Um mal für alle Kollegen da draußen im Bereich professioneller Spielejournalismus eine Lanze zu brechen: Niemand, der diesen Beruf tatsächlich professionell ausführt, wird Bestechungsversuche akzeptieren und auch passiver Druck durch die Anzeigenbuchungslage wird keinen Profi dazu bringen, einem schlechten/mittelmäßigen Spiel eine gute Wertung zu geben. Der Einfluss, den PR und Marketing auf Journalisten hat, wird von außen betrachtet total überhöht. Ich möchte sicherlich nicht ausschließen, dass es zu Einfluss kommen kann. Aber in so ziemlich jedem mir bekannten Fall bezieht sich der Versuch der Einflussnahme darauf, übrhaupt über ein Thema zu berichten. Auf den Inhalt darf das nirgendwo Einfluss haben. Bei 99% des (professionellen) deutschen Marktes bin ich mir auch sicher, dass diese Berufsethik eingehalten wird. Marketing und Redaktion arbeiten getrennt voneinander.