Ok, ich gestehe, in Sachen Gameplay ist es wirklich nicht die Granate gewesen... Laufe zu dem Gegner, haue drauf, warte bis neue Gegner kommen, haue drauf, etc... ("DA! Die dunkle Brut!")
ABER: Das ist bei fast allen Gameplays ja der Fall...
Was neu und innovativ war, das man dem ganzen eine gehörige tacktische Komponente gab, OHNE in besagtes rundenbasiertes zu verfallen. Die Charaktere hatten alle eine gewisse tiefe und (für mich das wichtigste) es wurde eine glaubhafte Welt erzeugt, in deren Entwicklung man selbst beteiligt war. Das die Level fast immer Schlauchlevel waren, mag sein, aber auch das ist in fast allen Spielen, die ich kenne so (wenn auch meist besser getarnt). Immerhin konnte man die Gebiete freu bereisen (ausser Lothering) und auf diese Art durch Entscheidungen die Welt beinflussen. Mir würde kei Game einfallen, das mir auch nur annähernd soviel Spass gemacht hat in dieser Sparte in den letzten paar Jahren (und wer jetzt Oblivion sagt, wird geschlagen ;-) Fallout lass ich noch zählen, is aber ein gänzlich anderes Setting). Ehrlich gesagt brauch ich kein "sinnloses" "ich suche tausend Pflanzen und verarbeite sie zu Tränken um das Game in die Länge zu ziehen". Da ist es mir doch wichtiger, dass die Charaktere glaubhaft wirken und ich das Gefühl habe, wirklich in einer Welt zu sein und nicht bloß (wie z.B. beim mittelprächtigen Two Worlds wortwörtlich) über diese zu laufen...
PS: Baldurs Gate war natürlich schon unterhaltsam, teilweise aber auch etwas gekünstelt in die Länge gezogen (wie auch die relativ gute Neverwinter Nights Reihe)... Und vom Kämpfen her wars natürlich (wie bereits erwähnt) auch nicht anspruchsvoller ;-) Unter Rückschritt würde ich eher einen Vergleich wie Gothik 3 und Arcania verstehen (was dennoch recht plausabel war)