Oder ganz andere Theorie: Crytek versucht, die Kosten für die PC-Entwicklung über Tauschbörsen in Kombination mit einer eigenen Abmahnkanzlei wieder reinzubringen.
Das sieht dann so aus, dass Crytek selbst Crysis 2 ins P2P-Netz stellt und zeitgleich eine Log-Firma engagiert, die sämtliche IP-Adressen der Downloader loggt.
Anschließend wird durch eine Anwaltskanzlei per gerichtlichem Bescheid zu jeder IP-Adresse über den Provider die Wohnanschrift des Downloaders ermittelt und an diesen eine Abmahnung mit einer Zahlungsaufforderung von 600-1000 geschickt.
Selbst wenn nur 10% aller Downloader zahlen würden, wären das bei nur 10.000 heruntergeladenen Crysis 2 die gleiche Summe wie bei 200.000 im Laden verkauften Versionen.
Dann noch relativ bald veröffentlichen, dass Crysis 2 in der PC-Version über eine Zwangs-Online-Registrierung verfügt und offziell auch nicht gebraucht wiederverkauft werden darf und schon wird der P2P-Download so richtig attraktiv.
Auch wenn ich in der Regel zum Scherzen neige: Es gibt schon zig Unternehmen, die mit illegalen Downloads mehr verdienen als durch die eigentlichen Ladenverkäufe.
Unterm Strich aber gilt: Crysis 2 verkauft sich plattformübergreifend so gut, dass wir noch jahrelang mit der Crysis-Marke gequält werden dürften. Und wovon man ebenfalls ausgehen kann: Die meisten, die sich über P2P-Netzwerke solche Spiele herunterladen, würden vermutlich auch ohne Verfügbarkeit in Tauschbörsen sich das Spiel nicht im Laden kaufen.
Wer meint, dass durch die P2P-Veröffentlichung eines Crysis 2 dem Publisher oder Entwickler ein großer Schaden entsteht, der arbeitet entweder für die Image-Abteilung des Publishers / Entwicklers oder freut sich generell jeden Abend auf die Märchenstunde ...