Und weiter gehts:
Hunter S. Thompson
1937 - 2005
Ein Autor und Reporter, der durch die "Erfindung" des "Gonzo Journalismus" und durch seine exzentrischen Bücher bekannt wurde.
Nach einer wenig bemerkenswerten, aber geschäftigen frühen Journalismus-Karriere machte Thompson das erste Mal mit seinem Buch "Hell's Angels: The Strange and Terrible Saga of the Outlaw Motorcycle Gangs" auf sich aufmerksam, dass von seinen Erlebnissen mit den Hells Angels erzählt. Thompson verbrachte ein Jahr mit der berüchtigten Motorrad Gang, bevor diese bemerkte das er Geld aus dieser beziehung schöpft, was darin resultierte das er ziemlich Schlimm verprügelt wurde.
Thompson wandte sich schonmal zuvor dem Hippie Kult zu, und veröffentlichte 1967 "The Hashbury is the Capital of the Hippies", über eben diese Kultur und darüber, wie sie ihre politischen Ziele verlor durch das aufkommen immer mehr "Hippies", die nur für den Drogenkonsum gekommen sind.
1970 beteiligte sich Thompson an der "Freak Power" Bewegung und kandidierte als Sherrif von Aspen, Colorado. Er versprach seinen Wählern unter anderem, Straßen abzuschaffen, Drogen zu legalisieren, Gebäude die den Blick auf die Berge beschränken zu verbieten und Aspen in "Fat City" umzubenennen, um reiche Investoren abzuschrecken.
Er verlor die Wahl knapp, aber immerhin schöpfte er daraus seinen ersten Artikel für den "Rolling Stone".
In der selben Zeit entstand auch "The Kentucky Derby Is Decadent and Depraved", sein erster Artikel im "Gonzo Journalismus" Stil, bei dem der Reporter sich selbst auf manische Weise zur Hauptfigur des Artikels macht.
1972 erschien sein größter Erfolg, sein Buch "Fear and Loathing in Las Vegas: A Savage Journey to the Heart of the American Dream". Das Buch erzählt von seinem drogengefüllten Trip nach Las Vegas, welcher mit einem Expose über die Ermordung von Ruben Salazar begann, aber ihn aufgrund der "bedrückenden Atmosphäre" in LA nach Las Vegas führte, wo er unteranderem über das Mint 400 Motorradrennen und eine Drogenermittler-Messe schrieb.
EIn Jahr darauf schrieb Thompson "Fear and Loathing on the Campaign Trail '72", über den späteren Präsidenten Richard Nixon und seinem Gegner George McGovern.
Später schrieb er nochmal ein Buch im "Gonzo Stil" namens "THe Curse of Lono", befreundete sich mit Bill Murray, der den Autor in "Where the Buffalo Roam" spielte, schrieb einen nie veröffentlichten Roman namens "Polo Is My Life" über den Manager eines Sex Theaters, und verfolgte später die Politischen Kampangen von Bill Clinton und John Kerry.
Im Februar 2005 begang Thompson in seinem Haus in Colorado Selbstmord, in dem er sich selber in den Kopf schoss. Er wurde an seiner Schreibmaschine sitzend gefunden, auf der nur das Wort "counselor" geschrieben war.
Es wird vermutet, dass der Selbstmord ein lange überlegter Akt war, der aufgrund verschiedener schmerzhafter Krankheiten zu Tage kam.
Der Rolling Stone veröffentlichte diese Sätze unter dem Titel "Football Season Is Over", der vermutliche Abschiedbrief Thompsons an seine Frau.
"No More Games. No More Bombs. No More Walking. No More Fun. No More Swimming. 67. That is 17 years past 50. 17 more than I needed or wanted. Boring. I am always bitchy. No Fun for anybody. 67. You are getting Greedy. Act your old age. Relax This won't hurt"