Volition's Jameson Durall: Befürwortet Blocken von Gebrauchtspielen

G

gyroscope

Guest
@Henker

Gebrauchte Spiele wurden IMMER verkauft. Seid 1984 spiele ich Videospiele, und immer gab es sie auch gebraucht zu kaufen.

Warum soll jetzt auf einmal die Spieleindustrie dadurch zum Untergang verurteilt sein? Das ist doch nicht logisch.

Sie wollen GEWINNMAXIMIERUNG. Das ist alles.
 
G

gyroscope

Guest
@Henker

Oder anderes Beispiel: Ich kaufe gerne Spiele von Spiderweb, einem mini-RPG-Entwickler, der vom Verkauf seiner Serien über´s Internet lebt - und das tut er ganz gut, schon seid über einem Jahrzehnt. Und jammert nicht herum, sondern entwickelt für seine kleine, spezielle Zielgruppe. Es geht in allen Grössenordnungen, man muss nur gut sein in dem was man tut.
 

bollamannkopf

Bekanntes Gesicht
Mitglied seit
21.05.2012
Beiträge
2.288
Reaktionspunkte
0
Garfield1980

Das sind (leider) Ausnahmen.
Hier hat man aber bei der Vermarktung gepennt, weshalb die Verkäufe schlecht liefen.
Stimmt die Vermarktung zu einem Top Spiel, steigen auch die Verkäufe.
Es gibt schließlich unzählige Beispiele dazu.


Was den Preisfall angeht denke ich wird es laufen wie gehabt.
Spiele kommen überteuert auf den Markt -> Entwickler warten bis die Verkäufe stark zurückgegangen sind -> Preissenkung -> Verkäufe steigen wieder

Und der Käufer würde, sofern er das Spiel haben will, nicht um einen Kauf herum kommen, da es den Gebrauchtmarkt nicht mehr gäbe.
somit -> noch mehr Gewinn für Entwickler!

Ich glaube aber, dass das ganze nach hinten los gehen kann.
Anfangs mag das noch klappen, aber die Leute haben keinen Geldbaum im Garten. Auch sie haben irgendwann einfach kein Geld mehr und dann liegen die Spiele im Regal und keiner redet mehr über sie.
Durch den Gebrauchtmarkt ist zumindest eine für lange Zeit existierende Community geschaffen, und das Spiel bleibt auch Gesprächsstoff unter den Spielern.

Ich selber bin froh noch den Gebrauchtmarkt zu haben. Ich kann mir nicht gleich immer die neuesten teuren Spiele holen.
Und außerdem sind einige Spiele für lange Zeit noch wirklich teuer und kein Preisfall ist zu bemerken. Da gibt es genügend Fälle. Und gebraucht schießt man die Sachen immer billiger.
Wenn ich nur dran denke.. Zahlreiche Internetseiten gäbe es nicht mehr, weil die vom Gebrauchtmarkt leben.
Insofern wäre das nicht so das förderlichste
 
A

alter sack

Guest
Kein Problem, wird halt die jeweilige Konsole nicht gekauft. Gibt genug Konkurrenz. Notfalls kann man ja Retro zocken. Obwohl ich mir nicht vorstellen kann das es soweit kommt.
 

purchaser

Bekanntes Gesicht
Mitglied seit
28.07.2004
Beiträge
332
Reaktionspunkte
0
Es steht nur eine gewissen Menge an Geld für Spiele zur Verfügung. Deshalb kaufen die Leute ja Gebrauchtgames, oder warten (wie ich) bis der Preis gefallen ist. Was passiert denn, wenn Duralls freudig erwartete Non-Second-Hand-Konsole auf dem Markt kommt - die Leute werden nur noch Geld für die zugkräftigen Titel ausgeben. Kein Wiederverkaufen und vom Geld mal was Neues ausprobiert. Nischenprodukte, kleine Labels, Neueinsteiger bleiben auf der Strecke. Es wird nur noch die großen Studios bei noch größeren Publishern geben und die Vielfalt wird einer gähnenden Eintönigkeit weichen. Und dann, lieber Jameson Durall, möchte ich sehen, wo dein Volition bleibt. Dann, das prophezeie ich dir jetzt schon, wird du erfahren, was es heißt, den Bach runter zu gehen. Viel Spaß dabei!
 

evilsonic

Bekanntes Gesicht
Mitglied seit
16.10.2002
Beiträge
2.656
Reaktionspunkte
0
Wie wenn man Brockenhäuser schliessen und Flohmärkte verbieten würde.
 

HALLofGAME

Bekanntes Gesicht
Mitglied seit
16.01.2002
Beiträge
2.011
Reaktionspunkte
0
Herzzereissend... Gebrauchthandel verletzt also die Gefühle der Entwickler, dicker gehts ja wohl nicht mehr. Wie kommen seit Jahrzehnten Autoren mental damit klar, dass ihre Bücher gebraucht verkauft werden? Sind die Monteure am Band bei Mercedes alle depressiv, weil das gerade gebaute Auto irgendwann mal als Gebrauchtwagen weiterverkauft wird?

Vielleicht sollten sich sollte Leute mal lieber Gedanken machen, wann die "Gefühle" von mir als Käufer verletzt werden. Z.B. wenn mir für teures Geld an sich fehlerhafte Software
 

HALLofGAME

Bekanntes Gesicht
Mitglied seit
16.01.2002
Beiträge
2.011
Reaktionspunkte
0
Fortsetzung: ...verkauft wird, die erst gesund gepatcht werden muss. Und was ist mit meinen Gefühlen, wenn ich etwas kaufe, bei dem sich rausstellt, dass es dann doch nix für mich ist? Kommt bei allen möglichen Sachen mal vor und dann gibt bman es wieder ab. Idioten wie dieser richten mehr Schaden an, als jeder Gebrauchthandel.
 
H

Henker360

Guest
@gyroscope:
ich bin erst 83 geboren, kann also von 84 nich reden, ich spiele erst seit 86...gut möglich das es 84 so war...
beim snes habe ich damals nur am trödelmarkt die gebrauchtspiele entdeckt oder im reviermarkt. einen richtigen "markt" für gebrauchtspiele a la gamestop, games world oder game-express kenne ich erst seit kurz nach einführung des snes und mega drive (ok, gamestop kannte ich da noch nicht und ich war halt noch sehr jung und habe den markt wahrscheinlich einfach nicht gesehen oder gesucht).
warum es dem untergang geweiht sein soll?? rechne aus, wenn der gebrauchtkäufer-markt weiter wächst und mehr leute anfangen gebrauchte spiele zu kaufen als neue (ja, man kann auch ein gebrauchtes spiel ein drittes und viertes mal weiterverkaufen - doof oder??); irgendwann kommen auf 1 neues spiel 2-3 gebrauchte spiele--> entwickler nehmen kein geld mehr ein um neue, kostenaufwendigere bzw. gleichwertige projekte in angriff zu nehmen--> du spielst 5 gegen willi weil es keine neuen spiele gibt!! erkennst du nen logischen zusammenhang??
@gyroscope#spiderweb: kenne ich nicht, glaube um diesen markt geht es hier auch gerade gar nicht...
 

WulfMcQuade

Erfahrener Benutzer
Mitglied seit
17.06.2010
Beiträge
257
Reaktionspunkte
0
@Henker, wirst du etwa von den Entwicklern geschmiert damit du deren Propaganda hier befürwortest.
 

partykiller

Moderator
Mitglied seit
20.08.2004
Beiträge
18.474
Reaktionspunkte
0
@Henker360
Du vergisst dabei ein ganz wesentliches Argument. Der Erstkäufer, der bisher an uns Gebrauchtkauf-Assis seine Sachen immer wieder verscheuern konnte (und damit da fakto für ein Spiel auch nicht 60 EUR, sondern womöglich aufsummiert nur 35 EUR bezahlt hat), der kann einen Wiederverkauf nicht mehr einplanen. Wo bleibt die ganze schöne Kohle, die wir Gebrauchtkäufer dem Markt zur Verfügung stellen, wir halten den Kreislauf doch erst am Laufen?! Wir machen es doch erst möglich, dass die ganzen fleißigen Erstkäufer schnell wieder an Kohle kommen. Ein Erstkäufer zahlt doch im Endeffekt nur grob gesagt 35 EUR pro Spiel, da er im priaten Weiterverkauf sich wieder mit Liquidität eindeckt. Und so ein Preis ist besser zu verkraften als dauernd 50-60.
Was glaubt Ihr denn, wie schnell den fleißigen Erstkäufern die Puste ausgeht, wenn sie merken, dass sie keinen einzigen Cent mehr bekommen und ihre komplette Kohle versenkt ist? Vielleicht konsumieren sie dadurch nur noch die Hälfte, da die Kohe, die sie verdienen, sich eben nicht auf magische Weise verdoppelt oder sonstwie ansteigt?
Und die Gebrauchtkäufer, denen man gerade vor den Koffer geschissen hat, sollen dankbar in die Bresche springen? Wohl Fieber.
Das Gebrauchtkäufervolk wird vielleicht einfach abwarten und erst bei gesunkenem Preis zuschlagen, und dann ist das Ziel der Publisher wieder nicht erreicht.

@extremo
schön nachgeplappert, nur leider völlig daneben.
Da der Gebrauchtverkauf und Gebrauchterwerb von Spielen nicht ilelgal ist und keine unerlaubte Handlung darstellt, wird dadurch auch kein Schaden verursacht.
Wenn der Industrie ein Schaden verursacht würde, dann könnte sie ja auf Ersatz klagen, oder? Warum tut sie es nicht?
Weil keiner entstanden ist, es ist nämlich keine unerlaubte Handung. Hier soll ein Verhalten moralisch illegalisiert werden, was völlig einwandfrei ist.

Ist Euch schon mal aufgefallen, wie abfällig die Industrie sich uns als Kunden gegenüber verhält?
Fairerweise müsste die Industrie drei Gruppen von Kunden, die (scheinbar) nicht für zusätzlichen Umsatz sorgen, auf ihrer Todesliste haben.
1. illegale Kopierer: sie nehmen sich etwas, ohne zu bezahlen
2. Nichtkäufer/Nichtgamer: die haben noch nicht mal begriffen, wie rücksichtslos und bösartig ein Nichtkonsum von Videospielen ist. Wissen die eigentlich, was die mit ihrer Sparerei für einen Flurschaden verursachen? Asivolk! Hmpf.
3. das allerletzte, die Gebrauchtkauf-Zecken: geben ihre Kohle doch tatsächlich nur dem, der ihnen das Spiel überreicht und ihnen die Materialien übereignet, und nicht dem Publisher, der aufgrund seiner Rechte dieses Glücksereignis erst auf irgendeiner abgehobenen Metaebene völlig losgelöst vorher irgendwie möglich gemacht hat. Kein Dankeschön, kein Nichts. Weiß haargenau, wie großartig doch alle Spiele ausnahmslos sind und wartet hinterhältigerweise immer nur auf einen Preis, der ihm passt, hat einfach keinen hohen Suchtdruck und am Releasetag kein feuchtes Höschen oder Schwitzehändchen, ist abgefeimt, ausgebufft und abgeklärt, kann abwarten und ist einfach nicht zu packen. Der Flurschädling und anerkannte Erzschurke und Bossgegner, der böse Endfeind der Spieleindustrie. Der Gebrauchtkäufer, in unheiliger Allianz mit seinem notwendigen Counterpart, dem Gebrauchtverkäufer.
Manchmal liebe ich es, der Bad Guy zu sein.

Mal ehrlich: die Enwickler und Publisher wissen haargenau, dass sie uns da faustdicke Lügen auftischen, das ist mathematischer und analytischer Schwachsinn erster Güte, aber offenbar doch so überzeugend vorgetragen, dass sich bereits einige Gamer ohne gefestigtere Kenntnisse bereits in einem moralischen Dilemma befinden.

Ich höre die Spieleindustrie schon mit Luke Skywalkers Worten sagen: "Komm schon, Gebrauchtgamer, ich spüre Deinen Konflikt, es steckt noch viel Gutes in Dir."
Um mit Lord Vaders Worten zu antworten: "Es gibt keinen Konflikt." *Lichtsäbel zück*
 
H

Henker360

Guest
du hast recht, weil alle erstkäufer ja auch ihre spiele wieder verkaufen...

davon mal ab widersprichst du dir am anfang direkt selbst->"Der Erstkäufer, der bisher an uns Gebrauchtkauf-Assis seine Sachen immer wieder verscheuern konnte, der kann einen Wiederverkauf nicht mehr einplanen.")

ps: ich werde mir diese news nicht weiter anschauen, da ich meine meinung dazu kurzgefasst schon geäüßert habe und eine richtige diskussion sowieso hier den rahmen sprengen würde. davon mal ab fängt es allgemein wieder hier an unsachlich und persönlich zu werden (damit meine ich jetz die gesamte stimmung hier wieder^^)...

ps2: HALBFINAAAAALLEEE, NUR DER BVB !!!!
 
H

Henker360

Guest
sorry partykiller, widersprichst dir nicht, habe mich vertan und habe keinen plan wie ich hier editiere ;))
so, jetz aber tschüss bis zur nächsten hitzigen news ;-)
 
I

Icepin

Guest
Den Gebrauchtmarkt und Raubkopien über einen Kamm zu scheren ist eine Frechheit. klingt fast so, als würde ich mich mit dem Kauf eines bereits benutzten Spiels strafbar machen.

Wenn Spiele an einen Account gekoppelt werden, was meine derzeit einzige logische Erklärung wäre, dann ist XBoxLive für mich wahrscheinlich Geschichte. Es sei denn sie bringen Datenträger, die beschreibbar sind - denn dann kann ein Datenträger auch offline markiert werden. Eine andere Sache wäre, wenn man Spiele nur noch über das Netz beziehen kann. Damit wäre gegeben, dass es Accountgebunden wäre und die Arcadegames funktionieren ja eh schon so, kauft man nicht die Sammlungen.

Bin mal gespannt, wann die Autoindustrie oder der Immobilienmarkt auf ähnliche Ideen kommt, weil sie so viel produzieren, dass der Markt mit teils guten, andererseits aber auch massig miesen Produkten übersättigt wird und man nicht mehr genug damit verdienen kann.
 
P

powerpack

Guest
also die sache mit der illegalen kopien stimmt natürlich, die schädigen die entwickler massiv. aber hier auch plötzlich derart gegen legal erworbene gebrauchtspiele vorzugehen ist eine frechheit sondergleichen.

wenn die entwickler es nicht schaffen, ein spiel so gut zu machen, dass es die käufer auch behalten wollen, um es zB mehrmals zu spielen, sonder es gleich wieder weiterverkaufen, dann sollten sie sich lieber darüber gedanken machen.

seit die umsätze im spielesektor wieder zurückgehen, nimmt das ganze leider formen wie bei der musikbranche an. dort gibt man nämlich auch immer allem anderen die schuld für die vekaufsrückgänge, aber niemals den schlechten produktionen die veröffentlicht werden.

insgesamt ist da einfach bei vielen unternehmen viel zu wenig selbstreflektion vorhanden. anstatt sich zu bemühen und gute spiele zu machen die auch ihre käufer finden, werden wahllos mittelmäßige schinken rausgeworfen und dann regt man sich über die schlechten verkaufszahlen auf......
 

Buffalo Bill

Bekanntes Gesicht
Mitglied seit
25.02.2007
Beiträge
1.580
Reaktionspunkte
0
FALLS es eintreffen und WENN man es dann tatsächlich auf diese Art verwirklichen würde, höre ich mit dem Zocken auf.
Bei so etwas vergeht mir einfach komplett die Lust. Da kann sich die Videospielindustrie einen Blöderen suchen.
 
K

kong

Guest
ich finde diese entwicklung einfach nur traurig in der gaming industrie.
ich hoffe das ist wirklich nur ein gerücht.schuld sind aber nicht nur die publisher/entwickler die gamer tragen auch ein großen teil dazu bei das die entwicklung so ist wie wir sie heute vorfinden.
stellt euch nur mal vor ein autohersteller gibt euch vor wie ihr euer auto zu fahren habt,wie oft ihr tanken dürft am tag und verkaufen lässt sich das auto auch nicht. Selbes in der musik und filme industrie wo cds blurays nur in euren playern laufen. das geschrei wäre groß da sowas keiner freiwillig mitmacht.
gamer sind schoßhunde der geselschaft die bei DRM,accountbindung brav mit dem kopf nicken und sich nicht dagegen wehren.
denn würde keiner dlc überteuerte maps spiele mit securom oder drm kaufen dann würden die publisher merken dlc kauft keiner wir müssen es billiger anbieten oder gratis.
aber der COD mentalist kauft auch alte maps für teures geld deshalb funktioniert das ganze so wunderbar.
ich spiele liebend gern kaufe mir gern gebrauchte spiele aber konsolen neupreis titel für über 50€ ist definitiv zuviel.
dann bleibt nur der umweg spiele aus england zu beziehen oder die pc version
 

dorgard

Bekanntes Gesicht
Mitglied seit
29.11.2002
Beiträge
8.184
Reaktionspunkte
19
In welcher Industrie kann man seine Kunden beleidigen und trotzdem kassieren? Richtig - in der Games-Industrie.

Abartiger Kerl. Aber sowas von auf der schwarzen Liste.
 

Sriker_89

Bekanntes Gesicht
Mitglied seit
02.12.2010
Beiträge
388
Reaktionspunkte
0
Ach was soll man dazu nur sagen, am besten gar nichts^^
Ein Online Pass ist bei den meisten Spielen ja schon Anreiz (Zwang) genug sich ein Spiel neu zu kaufen.
Beim Gamestop hab ich schon gebrauchte Spiele teurer gesehen als bei amazon. GTA Addon kostet bei uns gebraucht im Gamestop 20 euro, bei amazon 17,99 Euro neu^^.
Dann kommt der trottel als mit seiner Gameprotektion für ein Euro, voller Euphorie :D
Für den Laden würd ichs mir wünschen, das sowas eingeführt wird. Ist einfach ein sau laden ;)
Spiele jedoch nicht mehr untereinander Tauschen können find ich genauso scheiße. Mann sollte sollche Gebrauchtwaren Geschäfte Gesetzlich verbieten lassen. Das tauschen und Verkaufen untereinander oder Privat einfach wie gehabt lösen. Online Pass ist doch schon genug.
 
Oben Unten