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Aktionsbündnis Killerspiele: Zurückhaltende Beteiligung

Ist doch prima. Die Chancen für eine alte Version von Counterstrike ein signiertes Fußballtrikot zu gewinnen steht also bei 24 zu 1.
 
Ich bin auch erleichtert, dass die Aktion daneben ging. Das Szenario in meinem Kopf, in dem ein tobender Mob medienwirksam "Bücher verbrennt" bleibt auch hoffentlich weiterhin mehr Paranoia als Renaissance.

Ich möchte allerdings darum bitten, nicht den gleichen Fehler zu machen, den Killerspielächter so spielerisch durch die Gegend tragen, nämlich das Suchen eines anderen Sündenbocks für vermeintliche Amokläufe (Streng genommen waren die "School Shootings" keine Amokläufe, da sie von den Tätern geplant und zum großen Teil kontrolliert geschehen sind. Ein Amoklauf ist impulsiv und gleicht mehr einem spontanen "Sicherung durchbrennen". Doch das nur am Rande...), seien es Actionfilme oder die Eltern, die ihrer Aufsichtspflicht nicht nachkommen würden.
Der Prozess, der zu solchen Taten führt ist viel zu komplex, um auf einfache Schuldige heruntergebrochen zu werden. Das sollten alle Seiten mitbekommen. Ziel des Ganzen muss es sein, sich einerseits zu fragen, wie die Schoolshootings zustande kommen, ohne die Antwort bereits im Hinterkopf zu haben und andererseits zu verstehen, dass Sündenböcke verhindern, dass man eine nützliche Antwort bekommt. Dass immer wieder Videospiele in den Fokus der Gewalt-Diskussionsspirale geraten, liegt wohl vornehmlich an der relativen Neuheit des Mediums und einem Generationenkonflikt, den man inhaltlich eigentlich marginalisieren kann.
Obwohl: So neu ist das alles auch nicht.

„Im Videospiel „Legende von Zelda“ muss der Held Link die Prinzessin Zelda retten, die von dem bösen Ganon gefangen genommen wurde. Ganon, der das Böse personifiziert, will die Welt mit Dunkel und Terror regieren. Daneben gibt es andere böse Figure, z.B. Wizzrobe, der magische Tränke verwendet, um damit andere zu verhexen. Link kann nur gewinnen, wenn er alle seine Gegner tötet. Für jeden getöteten Feind erhält er ein zusätzliches Leben. Das Spiel läuft auf zwei Schwierigkeitsstufen ab. Die zweite ist wesentlich gewalttätiger als die erste; anstatt nur mit Pfeilen und Schwertern kämpft Link nun mit Bomben.“ (Werner Glogauer, 1991)

Zum Schluss möchte ich trotz allem mein Mitgefühl mit den Angehörigen ausdrücken und hoffe, dass der Schmerz um den Verlust mittelfristig in eine konstruktive Trauerarbeit einmündet.
 
Kommentar bei Youtube:

Das Trikot wurde scheinbar NICHT (!) ausgespielt. Grund dafür ist, dass zwei der eingeworfenen Datenträger von einem Kamerateam mitgebracht wurden, einer von einem Teilnehmer eingeworfen wurde, das Cartridge defekt war (muss im Übrigen gesondert entsorgt werden ) und die übrige Hülle leer war.

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Überrascht das irgendeinen hier? LOL

@Hadez: Das waren keine 2 Dutzend, das waren 4 'Spiele' ;)
 
Tron hat folgendes geschrieben:

zwei dutzend spiele für eine millionen stadt ist ziemlich erbärmlich:-)

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Stuttgart ist keine Millionenstadt ;)
 
Denen würd ich es sogar zutrauen, Spiele extra noch neu im Laden kaufen gegangen, um sie dann symbolisch hineinzuschmeissen.
 
Wenn man Spiele aus allen Religiösen Schrifften der Welt machen würde,dann wären min. 90% davon FSK 18
 
Irrtum, 90 Prozent wären beschlagnahmt, wegen menschenverachtender, rassistischer, sexistischer und sonstwie volksverhetzender Inhalte.
 
Wer von den "Männlichen" veranstaltern dieser aktion als Kind NICHT Cowboy und Indianer gespielt hat, der werfe den ersten Stein.
 
Hehe.. Angeblich waren 2 Spiele davon.. Small Soldiers für den Gameboy Color und PES2004 ;)

Geil ;)
 
Wenn man den Verlinkungen hier in den Kommentaren folgt,wird man herausfinden,das die eingeworfenen Spiele aus Small Soldiers (GB),GTA:SA (PS2),Def Jam Fight for N.Y. (PS2) und irgendeinem uralten PC-Spiel auf nem CD-Rohling bestanden.

Letzteres wurde dem "Bündnis" von der Piratenpartei als Anschauungsmaterial zur Verfügung gestellt,damit sich die Damen und Herren des Bündnisses ein eigenes Bild machen können (was offensichtlich nicht der Fall war,wie auch,wenn keiner weiß,wie man etwas installiert oder gar keinen PC besitzt...).

Lediglich das Gameboy-Spiel ist nicht nachverfolgbar,die anderen kamen vom Bündnis selbst bzw. wird vermutet das die ZDF-Reporter die PS2 Spiele mitbrachten.

Noch Fragen?


Greetz

Cap
 
Freut mich das man sehen kann, wie sinnlos solche Aktionen sind. Jeder Normaldenkende weiß, daß die Amoktaten nicht durch Videospiele oder Filme verursacht werden, sondern es viel tiefgründigere Probleme gibt, mit denen sich die Verantwortlichen nicht beschäftigen wollen, weil sie entweder zu umfangreich oder zu unbequem sind!


So ein Blödsinn. Da wird es sich mal wieder einfach gemacht. Die bösen, bösen Filme und Spiele sind wiedermal alles Schuld, da wird über die wirklichen Ursachen und Probleme solcher Täter wie in Winnenden und Erfurt einfach weggeschaut, nämlich das sie einen Psychoknacks haben, weil sie keine Freunde haben, ihre Familie sich nicht so um sie kümmert, wie es vielleicht richtig ist, das sie leicht an Waffen kommen (Sorgfaltspflicht des Vaters), in Schützenvereinen rumballern und wahrscheinlich der wichtigste Grund, daß sie ganz einfach mit ihrem Leben nicht klarkommen, sei es durch Probleme mit der Schule, Lehrern, Eltern Mobbing usw. Das sind die Kernprobleme solcher verkorksten Typen, nämlich zig Millionen von Nutzern der Medien gewalttätiger, actionorientierter Videospiele und Filme beweisen jeden Tag, besonders hebe ich hier Onlinegames hervor, daß sie normale Menschen sind und nur ihrem Hobby nachgehen, nichts weiter. Es ist eine Art der Unterhaltung, Abschaltung oder Entspannung, die verbohrte Moralapostel natürlich nicht warhaben wollen oder können. Brauchen Sie auch nicht! Aber sie sollen solche Taten nicht vereinfachen und das Verbot für Videospiele, als das Heilmittel anzupreisen, um die oben genannten Probleme in den Griff zu bekommen, denn das ist es nicht. Die wirklichen Probleme werden hingegen ausgeblendet, will mal sagen bagatellisiert, um sich ja nicht um diese Probleme zu kümmern, denn dann müsste sich das soziale Umfeld der Täter fragen, wieso haben wir das nicht erkannt und gehandelt, als noch Zeit war. Muss aber auch sagen, daß es nicht gerade das einfachste ist, das verkorkste Psychogehirn eines Amoktätern zu erkennen. Solche Täter wird es leider immer geben, nur man muss auf sie aufmerksam werden, bevor sie handeln, und das kann eigentlich nur dessen soziales Umfeld.

Der Verbot solcher Filme und Spiele ist auf jedenfall nicht das Heilmittel für solche Taten nachdenen die Betreffenden jetzt suchen, denn das beweisen hunderte Millionen von Menschen, die solche Medien tagtäglich nutzen und ganz gewöhnliche Menschen sind, die ihrer Arbeit nachgehen ein stabiles Umfeld haben und auch sonst nicht mit dem Gesetz in Konflikt kommen. Sonst gäbe es doch nur noch Amokläufer unter uns, oder nicht?

Also die Verfechter solcher Verbotspropaganda vor allem in der Politik und aus dem Umfeld der Opfer und Täter sollten sich mal über solche Sachen Gedanken machen, bevor sie lauthals Verbote fordern und damit jeden volljährigen Bürger mehr oder weniger kriminalisieren. Denn verboten sind solche Spiele für minderjährige schon heute, und Deutschland hat jetzt schon das radikalste Jugendschutzsystem der Welt,und damit stimme ich voll überein, denn in Jugend- und Kinderhände gehören solche Spiele nicht.
Und in anderen Ländern in denen weit weniger radikalere Jugendschutzsystem vorkommen , gibt es auch nicht mehr Amokläufer , oder? Also können solche Medien auch nicht der Grund für solche Taten sein!
 
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