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Freies Internetgeld - abseits Banken, Politik und Geldfluss nicht verfolgbar...

G

gyroscope

Guest
Ich finde den Artikel so faszinieren, dass ich mir erlaube, für die Diskussion einen neuen Thread aufzumachen.

Es geht um eine Währung, mit der man im Internet bezahlen kann - eine Art Open-Source Geld, dessen Zahlungsfluss so wenig nachvollziehbar ist wie mit echtem Münzgeld.

Irre Idee, oder? Ein Geld abseits aller Banken, Geldpolitik, benutzbar von Freiheitskämpfern wie Terroristen :bigsmile:

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,765382,00.html

Glaubt ihr, sowas wird Mode und könnte sich durchsetzen? Eine weitere Internetrevolution?

Bin gespannt auf Eure Meinungen.... 8)
 
Das System gibt es schon seit Jahren. Ich sehe mehr Sinn drin, meine Rechenleistung dem MIT zur Verfügung zu stellen.
 
"Die Netzwerk-Währung könne "Regierungen stürzen, Wirtschaftssysteme destabilisieren und unkontrollierte globale Märkte für gestohlene Waren erschaffen".

Also nix Neues, das macht unser "echtes" Geld ja auch schon immer.


"Dass Bitcoins eben errechnet werden und nicht durch irgendwelche Sachwerte gedeckt sind, sei unproblematisch, denn das gelte heute für jede Währung: "Wert ergibt sich nicht aus einer etwaigen Deckung, sondern aus dem Vertrauen, dass das Geld von anderen akzeptiert wird."

Ob nun eine Zentralbank das Geld herzaubert wie sie lustig ist oder es ein Rechner macht, das macht wirklich keinen Unterschied. ...Moment, doch... der Computer verlangt dafür wahrscheinlich keinen Zins wie Zentralbanken, die damit Staaten in ihrer Hand halten und sich von Steuergeldern finanzieren (irgendwie muss der Zins ja bezahlt werden).


"Würde die neue Währung tatsächlich weithin akzeptiert, hätte das unter Umständen gravierende Folgen: Plötzlich könnte Geld rund um den Globus verschoben werden, mit einigen wenigen Mausklicks, und zwar völlig anonym, fast kostenlos und nicht nachverfolgbar. Mit Bitcoins ließen sich natürlich auch illegale Güter und Dienstleistungen bezahlen, für Terrorfinanziers und Terroristen wäre die Krypto-Währung ein Segen, genau wie für Drogenhändler."

Oh nein, hilfe! Terror und Drogen, das gibts ja alles noch gar nicht. Und anonym Geld verschieben...sowas soll gehen? Heute völlig undenkbar. Naja, wenn man von reichen Schweinen mal absieht. So wirklich neu ist das alles nicht. Ok, gewisse Kreise müssen das erst noch unter ihre Kontrolle kriegen aber dann ist es doch (fast) wie jetzt schon, mit unserem "echten" Geld.

"PayPal etwa hat einen Bitcoin-Händler schon ausgesperrt."

Wenn ich mein Essen mit in ein Restaurant nehme, und ihnen damit das Geschäft versaue, werden sie mich auch rausschmeißen. Um "Terroristen" gehts PayPal sicher nicht.

"Strafverfolger und Geheimdienste weltweit dürften sich bald brennend für die neue Währung interessieren.
Gavin Andresen, derzeit Kopf des freiwilligen Bitcoin-Entwicklerteams, verkündete kürzlich in einem Forum, er werde Mitte Juni einen Vortrag bei einer Konferenz im CIA-Hauptquartier halten. Er sage das so offen, so Andresen, weil "so etwas sonst Verschwörungstheorien Vorschub leisten könnte"

Ja, immer diese Verschwörungstheorien. Ich bin nur froh, dass es in der Menschheitsgeschichte nie wirkliche Verschwörungen gab, immer nur Theorien.
Auch glaube ich nicht, dass Geheimdienste und andere Kreise sich auch dieses neue "Geldsystem" sehr gut ansehen und versuchen es zu nutzen.
Jetzt geh ich auf meine bunte wiese, mit meinen flauschigen Häschen und freu mich am knalle blauen Himmel, außer der ist wieder mit weißen Streifen versaut...aber das ist ein anderes Thema.

Fazit:
Geld, in welcher Form auch immer, wird manipuliert bzw zum eigenen Bereichern genutzt. Das liegt im Ursprung des Gedankens "Geld".
 
Open Source Geld find ich super :bigsmile:

Aber generell ist es ja quasi genau das selbe wie das momentane Geld:
Einen Gegenwert gibt es nicht. Es wird virtuell mit Zahlen gehandelt und offline gibt es Papier mit aufgedruckten Zahlen.

Seit dem das Geld keinen messbaren Wert mehr hat, wie z.B. eine Golddublone ist das System eigentlich Sinnlos. Das Geld hat nur den Wert, den wir ihm zugestehen.
90% des Geldes, das ich in meinem Leben besitze hat die Form einer Zahl auf meinem Computer.
 
Ich glaub' auch dass man damit keine Vermögenswerte horten kann wie auf einem Sparbuch oder so, aber als reine Wechselwährung, so von Spammer zu Hacker, für alle die keine Lust haben, dass ihre Geldspuren nachverfolgt werden, könnte es eine Alternative sein.
 
Und schon wurden welche geklaut und der Kurs ist im Keller :devil:
 
Ich habe eh lieber Münzen und Scheine im Geldbeutel und zahle selten mit Karte. Irgendwie hat man dann mehr Bezug zu dem Geld, das man ausgibt.

Außerdem geht mir die zunehmende "Virtualisierung" aller Dinge zunehmend auf den Sack - und zwar gewaltig! Man sollte nicht vor allen neuen Errungenschaften der Technik gleich auf die Knie fallen und diese annehmen...ich glaube, ich werde alt. :bigsmile:
 
Menirules hat folgendes geschrieben:

Seit dem das Geld keinen messbaren Wert mehr hat, wie z.B. eine Golddublone ist das System eigentlich Sinnlos. Das Geld hat nur den Wert, den wir ihm zugestehen.

Ganz nüchtern betrachtet ist das mit Gold aber doch auch nicht anders. Gold hat einen allgemein anerkannten Wert. Gold IST wertvoll, aber warum?
Weil es selten ist, mehr nicht. Praktische Verwendbarkeit hat Gold auch keine. Diamanten z.B. sind durch ihre Härte zumindest bei Bohrern oder so einsetzbar, aber Gold? Das hat auch lediglich den Wert, den wir ihm zugestehn. Der hat sich über Jahre, oder eher Jahrhunderte hinweg etabliert, weil wohlhabende Leute das hübsche Edelmetall schon immer gern als Schmuck oder Verzierung benutzt haben.

Wenn es also in gegenseitigem Einverständnis ist, und eine Sache in ihrer Menge begrenzt ist, dann kann alles einen Wert bekommen. Ob Gold oder Papierscheinchen oder auch Flaschendeckel wie bei Fallout. Davon ist eins nicht weniger real als das andere. =)

PS: Das mit den Bitcoins finde ich sehr interessant. Bin mal gespannt wie sich das in den nächsten Jahren noch entwickelt. Was ich mich nur Frage ist: Wenn bei jedem Bitcoin dessen ganze Geschichte und jeder Transfer mit eingerechnet ist, steigt dann die Datenmenge die berechnet werden muss nicht auch jedes mal an? Nach einigen Jahren hätte man so ja vielleicht enorme Mengen, so dass es unpraktisch wird...? Aber kA, habe eh nicht das Gefühl, das ganze wirklich durchschauen zu können.
 
Gold ist also nutzlos und zu nix zu gebrauchen? Alles klar ;)

Dann schau mal in die Handys, Hifi-Anlagen und alle Geräte die etwas mit Elektronik zu tun haben. Goldschmuck lass ich bewusst weg weil das ist halt wirklich nur ein Statussymbol. Aber in der Industrie ist Gold auf keinen Fall wegzudenken

Geld dagegen.....hmmm.... bin gespannt wanns China zerbröselt und wir dann irgendwann eine einheitliche Weltwährung bekommen.
 
Nocturnal hat folgendes geschrieben:

...bin gespannt wanns China zerbröselt und wir dann irgendwann eine einheitliche Weltwährung bekommen.

Da kannst wohl lang' warten. Die Oberen der Chinesen bauen doch gerade den Rest der Welt für sich selbst als internes Urlaubsressort nach, damit ihre Bürger das Land nicht mehr verlassen müssen :D .
 
Nocturnal hat folgendes geschrieben:
Dann schau mal in die Handys, Hifi-Anlagen und alle Geräte die etwas mit Elektronik zu tun haben. Goldschmuck lass ich bewusst weg weil das ist halt wirklich nur ein Statussymbol. Aber in der Industrie ist Gold auf keinen Fall wegzudenken

Ja, ok. Gold hat sicher auch Verwendungszwecke. Hättest jetzt noch "Goldzähne" mit aufzählen können.
Sind allerdings immer nur sehr kleine Mengen, und vor allem steht der Preis für das Zeug in keinem Verhältnis zur Nützlichkeit.
 
Vielleicht sollten wir eine Siliziumwährung einführen... Oder unverdorbene Atemluft, wie wär's damit?
 
..oder Bildung. Nur wer gute Arbeit leistet darf studieren und sich weiterbilden. Das würde die ganzen Power Point Ingenieure ausrotten :bigsmile:
 
Mersadion hat folgendes geschrieben:

..oder Bildung. Nur wer gute Arbeit leistet darf studieren und sich weiterbilden. Das würde die ganzen Power Point Ingenieure ausrotten :bigsmile:

Keine Chance 8) Mit Powerpoint müssen hier die Kids auf dem Gymnasium schon in der achten Klasse ihre Referate gestalten :praise:

Die sind schon mit 14 Jahren verseucht...
 
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