absatz finden. Amerikanische Fußballfans können sich Rat holen, bevor sie zur WM nach Deutschland fahren. Doch nicht alles, was dort geraten wird, ist wirklich hilfreich. Hier einige der verrückten Überlebenstipps für Amerikaner.

1. Keine Lederhosen?

... werden die Amerikaner mit Erstaunen feststellen, sobald sie das "Überlebenshandbuch Deutschland" lesen. Es passt ihnen offenbar gar nicht, dass wir nicht ständig im Dirndl oder im Trachtenanzug herumlaufen: "Deutsche ziehen sich einfach nicht oft wie Deutsche an", heißt es etwas resignierend im Handbuch.

2. Distanzierte Art

So lautet das Motto der WM zwar "Die Welt zu Gast bei Freunden", doch alle Ratgeber sind sich einig, dass es schwer ist, einen Deutschen zum Freund zu gewinnen. Zwar betonen sie, dass die meisten Deutschen nichts gegen Ausländer haben, aber ihre distanzierte Art mache es nicht gerade leicht, Kontakt herzustellen.

3. Nicht zu viel Freundlichkeit

Alles, was in Amerika zu einer freundlichen Begrüßung gehört - breites Lächeln, zur Schau gestellte Freude, Fragen nach dem Befinden - macht Deutsche eher misstrauisch. "Seien Sie zu Fremden besser nicht übermäßig freundlich", rät Richard Lord, der Verfasser von "Culture Shock". "Die Deutschen werden nur glauben, dass Sie etwas von ihnen wollen oder nicht ganz normal sind." Im besten Fall werde man als "typisch oberflächlicher Amerikaner" abgetan. "Deutsche sind von Natur aus ganz einfach keine sonnigen Frohnaturen."

4. Nicht gegen parkende Autos lehnen

Die Bücher enthalten viele praktische Hinweise, auf die kein normaler Amerikaner - und auch kein normaler Deutscher - kommen würde. Zum Beispiel: "Lehnen Sie sich nie gegen ein fremdes Auto - Autos sind in Deutschland heilig. Vermeiden Sie biologisch nicht abbaubares Verpackungsmaterial. Setzen Sie sich nie mit Badehose in die Sauna. Rufen Sie niemanden zwischen 20.00 und 20.15 Uhr an - dann läuft die Hauptnachrichtensendung im Fernsehen."

5. Bush-Fans haben es schwer

Was sich auch nicht empfiehlt: Positiv über Präsident George W. Bush zu sprechen. "Wenn Sie die derzeitige US-Politik zu entschieden verteidigen, riskieren Sie Streit."

6. Manieren

In Deutschland behält man während des Essens das Messer in der Hand anstatt erst alles klein zu säbeln oder zu zermantschen und dann nur noch die Gabel zu benutzen. "Mit offenem Mund zu kauen oder mit vollem Mund zu sprechen, gilt als unerzogen - genauso wie Kaugummikauen."

7. Sex statt Gewalt

Wer im Hotel oder sonst wo deutsches Fernsehen einschaltet, muss sich auf Nacktszenen gefasst machen. "Die Deutschen sind nicht prüde", sagt der Ratgeberautor Barry Tomalin ("Culture Smart! Germany: A Quick Guide to Culture & Etiquette"), ein Experte für deutsche Unternehmenskultur. "Was sie schockiert, ist nicht Sex, sondern Gewalt. So kommt es, dass Videos, die Sie für harmlos halten, in Deutschland Anstoß erregen können, während Programme, von denen Sie meinen, dass junge Teenager sie sich auf keinen Fall anschauen sollten, in deutschen Haushalten völlig akzeptiert sind."

8. Seien Sie nicht komisch

Und dann noch ein letzter Tipp aus dem "Insiderführer": "Versuchen Sie nie, einen Witz zu erzählen. Überlassen Sie das einem gewissen Harald Schmidt oder Deutschen, die zu viel getrunken haben. Deutsche haben zwar Sinn für Humor, aber mit der amerikanischen Variante hat er nichts zu tun."

Also ich finde die Tipps ja sehr amüsant und teilweise recht bescheuert ...:nut: :bigsmile:
Was sagt ihr dazu? Was fehlt eurer Meinung nach noch eventuell auf der Liste, die ein Ami unbedingt vor der Einreise wissen sollte, um keinen Kultur-Schock zu bekommen? :bigsmile:
 
Der einzig brauchbare Tipp ist, dass man sein Essen nicht schneidet und dann isst, während man die linke Hand im Schoß hält.
Der Rest ist meiner Meinung nach Klischée³, aber egal...
Wir sind doch eh alle unlustige Arbeitsmaschinen, hopp hopp, es gibt viel zu tun! Wir müssen Dirndl in die liquidieren und George W. Bush stricken, oder war es andersrum? *Ahhhhh*

P.S.: Ich bin mir durchaus im Klaren, dass man Dirndl nicht strickt.
 
4. Nicht gegen parkende Autos lehnen

Die Bücher enthalten viele praktische Hinweise, auf die kein normaler Amerikaner - und auch kein normaler Deutscher - kommen würde. Zum Beispiel: "Lehnen Sie sich nie gegen ein fremdes Auto - Autos sind in Deutschland heilig. Vermeiden Sie biologisch nicht abbaubares Verpackungsmaterial. Setzen Sie sich nie mit Badehose in die Sauna. Rufen Sie niemanden zwischen 20.00 und 20.15 Uhr an - dann läuft die Hauptnachrichtensendung im Fernsehen."

Das ist sowas von wahr :D

Genial diese Ratschläge, mir fällt spontan keiner mehr ein, aber ich denk mal drüber nach...
 
Vor allem bei dem Punkt Sex statt Gewalt kann man nur schmunzeln :bigsmile:
 
Bin erstaunt, wie erfolgreich die Amerikaner uns durchschaut haben... und auch unsere Täuschungsmanöver: Wir tragen die Lederhosen eben nicht, weil es nur ein Klischee ist, sondern weil wir uns anders kleiden, als sich Deutsche eben kleiden... :nut:
 
Da fehlt aber noch eine wichtige Frage, deren Antwort bislang unbeantwortet blieb...

Warum bleiben deutsche Fussgänger um 3 Uhr Nachts auf einer leeren Straße an einer roten Ampel stehen?
 
Also ich weiß nich aber ein paar der Sachen erscheinen mir doch ziemlich sinnvoll. Ein Beispiel wäre die Begrüßung, ich kann das nämlich garnich ab wenn da son Ami angestiefelt kommt und dir erstma auf die Schulter klopt um dir dann darzustellen was für ein breit grinsender Spinner er doch is :D.

Vielleicht wäre noch wichtig für den Ami zu wissen das deutsche Ami Bier scheiße finden und an sich ausländische Biere doof sind in Deutschland. Also auf gehorcht, bestellen sie nie ein ausländisches Bier in einer Kneipe oder einem Stadion denn dann werden sie bloß blöde angeglotzt. :)
 
Sehr schönes Thema! Danke für die Interessanten Auszüge.
Ja ich würd mal sagen die Ami's :mosh: einfach.
Wobei natürlich die Frage im raum stehen bleibt, wie realitäts nah ähnliche Bücher über andere " Kulturen " bei uns ausfallen.
Na mir soll es egal sein, was die denken, sollen die herkommen und sich ein eigenes Bild machen, oder glauben was ihnen vorgekaut wird.
Bleibt jedem selbst überlassen
Gruß
 
Auch wichtig: Zwar ist exzessive Gewaltdarstellung in den deutschen Medien nicht gern gesehen, aber dafür geht's in den deutschen Schlachthöfen umso unappetitlicher zu - Man denke nur an all die frei herumlaufenden Rrrrrrrrrrrinderhälften! :D

Alles "Made in Gedärmany"... :D :D :D
 
Ich find die Tipps garnicht so realitätsfremd.
Am besten find ich die Sache mit der distanzierten Art. Ich weiß nicht wies bei euch ist aber bei uns in Franken tut man sich echt schwer mit Fremden.
Und in Städten wie Forchheim wirst du halt echt gelyncht wenn du zu nahe an ein Auto kommst.
Ich schätz wenn der Ami Deutschland sagt, meint er Bayern. Da gibts genug Käffer wo jedes Klischee bedient wird (Trachtenumzug, Kärwa, Betzn raustanzen, Kärwasliedle etc., wer ausm Nachbarkaff kommt wird durchs Dorf gejagt, etc.)
 
Ich glaube, auch in Amerika lehnt man sich nicht an ein fremdes Auto :bigsmile:

Ein wichtiger Tipp für Amerikaner wäre vielleicht noch, dass es nicht an ihnen liegt, wenn die Bedienung bei McDonalds so unfreundlich ist. Die ist nämlich immer so. Generell dürfte es für einen Amerikaner recht schwer sein mit deutschem Dienst- und Service-Personal umzugehen. Die sind da andere Freundlichkeitsattacken gewohnt.

Darum müsste man ihnen unbedingt auch beibringen, dass eine Bedienung in deutschen Restaurants nicht von alleine kommt und fragt ob alles in Ordnung ist. Stattdessen beginnt man schon eine halbe Stunde bevor das Bier leer wird zu winken, in der Hoffnung sie ist mal so gnädig und schaut vorbei...

Ahja, und bei der Autovermietung muss man einem Ami unbedingt beibrigen, dass an der Kreuzung rechts vor links herrscht, und nicht first come, first serve, und eine Fastlane für Carpools haben wir auch nicht, bei uns darf man auch alleine schnell fahren...

:bigsmile: Pitlobster
 
Also wir haben ins unserem Hotel viele Amis, ich find das voll Geil:bigsmile:

Ich begrüße den Gast und dann fängt der auf einmal an über Gott und die Welt zu reden:bigsmile: So als wärst du sein Kumpel und der labert und labert und erzählt dir von seiner Famiele und blah blah:bigsmile: Ich mag das scho dass die so Nett sind ^^

Aber ganz ehrlihc, ich sitze im tiefsten Bayern, aber Leute mit Dirndl laufen hier bei uns nur am Sonntag Mittag im Restaurant als Bedienung rum:bigsmile: mich ausgeschlossen:bigsmile:
 
Wenn die Amis in Deutschland Neonazis sehen, haben sie das Bedürfniss den D-Day nachzuspielen und in den Reichstag einzumarschieren um die Ami Flagge zu hissen :bigsmile:
 
Um drei Uhr in der früh. Erkennt man da überhaut die Farben noch? Also ich nicht mehr :bigsmile:
 
@tea:
Von wegen Herdentier! Stell zehn Deutsche in eine Reihe und es dauert keine zehn Sekunden, bis sich der erste versucht vorzudrängeln. Ich glaube niemand stellt sich disziplinierter an als die Amis...


8) Pitlobster
 
Mir ist es eigentlich völlig piepegal, ich wollte zum Glück nur mal schnell 10 Minuten rumbringen, ansonsten völlige Zeitverschwendung. Beati pauperes spiritu!
 
7. Sex statt Gewalt

Wer im Hotel oder sonst wo deutsches Fernsehen einschaltet, muss sich auf Nacktszenen gefasst machen. "Die Deutschen sind nicht prüde", sagt der Ratgeberautor Barry Tomalin ("Culture Smart! Germany: A Quick Guide to Culture & Etiquette"), ein Experte für deutsche Unternehmenskultur. "Was sie schockiert, ist nicht Sex, sondern Gewalt. So kommt es, dass Videos, die Sie für harmlos halten, in Deutschland Anstoß erregen können, während Programme, von denen Sie meinen, dass junge Teenager sie sich auf keinen Fall anschauen sollten, in deutschen Haushalten völlig akzeptiert sind."

Können 'se mal was lernen, die Amis, was. Poppen statt Pompen, Purschen.

@tea42

In Italien habe ich eine Metzgerei gesehen, in der man Nummern ziehen
musste zwecks Chaosvermeidung.
 
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