Die Rollenspiel-Qualität hat abgenommen und es wurde haufenweise liebgewordene Dinge abgespeckt, aber zumindest technisch ist ME3 ein gewaltiger Schub zu ME1. Ich kann es auch nicht ernst nehmen, dass Bioware (wegen EA) zuwenig Zeit hatte, das Ende von ME3 ist ganz einfach ein Versager, aber es wurde nicht zum Versager, weil Zeit fehlte. Es hätte nicht soviel gebraucht, wie man meint, dass man sich als ME1-Spieler von ME3 ernst genommen fühlt. Es fehlt kein halbes Jahr Entwicklungszeit für ein würdiges Ende, nur Talent und Liebe. Zwei, drei Sequenzen mehr, die auf Entscheidungen verweisen oder die Abschiede würdiger inszenieren und kein völlig abwegiger Rotzlöffel von Starchild und das Ende wäre von viel mehr Leuten als genügend empfunden worden. Ich bin zwar nicht unbedingt ein guter Kenner von Bioware, aber ich würde zuerst mal diesen Casey Hudson auf die Strasse stellen und zwar nicht nur weil er das Ende eigenhändig versaut hat, sondern mich auch noch als weinerlichen Fanboy abtut, der nur zu blöd ist zu verstehen, was Kunst ist. Seit diesem Mann muss ich ur noch lachen, vielleicht auch ein bisschen weinen, wenn einer den Begriff "künstlerische Intergrität" verwendet.