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NSA überwachte World of Warcraft und Xbox Live: Snowden-Dokumente enthüllen Bespitzelung von Spielern

Abgesehen davon haben Hacker und die NSA eine ganz andere Zielsetzung.
Während die NSA sich um Prävention von terroristischen Aktivitäten bemüht um der Allgemeinheit zu helfen, sind Hacker (in der Regel) auf einen eigenen Vorteil aus.

Selbstverständlich werden niemals Zahlen dazu veröffentlich werden in wie fern die NSA tatsächlich terroristische Aktivitäten verhindert hat, doch sollte man sich darüber im klaren sein, dass diese Zahl nicht 0% beträgt.
Vor einigen Monaten wurde geschätzt, dass von ca. 1 Mrd. Facebook Accounts ungefähr 100-200 Tausend überprüft wurden, da kann man also davon ausgehen, dass nur bei wirklich dringenden Verdacht sich die NSA einschaltet.

Es geht um unschuldige Menschenleben, die damit geschützt werden können und dafür einen Teil seiner Privatssphäre (wobei ich fest davon ausgehe, dass keiner der hier Anwesenden, jemals ins Fadenkreuz der NSA gerät) aufzugeben, nehme ich unter diesen Umständen in Kauf.

Abgesehen davon ist man von "Regierungsspionage" nicht nur von der NSA gefährdet. Deutschland hat ebenfalls Gesetze die im Verdachtsfall starke Einschnitte in die Privatssphäre genehmigen. So kann der BND ebenfalls unseren Artikel 10 GG (Das Briefgeheimnis sowie das Post- und Fernmeldegeheimnis sind unverletzlich) ebenfalls umgehen (Stichwort G 10 - Gesetz).

Würden wir in einer Utopie leben, würde ich die Aufregung wegen dem "Abhörskandal" (wie ich dieses Wort hasse) verstehen, doch davon ist unsere Gesellschaft meilenweit entfernt.
 
Was für ein Schwachsinn! Als würden sich irgendwelche Terror Einheiten bei Online spielen treffen.



Das ist absolut kein Schwachsinn.
Wenn ich versuche dieses Thema so neutral wie möglich zu sehen, dann ist die Gefahr, das radikale Gruppen sich über Online-Spiele beraten, durchaus gegeben. Ob ich mich nun über Facebook austausche, oder über WoW; der wichtige Unterschied ist, dass ich es über Online-Spiele anonymer machen kann.

Vor ein paar Jahren wurde genau dieses Problem in den Bezug zu "öffentlichen Postfächern" wie GMX, Freenet usw. gebracht: Nimm einen Account, auf den mehrere User / Anhänger einer radikalen Gruppe Zugriff haben und tauscht euch nur über "E-Mail-Vorlagen" aus. So wird nie eine E-Mail versendet, aber Daten können dennoch ausgetauscht werden.
Tricks und Kniffe wie man ein Spionagesystem umgehen kann wird es immer geben. Geheimdienste, Agenten, Spione, Abhörskandale etc. gibt es schließlich nicht erst seit dem Internet und Al Quaida.

Bei einem Thema wie diesem ist es meiner Meinung nach wichtig komplett egoistisch zu handeln und zu denken. Wer sein Leben, jedes Foto, jedes Musikstück, 20.000 "likes" am Tag, seine Hobbies und was weiß ich für Daten im Internet preisgibt (und häufig auch pflegt), der muss sich auch der Gefahr bewusst sein, das mit diesen Daten Missbrauch getrieben werden kann. Wer vorher darüber nicht nachdenkt, der darf sich auch nicht wundern... und vor allem auch nicht schreien und auf andere Leute zeigen.

In diesem Sinne: Soll die NSA mich doch abhören. Sie wird mich mit keiner radikalen Vereinigung oder anderen Straftaten in Verbindung bringen können. - Die (rhetorische) Frage die nun folgt ist doch die Interessante, bzw. das was mich stört: Was macht ein Geheimdienst mit meinen Daten, nachdem er weiß, das ich keine Gefahr bin. ;-)
 
Neben dem Aushorchen von diplomatischen Beziehungen, lässt sich mit dem System leider auch hervorragend Industriespionage betreiben. Letzteres finde ich am bedrohlichsten.
 
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