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Call of Duty 4: Modern Warfare: Call of Duty4-zu brutal?

jeffsmart

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15.12.2006
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Vor kurzem kam mit Call of Duty 4-Modern warfire ein neuer Top-Action-Titel
auf den Markt.In mehreren Zeitschriften und sendungen wurde dazu die Frage gestellt,ob das Spiel mit der Gewalt nicht ein wenig zu weit ginge.
Einige Beispiele:

1.Als Spezialeinheit auf einem Schiff,tötet man Betrunkene oder erschießt Schlafende.
2.An Board eines Flugzeugs sieht man durch einen Filter Die umgabung unter dir in schwarz-weiß,alles was sich bewegt wird in den Körper-warmen Farben(rot,gelb)angezeigt.du schießt Bomben auf alles was sich bewegt,die gegner fliegen Meter durch die Luft und dein Kamerad gibt noch "witzige" kommentare(wie "da unten liegen nur noch lauter einzelteile")dazu.

Meine Frage:
Findet ihr so übertirebene Gewalt in Spielen gut oder schlecht?

lg jeffsmart
 
das hat ncihts mit übertriebener gewalt zu tun. es ist einfach zum teil zu authentisch bzw. moralisch fragwürdig
 
Denke mal auch das dass nix mit übertriebener Gewalt zu tun hat, sondern einfach nur authentischer beim Spieler ankommen soll. Wer Michael Moore´s Fahrenheit 9/11 gesehen hat, der wird auch wissen warum. Da wurde ebenfalls während eines offenen Gefechtes Witze über die technisch völlig unterentwickelten Iraker gemacht oder als Einheizmusik für den Feuerkampf Songs von der Bloodhoundgang gespielt (The Roof is on Fire, we don´t need not water, let the motherf...er burn). Dass im Krieg nunmal Kommentare fallen, die auf der einen Seite ironisch oder gar zur Unterhaltung beitragen sollen, dient den Soldaten zumeist nur der Ablenkung, nicht an ein Worst Case zu denken. Durch dummes Gequatsche verdrängt man besser den Gedanken jederzeit mit den Tod konfrontiert zu werden. Bestes Bsp dafür sind ja auch die vielen Vietnam Filme und auch Videospielumsetzung, wo man manchmal den Anschein bekommt, Charlie sei des Ami´s bester Freund, solange er in Ketten oder tot vor ohnen liegt.

Und auf Schlafende oder Betrunkene schießen? Naja auf Schlafende hat man schon bei Splinter Cell geschossen. Es macht ja im Endeffekt auch wenig Sinn, sie zu wecken, um sich dann erst recht in Gefahr zu begeben. Sicher mag das grausam aussehen, also auf Wehrlose zu schießen. Aber wir leben nun nicht im wilden Westen, als man sich noch zum Duell auf der Straße verabredet hat. Und wenn man, auch im wahren Leben, die Wahl hat zwischen totsein oder weiter leben, entscheidet man sich zumeist fürs Erstere.

Achja und noch etwas. Das Spiel ist nicht umsonst erst ab 18 ;).
 
Gewalt in Spielen ist nicht grundsätzlich schlecht, wenn sie als Stilmittel eingesetzt wird oder dazu dient, das Geschehen realistischer erscheinen zu lassen. Ich erinnere mich z.B., dass bei "No one lives forever 2" (mit Agentin Cate Archer :p;)in der Hauptrolle) nach Ableben der Gegner anstelle ihrer Leichen Rucksäcke (!) zurückblieben. So einen Schwachsinn gab`s natürlich nur in der deutschen (Cut-)Version. In der ungeschnitten Fassung waren Leichen (und auch Blut) zu sehen. Kriegsspiele wie CoD sollten für meine Begriffe immer "blutig" sein, weil Krieg nun mal so ist. Alles andere wirkt unecht und wird dem Ernst der Sache irgendwie nicht gerecht.
 
Ich denke, dass Call of Duty 4 der heutigen amerikanischen Kriegsführung schon ziemlich nah kommt. Krieg ist nunmal brutal und kann meines Erachtens auch so dargestellt werden. Aber ich mein die beschriebenen Szenen aus CoD4 sind doch nichts gegen z.B The Darkness, wo deine Freundin vor deinen Augen hingerichtet wird, man Selbstmord begeht und dir ins Gesicht gebohrt wird...das sind richtig harte Szenarien - das Stand dann aber nich zur Diskussion, weil´s einfach nicht so der Mega-Seller wie CoD is...
 
Ich denke bei Call of Duty ist das mit dem Gewaltgrad ordentlich gelöst. Wenn man von einem Raketenwerfer getroffen wird wirbelt man halt durch die Luft, das sind die Gesetze der Phsysik. Hört sich hart an, ist aber so :bigsmile:

Naja das man schlafende Personen abschießt kann man damit rechtfertigen, dass es Terroristen sind, außerdem im richtigen Leben geht es wahrscheinlich nicht anders zu z.B. bei den ganzen Spezialkommandos wie S.W.A.T., S.E.K. usw.
 
Es passt zum Spiel von daher ist es nicht zu brutal.

Der Kampf gegen Terror bzw. Krieg ist nun mal kein Zuckerschlecken und beides ist blutig und das wird mit dem Spiel auch vermittelt. Es geht halt darum zu überleben oder zu sterben und da sind nun mal alle Mittel recht. Auch das Ausschalten von schlafenden Gegnern oder Wachen.

Das Spiel ist sehr realistisch und die Gewaltdarstellung unterstützt die Atmosphäre ohne dabei übertrieben oder zu brutal zu wirken, wie es bei manchen andern Shootern der Fall ist.
Gut warum man bei der letzten Mission (nach dem Abspann) zwar die Geisel befreit, aber dann ohne sie aus dem Flugzeug springt, ist wohl ein Fehler im Programm.
 
skorpie hat folgendes geschrieben:

Es passt zum Spiel von daher ist es nicht zu brutal.


Der Kampf gegen Terror bzw. Krieg ist nun mal kein Zuckerschlecken und beides ist blutig und das wird mit dem Spiel auch vermittelt. Es geht halt darum zu überleben oder zu sterben und da sind nun mal alle Mittel recht. Auch das Ausschalten von schlafenden Gegnern oder Wachen.


Das Spiel ist sehr realistisch und die Gewaltdarstellung unterstützt die Atmosphäre ohne dabei übertrieben oder zu brutal zu wirken, wie es bei manchen andern Shootern der Fall ist.

Gut warum man bei der letzten Mission (nach dem Abspann) zwar die Geisel befreit, aber dann ohne sie aus dem Flugzeug springt, ist wohl ein Fehler im Programm.
Das unterschreib ich sofort :bigsmile:
 
Ich glaube die Threadfrage führt ein wenig am eigentlichen Thema vorbei, da "zu brutal ?" als Frage zu breitgefächert ist (ist, analog dazu, GoW nicht auch zu brutal ?).

"Muss/Darf es so ein realistisch brutales (Zusammenhang --> Inszenierung - Realität - Realismus) Spiel wie COD4 geben, sprich: Sollten (Kriegs)spiele mit zunehmendem Realitätsgrad ihren Weg auf die Konsolen finden ?


@skorpie

Wer sich nicht bedankt, wird zurückgelassen. :D
 
Klar, CoD 4 mag schon in Richtung Realismus gehen. Es aber als überrealistisch zu bezeichnen halte ich für ein bisschen zufrieden. Sicher, das Grundsetting mag beängstigend nah an die Realität kommen, das eigentliche Spielgeschehen aber wohl eher weniger. Die Zeit des 100-Soldaten-stürmen-hirnlos-aufeinander-ein-Gef.. ist einfach vorbei. Der Gewaltgrad ist ebenfalls noch erträglich gelöst. Wenn dieser realistisch wäre, würde wahrscheinlich auch vielen die Lust am Spiel vergen.

Was mich viel mehr an den ganzen Kriegsspielen stört, ist einfach das akute Fehlen von Persönlichkeit. Okay, bei CoD4 hat man wieder mal Capt. Price als Sympathie-Figur, aber insgesamt fehlen einfach die Gefühle. Wenn ein Kamerad von einer Kugel getötet wird, nimmt man das als Spieler mit einem Achselzucken hin. Und das finde ich eigentlich deutlich störender.
 
"C.o.D. 4" hat im Vergleich zu den Vorgängern schon auch "gewalttechnisch" einen ganzen Schritt vor gemacht. Zumindest bei Kopfschüssen breitet sich verdammt viel Saft aus. Dennoch geht'snoch recht moderat her - etwa im Vgl. zur "Brothers in Arms"-Reihe.
 
Gut, dass ich diesen Thread hier erst so spät entdeckt habe ( entdecken musste ?!? ).

Eine Bewertung muss aber in diesem Fall sein, da ich selten so kranke, einheitliche Kommentare gelesen habe.

Die größten Bringer fasse ich hier mal eben zusammen :

- Betrunkene oder Schlafende zu erschießen kann man dadurch rechtfertigen, dass sie ja Terroristen sind.

- Durch dummes Gequatsche und "sich drüber lustig machen", wie man Leute tötet, fällt einem die ganze Sache gleich ein ordentliches Stück leichter.

Die Frage nach dem Realismus wird allein durch die Tatsache, dass man als Einzelgänger pro Level ca. 100 Gegner tötet sowieso schon ad absurdum geführt.

Und auch wenn Filme wie Fahrenheit 9/11 gezeigt haben, was für Idioten u.a. bewaffnet in Krisengebieten eingesetzt werden, so wage ich mal zu bezweifeln, dass man als Zocker, in die Rolle eines solchen Idioten schlüpfen will bzw. dies Absicht der Entwickler ist.

Und ich traue es auch dem einen oder anderen Soldaten zu, dass er so etwas wie ein Gewissen besitzt bzw. Bedauern darüber empfindet, wenn er jemanden ( auch zwangsläufig ) tötet.

Und so gesehen gab es für mich in CoD4 durchaus Szenen, bei denen ich mich fragte, ob man das nicht auch hätte anders lösen können ?

Allen voran die Szene, in welcher der eigene Vorgesetzte einen an den Stuhl gefesselten Gefangenen nach dem Verhör per Kopfschuss tötet ( war bei "The Darkness" übrigens ähnlich - hier musste man quasi den mittlerweile wehrlosen Onkel killen. Und bei Halo 3 musste man zusehen, wie der ebenfalls wehrlos gewordene Prophet hingerichtet wurde. Klingt ja fast nach ´nem neuen Trend. )

Logisch - wird so auch im echten Leben passieren ( jedenfalls bezogen auf CoD4 ). Nur bleibt die Frage, ob ich mich in die Rolle des achselzuckend danebenstehenden Zombies zwängen lassen will.

Deswegen abschließend meine Meinung zu diesem Thema :

"Call of Duty 4" ist nicht zu brutal. Es zeigt jedoch Situationen auf, die bestimmt auch anders - besser, humaner - hätten gelöst werden können. Und wenn in einem Spiel "kranke" Dinge möglich sind, so hätte ich persönlich gerne die Entscheidung, diese nicht zuzulassen bzw. darauf zu reagieren.

Sunshine
 
Es ist vollkommen klar, dass die Spiele immer realistischer werden, da die Entwicklung auf dem Grafiksektor eine ungeheure Geschwindigkeit an den Tag legt.

Für mich stellt sich nicht die Frage, ob bestimmte dargestellte Szenen in spielen verboten werden sollten, sondern ob Spiel jedweder Art überhaupt Szenen mit Gewaltinhalten zeigen dürfen ohne zu zeigen, wie negativ solche Erfahrungen sich auf das Gemüt und die Seele von Menschen auswirken können. Es mag vielleicht realistisch sein, aber normal macht man im Leben nicht (viele) solche Erfahrungen. Zumindest unsere Kinder sollten davor entsprechend geschützt werden. Die Frage ist also nicht, ob es realistisch ist -da ist man ja schon ziemlich weit-, sondern ob die dargestellte Gewalt in die durchschnittliche Erfahrungswelt passt.

Wieviele Menschen sind denn Teil einer Spezialeinheit, die gegen den Terror kämpft? Auf jeden Fall nicht so viele Menschen wie die, die sich die (fiktiven) Erlebnisse und Erfahrungen dieser Menschen mit Spielen simulieren. Es ist ja gerade der Reiz, dass man im normalen Leben nicht solche Erfahrungen macht oder machen muss, aber man sollte vielleicht vor dem spielen solcher Titel aufgeklärt werden, inwieweit dieses Spiel Dinge Simuliert, die außerhalb des normalen Erfahrungsbereiches liegen.

Dies ist schwer und eine ganz bestimmt verschwommene Grenze, die politisch festgelegt wird (FSK?!). Ich denke nicht, dass Ego-Shooter Menschen zu Amok-Läufern macht, aber mit solchen spielen kann man sich bestimmt wie einer fühlen, ohne die Konsequenzen (meist der Tod) dafür tragen zu müssen. Leute die sich über die Gewalt in solchen spielen aufregen, die haben halt ein schwaches Gemüt, können sich darunter nichts vorstellen, wenn sie bei simulierten Schusswechseln "Tote" sehen müssen oder denken, dass die Welt ohne Konflikte ist. Man sollte halt nur wissen, dass solche Spiele auf gar keinen Fall gemacht werden, um eine Welt voller Gewalt zu errichten, sondern nur das Leben an einer neuen virtuellen -"virtuell" heißt nicht nur von Computern simuliert- "Front" zeigt. Und es ist nichts neues, wenn man bemerkt, dass Blut und Verderben, Leid und Elend, Aussichtslosigkeit und Machtlosigkeit in bewaffneten Konflikten zu Psychosen und Geisteskrankheit führt. Das war in allen Kriegen so -Nach dem 30-Jährigen Krieg war eine ganze Generation davon geprägt- und wird auch später so sein, sowie auch in den simulierten. Dabei gibt es kein Gut oder Böse, Terrorist oder Bürger, und schon gar kein Wille und Würde. Überleben!! Das ist das Extrem mit dem man konfrontiert wird, ob man es glauben will oder nicht, es ist die Wahrheit, egal ob simuliert, erlebt oder gedacht.

Brutal bleibt immer brutal, nur wie stark simulierte Gewalt, weil ich nicht mehr zwischen Echt und unecht unterscheiden kann, mein Handeln beeinflusst, das bestimme immer noch ich!
 
P.S. man muss "realistisch" differenzieren. Man kan auch Spiele mit perverser Gewalt programmieren -wie wäre es z.B. mit einem Kinderschänder, der seine Opfer quält und sich an dem Leid anderer erfreut?-, die Mordszenen mögen vielleicht auf dem Bildschirm so aussehen, wie bei einem echten Mord, aber wie realistisch ist es, dass man einen Menschen ermordet?

Der Kontext ist wichtig, man kann das nicht einfach vernachlässigen. Natürlich eliminieren Spezialeinheiten Menschen -mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln- doch wie steht die eingestzte Gewalt im Verhältnis zu den damit verbundenen Zielen?

Die Menschen machen einfach nur ihren "Job", weil sie von den Wirtschaftesverhältnissen dazu gezwungen werden ihre Moral zu verlieren, was sich durchaus mit Bemerkungen, die den Gegener entwürdigen, in Konflikten äußert. Man muss seine Moral und damit den Bezug zum töten verdrängen oder vergrößern um nicht nach dem oben genannten Schema verrückt zu werden.

Man wird also auf beiden Seiten der Auseinandersetzung auf Feindbilder treffen, die abstrakt und polarisiert sind, obwohl die realität so nicht ist! Spiele wie CoD 4 übernehemen diese Bilder und kontrollieren damit das denken der Menschen!

"Wer die Bilder in den Köpfen der Massen kontrolliert, der kontrolliert die Massen!" - Man denke dabei nur an die Bilder vom WTC und den damit geschaffenen abstrakten und polarisierenden Feindbildern. Genauso schafft auch der Koran Feindbilder mit der Polarisierung zwischen Gläubig und Ungläubig.
 
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