Steile These im ersten Absatz

Ich habe MK11 kürzlich zum Anlass genommen ein wenig bzgl. der verschiedenen Theorien zu medialer Gewalt zu recherchieren. Schließlich habe ich mal ein Buch über Fighting Games veröffentlicht und es rückwirkend versäumt den Aspekt zu beleuchten.
Schlauer bin ich nicht geworden, da sich zahlreiche Studien und Professionen widersprechen. Bleibt die subjektive Betrachtungsweise. Wenn ich ca. eine Stunde gewalthaltige Medien konsumiere ist das kein Problem. Habe ich aber sonst nichts vor und es werden vielleicht mal 3-4 Stunden, dann tut mir das nicht gut. Ich fange dann an die Stimmung eines Spiels zu übernehmen und den Inhalt ernst zu nehmen. Zu zweit machen auch längere Session Spaß und die Gewalt löst keine negativen Gefühle aus. Online gegen anonyme Spieler macht mich die Kombination aus dargestellter Gewalt und Spielerverhalten rasend. Sowas darf ich mir nicht antun.
Filme finde ich allerdings "schlimmer". Man kann sich dabei in keiner Form ausagieren. Heute merke ich das nicht mehr so, aber ich kann mich erinnern wie ich als Jugendlicher unbedingt raus zum raufen musste oder zumindest irgendwelche Wände und Bäume treten, nachdem ich mir Kram wie Bloodsport reingezogen habe
Allerdings glaube ich auch, dass es sehr Typ-abhängig ist. Ich bin jemand mit hohem Temperament. Mehrere Studien weisen darauf hin, dass mediale Gewalt bei Leuten die weniger reizoffen sind eher positiv stimulierend wirkt.
Boah... Wall Of Text. Sorry. Aber das Thema treibt mich wie gesagt um. Gerade weil selbst extreme Gore-Szenen heutzutage fast Mainstream sind und ich mich frage wie wir in nur 20 Jahren von indizierten Pixeln auf achselzuckend herumfliegende Körperteile gekommen sind. Ich hielt damals das eine nicht für richtig, mittlerweile hinterfrage ich das andere.