Just Cause 2: Ansichten eines Langzeitspielers

Buffalo Bill

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Nach der anfänglichen Faszination, ebbt diese, je länger man spielt, natürlich ab und man kann ein umfangreicheres, klareres, professionelleres Urteil fällen.

Die grafische Darstellung ist nach wie vor toll, aber ich muß doch eingestehen, dass die Schatten sowas von pixelig sind, das es mir jedesmal direkt ins Auge sticht.
Was ich anfangs nicht bemerkte, waren die diversen Bugs. ZB: Fährt sich bei mir die Anzeige für eine einzelne Munitionskiste fest, obwohl diese sich in einem Lager, ca. 2 Km von mir entfernt, befindet. Störend.
Das größte Manko ist aber, die Größe des Spiels. Nicht so sehr die Karte an sich, eher die schier endlose Anzahl an Gebieten und Fundorten für Kisten und Schädel. Es dauert ewig alle zu finden und aufzuklauben (Derbe zeitintensiv!) und es geschieht immer auf diesselbe Art und Weise, so dass es nach 20 Funden schnell anfängt, zu langweilen.
Sämtliche Kisten in einem Gebiet ausfindig zu machen und zu sammeln, zieht sich einfach nur unnötig in die Länge und macht auch nicht wirklich Spaß.
Die Lager/Dörfer variieren nicht wirklich (manche sind auch beinahe zu 100% identisch, vor allem Funkstationen/Außenposten) und es gibt einfach zuviele, so dass auch hier schnell Langeweile, aufgrund der Eintönigkeit/Monotonie, aufkommt.
Anstatt dem derzeitigen DLC, von wegen neuer Waffen und Fahrzeuge, täten hier mehr und vor allem, abwechslungsreichere Missionen, dringend Not.
Die Karte hätte ruhig um die Hälfte reduziert werden können, so wie auch die Fundorte und Gebiete. Somit würde das Spiel nicht wirklich "blenden" und sich selbst, künstlich strecken.

Fazit:
Auch wenn es danach aussieht, als ob ich das Spiel hier, augenscheinlich, zum Teufel jage, muß man bitte beachten, dass das Spiel, auch wenn man keine 100% erreichen möchte, bestimmt genug für 2 Durchgänge bietet. Will heißen: Für (1 Durchgang) ca. 20-30 Stunden Spielzeit, bekommt man durchaus ordentlich Spiel für sein Geld!

Es gäbe sicherlich noch ein paar mehr Punkte, die angeführt werden könnten, aber ich belasse es mal einfach hierbei.

P.S.:
Bin bei ca. 73% und habe absolute keine Motivation mehr, weiterzumachen, obwohl ich die 100% schon gerne erreicht hätte. Man muß einfach viel zu viel Zeit investieren (die geht mir dann bei anderen Spielen ab :) ). Schade.
 

PhilCassidy

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stimme dir zu; habe zwar kein Just Cause 2, aber der erste teil hat mich auch aufgrund der Viel zu großen Insel(n) gelangweilt (nebenmissionen etc. waren auch nicht der hit).
Denke mal, dass Just Cause 2 da im prinzip auch gleich ist, was die größe usw. angeht(...) :knockout:
 

GameFreakSeba

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Erstmal großes Lob für den ausführlichen Beitrag. Dem kann ich überwiegend zu zustimmen, auch wenn ich gerade nur etwas über 10 Stunden Spielzeit aufzuweisen hab. Deswegen ist das Spiel nichts für einen Dauermarathon. Aber ich spiele es alle paar Tage mal für 1-2 Stunden und so macht es mehr Spaß.
 

eddy 92

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Ich bin da eher anderer Meinung. Ich finde Just Cause 2 richtig Klasse. Mir gefällt Panau richtig gut. Die Umgebenungen sind abwchslusgsreich und schick in Szene gesetzt.
Ich habe mittlerweile 11 Stunden gespielt. Mir wurde nicht langweilig. Es hat mir sogar richtig viel Spaß gemacht. Vor allem weil der erste Teil nicht so toll war.

Mein Fazit:
Ich spiele Just Cause 2 richtig gerne. Ja gut, es jetzt nicht das Spiel was man jeden Tag spielen sollte, da sich doch einiges wiederholt und die Gegner sind auch nicht grade die klügsten.
 
TE
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Buffalo Bill

Buffalo Bill

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Mir stecken ca. 65 (!!!) Stunden (1 Durchgang, "nur" 73% des Spiels fertig) in den (Finger)Knochen.
Absolvier erstmal das gleiche Pensum, komm wieder hierher und teile mir dann deine "endgültige" Meinung mit. Nicht böse gemeint, aber ich wäre wirklich daran interessiert.
 

maximus1911

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Also ich hab jetzt mittlerweile so an die 35 Stunden gespielt und noch nicht mal annähernd die Hälfte geschafft - allein schon die Einblendungen dass mir von den 900 Kisten noch gut 600 und ein paar Zerquetschte fehlen lässt mich zweifeln dass ich da auch nur annähernd an 70% bekomme :nut: .......und obwohl mir die @Büffel-Kritikpunkte durchaus nachvollziehbar sind find ichs immer noch nicht langweilig. Ich spiel immer nur so 1-2 Stunden am Stück, mach 3-5 Dörfer, bzw. Militärbasen fertig (sprich 100%) - was je nach Größe und Beschaffenheit der Ansiedlung ganz schön dauern kann - fahr dann noch 2-3 Rennen und mach dann noch 1-2 Hauptmissionen.....und das so immer wieder. ich seh das mehr so als "Up Leveling", so wie das "Planeten scannen" bei "Mass Effect 2" oder einfach das ganz gewöhnliche "Leveln" bei einem Old Shool RPG. Nö, stört mich nicht, auch wenn wie gesagt die Punkte nachvollziehbar sind. Das mit den Schatten beisst mich auch nicht, noch eher dann doch das ab und an auftretende Tearing.....kann man aber auch vernachlässigen. Den "Kisten Bug" hatte ich auch schon, ist aber auch sehr selten und stört nicht unmittelbar das Spielerlebnis.

Am Nervigsten finde ich jetzt am ehesten noch das "Alarmverhalten".... kann doch nicht sein wenn ich versteckt aus dem Wald heraus einen "Propaganda Wagen" anhuste und mir sofort der Alarmlevel auf Stufe 3 hochgeht und 2 Helis mir den Arsch aufreissen, noch dazu verfolgen die mich ohne überhaupt in Sichtkontakt zu sein....muss wohl ein GPS-Peilsender in der Unterbuchse sein :bigsmile: .......
 
TE
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Buffalo Bill

Buffalo Bill

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Vor allem auch das fortwährende "Die Kommunikation der Armee ist jetzt geschwächt." Pustekuchen!
Hab so ziemliche alle Radarstationen, Sendemasten, Satellitenschüsseln, etc. etc. plattgemacht, aber die Armee-hirnis kleben mir nach wie vor wie die Schmeissfliegen (oder auch: maximuse :bigsmile: ) am Hintern. Kaum Alarmstufe 1 erlangt, komm ich aus der Bedrängnis nicht mehr raus, Level 5 ist dann auch gleich erreicht und wenn ich mich nicht schnellstens aus dem Staub mache, werde ich sicherlich die Radieserl von unten betrachten können.

Genau das Gleiche mit den Propagandawagen. "Der Einfluß des Präsidenten auf das Volk ist jetzt geschwächt!" Ja, Herrschaftszeiten noamoi,
der Kack-Präsi hat schon vor 40 Spielstunden das Zeitliche gesegnet!
.
:crazy:
 

GameFreakSeba

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@Buffalo

Hat man denn wenigstens einigermaßen Ruhe alles zu erforschen, wenn man die Hauptmissionen alle absolviert hat ?
 
TE
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Buffalo Bill

Buffalo Bill

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Also "erforschen" kannst du in Ruhe, aber diverse militärische Anlagen und Ölbohrinseln wollen trotzdem noch erobert/zerstört/abgesucht werden und das nicht zu knapp! Dann kannste dich locker auf Alarmstufe 5 einstellen, also Hubschrauberangriffe noch und nöcher und beinahe Endlosangriffe der feindlichen Truppen. Das benötigt Zeit, viel Zeit...

Normale Dörfer (ca. 40% der gelben Punkte auf der Karte) und Schädel bzw. Kisten (die grünen Punkte) kannst du ganz in Ruhe abgrasen.
 

maximus1911

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Ahhh, die grünen Punkte hab ich bis jetzt ja völlig ignoriert......dass das die Schädel und Kisten sind fiel mir noch gar nicht auf - muss aber dazusagen dass ich noch soviele gelbe Punkte offen habe dass das jetzt nicht mal so schlimm ist :bigsmile: . Hat man sogar wieder mal was von so nem ollen Weißwurschtzuzler gelernt, jo mi leckst am Oasch Midl...... :p
 

PixelMurder

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Habe den ersten Durchgang nach 60 Stunden deftig Spass bei 45% schlagartig abgeschlossen, weil ich plötzlich nicht mehr mochte.

Einige Tage später habe ich nochmals begonnen, diesmals systematisch und mit mehr Vorwissen. Allerdings sind die Intervalle immer grösser geworden und nach zwanzig Stunden bin ich seither nicht mehr rein.
Wenn man da für Sofort-Action einsteigt, ein paar Dörfer und eine Basis machen will und zu dritten Mal abkratzt, weil dich fünf Helis gleichzeitig mit Raketen beschiessen, wenn man dann wieder und immer wieder den Händler rufen oder fünf Kilometer fahren muss, wird die Hemmschwelle einfach immer grösser.
Und wenn man für die dritte Kiste abgetaucht ist oder den höchsten Gipfel erklommen hat, muss man schon hartgesottener Kompletionist sein, um sich das anzutun.
Das selbe gilt für die diversen Kisten und das kompletionieren von Ortschaften. Ich habe meinen ersten Durchgang in Panau City abgebrochen, weil es mir irgend wann mal zu blöd war, mich wie Tarzan durch die Häuser zu schwingen.

Klar, die Jungs haben sich wirklich Mühe genommen und die wohl aktuell schönste und grösste Spielwelt für die XBox erstellt. Obwohl alles aus dem Baukasten kommt, haben sie sich doch angestrengt, die Ortschaften nicht zu repetitiv wirken zu lassen. Da kann man handwerklich wohl nichts aussetzen.

Aber eben: es bleibt halt doch repetitiv und vor allem einsam, langweilig und leblos, weil dem Spiel schmerzlich ein Coop fehlt. Es kommt in mir einfach ein Gefühl der Sinnlosigkeit auf, wenn ich mir da mit niemandem Rennen liefern oder gemeinsam Tricks ausdenken kann.

Ich bin überzeugt, dass ich im Coop in dem Spiel schon die doppelt und dreifache Spielzeit abgerissen hätte, aber so geht das einfach nicht.
 
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