Spiele sollten möglich realistisch sein, bis hin zu phsikalisch korrektem Spritzen von Blut, denn ich mag es, meine Geschicklichkeit in einem realistischen Umfeld zu messen, aber Zivilisten oder gar Kinder braucht es dazu nicht.
Und wenn ich die Wahl habe, z.B. in einem Rollenspiel wie Fallout 3, dann handle ich immer moralisch einwandfrei. Es war für mich sogar eine richtige Tortur, den Achievments wegen den bösen Pfad zu beschreiten und mich machte das richtig fertig, als ich die Kinder in Daves Republik rennen sehen konnte oder als ich den Tempel der Einheit überfiel. Musste gar zwischendurch eine längere Pause einlegen und habe das nach dem Erreichen des letzten Erfolgs nie mehr gemacht und ich würde auch in einem anderen Spiel nie mehr vegleichbare Entscheidungen nur für Erfolge treffen.
Auf jeden Fall muss man nicht jedes Tabu brechen, um ein gutes Spiel zu entwickeln. Vergewaltigung hat genausowenig eine Berechtigung, wie das erschiessen von Kindern. Okay, es macht eigentlich keinen Unterschied, ob man ein siebenjähriges Kind oder einen 21-jährigen Mann erschiesst, beides ist in der Realität verwerflich, aber die Grenze ist denn doch nicht so willkürlich.
Ich bin privat ein absolut friedlicher Mensch und Notwehr ist für mich die einzige Rechtfertigung von Gewalt. Meine Lieblingsspiel bilden das aber ab, ich stehe nicht auf Ami-Propaganda-Games, sondern auf solche, wo ich als Held die Menschheit retten oder besser gesagt: so handeln könnte, wie ich es in der Situation für moralisch richtig hielte. Und in solchen Situationen ist es moralisch vertretbar, Gegner(ob Frau, Mann oder Monster) zu erschiessen. Aber man soll mich nicht vor die Wahl stellen, ob ich Kinder oder Zivilisten erschiessen möchte, selbst wenn ich es nie tun würde.