Gaming und Alltag: Ist das Spielegeschäft heutzutage zu "schnell"?

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morrowind

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Ahoi,

anlässlich des kommenden Herbstes, in dem wieder einmal unfassbar viele, qualitativ hoochwertige Videospiele auf den Markt kommen werden, wollte ich mal meine Gedanken hierzu zum besten geben, sofern sie denn irgendjemanden interessieren^^


Also ich persönlich empfinde es als extrem schade, dass das Videospielgeschäft zu schnell geworden ist. Schnell bedeutet für mich, dass in immer kürzeren Abständen immer bessere und immer mehr Spiele erscheinen. Vergleicht man den qualitativen Durchschnitt dieser Konsolengeneration mit dem der letzten, komm ich zu dem Schluss dass es in der Current Gen deutlich mehr herausragende Spiele gibt. Richtig krasse Enttäuschungen gibt es in Grunde genommen selten. Stattdessen besitzt jeder großer Publisher die Rechte an mehreren großen Serien, die gnadenlos, aber - und das ist der entscheidende punkt - extrem clever und hochwertig ausgeschlachtet werden.

Egal ob CoD, Assassins Creed, Halo, Mass Effect etc., mindestens alle zwei Jahre kommen Spiele zu einer Serie auf dem Markt, wenn nicht sogar öfter. Hinzu kommen zahlreiche Sportspiele uvm. Wer soll das denn alles spielen?

Um konkret zu werden: In diesem Herbst wäre ich theoretisch an Deus Ex 3, Halo Anniversary, Gears 3, Batman, Witcher 2, Dark Souls, Skyrim, CoD MW3 interessiert! Dabei beschränke ich mich sowieso nur auf die xbox, dabei kommen für die ps3 ebenfalls herausragende Exclusives und Serien wie Battlefield und AC werden gezwungen ignoriert!

Da frage ich mich: Wer soll das alles bezahlen und vor allem Spielen? Ich bin nun mal ein leidenschaftlicher Gamer, wenn ich so nen geilen Trailer sehe entfacht jedes Mal das MUSSICHHABEN Gefühl! Dabei besitze ich eine Freundin, viele Kumpels, mache 4mal die Woche Sport, in den Sommerphasen noch öfter und studiere nebenbei. Wie soll man diese Masse an Games mit einem solche Leben vereinbaren? :knockout: Wie macht ihr das?


Zudem muss man sagen dass die Publisher alles erdenkliche dafür tun, Spiele aktuell zu halten: Durch DLCs Updates etc wird ein Spiel immer aktuell gehalten. Wer bei Shootern auf dem MP verzichtet bekommt ja quasi nur die Hälfte des Spiels mit?

Der Punkt ist: Wie so oft im Leben würde ich mir einfach weniger Tempo wünschen. Beschränkt ihr euch auf Genres, oder den SP oder sonst iwas?

Greez morro
 

jayjay1989

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Offenbar hast du ja nicht mal die Zeit deine Sig zu aktualisieren^^

Ich hole mir 90% der Spiele gebraucht und zocke sie, wenn ich dann Zeit habe, also z.B. in den Semesterferien oder an einem ruhige Abend.
 

TommyKaira

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jayjay1989 hat folgendes geschrieben:

Ich hole mir 90% der Spiele gebraucht und zocke sie, wenn ich dann Zeit habe, also z.B. in den Semesterferien oder an einem ruhige Abend.
------------------
Ebenso. Dank Onlinepass, DLC etc. kaufe ich Spiele eh fast nur noch gebraucht und dann ist mir der Release der jeweiligen Titel natürlich relativ egal und ich hole sie mir dann, wenn ich sie zu einem guten Preis gebraucht bekomme. Schont auch unheimlich den angesprochenen Geldbeutel;).

Meine Liste an Spielen, die ich für die jeweiligen Systeme möchte, wird natürlich mit den neuen Veröffentlichungen länger und länger, aber das stört ja nicht. Im Gegenteil.

Wenn früher oder später reine Download-Konsolen auf den Markt kommen, hat man ohnehin mehr als genug für die entgangenen Spiele und irgendwann ist man womöglich über jedes Spiel froh;).
 

banani

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ich kaufe mir meine spiele eigentlich nur noch gebraucht, weil ich die 60 euro schon lange nichtmehr einsehe.
die letzten spiele, die ich mir zum release gekauft habe, waren gears of war 2 und black ops.

bei mir ist die situation ähnlich wie bei dir mit studieren + freundin + nebenjob + freizeit (nicht zocken ^^)

gears of war 3 ist schon vorbestellt und das wärs dann auch erstmal für den herbst... hoffe ich mal xD
der rest wird wie gesagt nach ein paar wochen/monaten gebraucht gekauft :D
 

Thoben

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Gaming ist kein Teil meines Alltags mehr, seit ich aus der Schule raus bin. Ich verfolge zwar Gaming News täglich, aber das Zocken an sich kommt bei mir in Schüben.

Soll heissen im Urlaub, wenn ich nicht wegfahre, werden 1-2 Games angeschafft und durchgezockt. Das sind dann meistens auch die Jahresblockbuster. Dieses Jahr war es Portal 2 (PC) und L.A. Noire (XBox360). In den Weihnachtsferien wird wohl auch wieder was gezockt. Ist aber noch unklar welches...

Zeit zum Zocken hat wohl jeder irgendwie. Die Frage ist nur, ob man sie sich nimmt ;)
 

Miew

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Das ist dann wohl die Qual der Wahl.
Angenommen es kämen weniger Spiele raus, hätte man vielleicht nicht das Gefühl so viel zu verpassen, aber andererseits ist das auch ein Gefühl, das man sich selbst einredet.
Man muss die Spiele ja nicht sofort bei Release spielen. Im Gegenteil, nach ein paar Monaten werden sie meist sehr viel günstiger.
Wenn man sich selbst den Druck macht und meint, alles sofort kaufen und spielen zu müssen das einen interessiert, dann ist man eben auch selbst dran schuld wenn so eine Hektik aufkommt.
Dann muss man eben priorisieren, und wenn man den einen oder anderen Titel dann im Laufe der Zeit vergisst, dann war das Interesse wohl doch eh nicht so groß. =)

Neben Spielen gibt es ja auch noch tausend andere Konsumgüter an denen man eigentlich Interesse hätte, aber die ganzen Filme, Serien, Bücher, CDs usw. kann ja kein Mensch alle konsumieren.
 

Socke

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Da ich kaum Shooter spiele reduziert sich die Auswahl für mich schonmal um geschätzte 50%.
Ich mag Action-Adventures und da kommen auf Konsole im Jahr vielleicht...das letzte was mir einfällt war Majin.
Dann noch J-RPGs (rundenbasiert)...das letzte müsste LastRemnant gewesen sein.
Rennspiele (Semi-Sim) Forza und GT, kommen alle paar Jahre mal.
Jump and Runs...Sonic Colour, da wird man auch nicht gerade überflutet mit.

Es kommt sehr darauf an was man mag.
Gerade bei (J-)RPGs kommen eher weniger, als mehr, gute Titel in dieser Generation.
 
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gyroscope

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Don't believe the hype!

Mehr Spiele zu besitzen bedeutet nicht, dass Du automatisch mehr Spass hast.


Im Gegenteil - wenn man sich jedes mal beim einschalten der Konsole entscheiden muss, was man einlegt, und ein schlechtes Gewissen hat, schon wieder ein Spiel nicht beendet zu haben, und schon ein neues kauft - dass ist Stress.

Ich beschränke mich im Jahr auf die vier Spiele, die mich am meisten interessieren - dazu muss man auch seinen Geschmack sehr gut kennen.

Die vier Games spiele ich gemütlich, mit Genuss, ohne Zeitdruck - und bin seitdem wieder ein glücklicher, entspannter Gamer.

Dein Thread Morrowind hat mich erinntert einen alten Artikel von mir online zu stellen: http://www.gamezone.de/forum/topic_view.asp?fid=21&tid=91694&gid= - der schlägt in die gleiche Kerbe :)
 

Garfield1980

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Das erste Halbjahr hatte ich kein Problem damit, dass zuviele gute Spiele in zu kurzer Zeit erschienen sind, die mich interessierten. Eher das Gegenteil war der Fall. Ich habe mir (bisher) gerade mal 3 Spiele gekauft, die im ersten Halbjahr erschienen sind.

Das zweite Halbjahr sieht zwar mit Spielen wie Batman: Arkham City, Deus Ex: Human Revolution, Dead Island, The Elder Scrolls 5: Skyrim, Gears of War 3, Uncharted 3, Rage, Silent Hill Downpour, und Dark Souls auf den ersten Blick ziemlich voll aus, doch muss man sich nicht alle Spiele gleich zum Release kaufen.

Während ich bei einigen gleich zuschlage, werde ich bei anderen warten bis diese im Preis fallen. Bis dahin werde ich dann auch wieder die Zeit dafür haben um diese zu spielen, da es nach wie vor im Jahr längere Zeitabstände gibt, in denen für mich kein interessantes/gutes Spiel erscheint.
 

Schwags

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Normalerweise kaufe ich alle Spiele die mich einigermaßen interessieren direkt zum Release. Mittlerweile haben sich dieses Jahr auch schon Spiele angestaut die ich kaum bis gar nicht gespielt habe . Infamous 2 , Duke , Red Faction . Alle da aber kaum angespielt. Aber kommt noch :-)

Zeitlich ist es alles weniger geworden in den letzten Jahren . Mit Frau , Kind und immer mehr Beruflicher Einspannung bleibt nur noch der spätere Abend um mal ne Runde zu zocken .

Es ist für mich aber immer nen guter Ausgleich nach nem anstrengenden Tag . :sun:

Mein Zweites Halbjahr wird auch wieder interessant . Fifa 12 , PES12 , Nba2k12 , Batman , Forza 4 , Gears 3 usw . :p
 
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gyroscope

Guest
Schwags2000 hat folgendes geschrieben:
Zeitlich ist es alles weniger geworden in den letzten Jahren . Mit Frau , Kind und immer mehr Beruflicher Einspannung bleibt nur noch der spätere Abend um mal ne Runde zu zocken .

Ausser man ist zu müde - gestern bei BF:BC2 habe ich es dann um 21:00 Uhr nach dem zehnten kill einsehen müssen, dass ich besser schlafen gehe - das ärgert mich dann ausgesprochen sehr :bigsmile:
 

Schwags

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Ja sowas kannte ich früher gar nicht . Früher schlafen gehen :-)

Jetzt ertappe ich mich aber auch dabei Gyro :bigsmile:
 

schwarzer

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Viele der Spiele die ich habe habe ich nicht zum normalen Vollpreis gekauft . Bioshock 2 für 19 € , oder Forza 3 für 15 € . The orange Box für 19 € . Alle original verpackt im Geschäft . Zum Beispiel Media Markt . Aber auch gebraucht . Dabei achte ich sehr auf den Zustand des Datenträgers . Wenn man ein Spiel auspackt ist es sowieso sofort gebraucht . 69 € für ein Spiel ist mir eindeutig zu teuer .
 

Silverhawk

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Ich finde eigentlich nicht, dass heutzutage mehr qualitative Spiele erscheinen als früher.

Eher im Gegenteil.

Das einzige was sich bei mir geändert hat, ist die Zeit, die ich zum spielen habe.

Als Schüler oder auch Student habe ich recht viel Zeit vor der Konsole verbracht.
Jetzt mit der Arbeit ist es halt weniger Zeit geworden.

Tatsächlich kaufe ich mir aber nicht zwingend weniger Spiele als früher.
Oder so gesagt:
Meine Einkäufe haben sich meiner Zeit nicht angepasst.

Komischerweise spiele ich aber heute mehr Spiele durch als früher.
Was auch daran liegen mag, dass viele Spiele heute weniger Umfang haben als früher und leichter geworden sind.
Und natürlich ist man selbst auch besser geworden, was es wiederum einfacher macht Spiele durchzuspielen.

Ich muss mich also nicht zwingend irgendwo einschränken.
Würde mal sagen, dass ich mir im Jahr 10-20 Spiele kaufe, gebraucht und neu.
Je nachdem spiele ich in der Woche 2-15 Stunden.
Letzteres aber auch nur wenn mich ein Spiel komplett fesselt.
Kommt aber heute eher selten vor.

Die letzten Umfangreichen Spiele die das geschafft haben waren Mass Effect 2 und Dragon Age; Origins.

Dazwischen gab es natürlich auch ein paar andere, aber die hatten halt weniger Umfang.
Shooter zum Beispiel.

Also summa summarum habe ich heute wenigr Zeit zum spielen, kaufe mir aber ähnliche viele Spiele wie früher, spiele mehr Spiele durch als früher, verbringe weniger Zeit mit spielen als früher und finde, dass es heute eher weniger gute Spiele gibt als früher :D

Vielleicht hat meine Faszination für das Hobby aber auch nur ein wenig nachgelassen. ;)
 

Blanca

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Das Gefühl, dass die ganze Videospielindustrie ein einziger Dauersprint geworden ist, hatte ich früher auch. Eine Veröffentlichung jagt die nächste, man weiß kaum noch, was man zuerst kaufen und zocken soll. Man fühlt sich gehetzt und kann das Spielen eines Titels kaum noch genießen, weil man in Gedanken schon beim Nächsten ist und die vielen ungespielten Titel im Regal einen immer hämischer angrinsen... :) Mittlerweile habe ich diesen "Kauf-zum-Release-Zwang" bei mir erfolgreich unterdrückt, sehe die ganze Sache relativ entspannt und hole mir kaum noch Titel zum Release. Spiele werden ja nicht schlechter, nur weil man sie später kauft und spielt. Und seien wir mal ehrlich: wer hat soviel Zeit um ununterbrochen zu zocken, nur damit man auch ja alles gespielt hat, was in einem Jahr veröffentlicht wird?!? Da artet die ganze Zockerei in puren Stress aus und eigentlich spielt man doch um abzuschalten und Spass beim Daddeln zu haben. Pöh- ich mach' das nicht mehr mit! :praise: Ich zocke nur noch, worauf ich gerade am meisten Lust habe (ob Retro oder aktuelle Games) und nehme mir auch Zeit für einen Titel. Das Gefühl, ein Spiel intensiv gezockt zu haben ist schöner, als drei Titel "hingerotzt" zu haben!

@ gyroscope: der "Zen des Gaming"- Artikel ist spitze!!! "Gamesburnout"- das trifft den Nagel auf den Kopf! :bigsmile:
 

Marco A

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Also ich finde absolut nicht das in immer kürzeren Abständen immer bessere Games erscheinen.
Im aktuellen Jahr habe ich mir noch keine Neuerscheinung zugelegt. Der ein oder andere DLC oder auch mal ein Arcade-Game war zwar dabei, aber sonst finde ich das aktuelle Games-Jahr recht öde...

Was das Spieleangebot angeht finde ich die Entwicklung eher erschreckend. Viele Games sind meiner Meinung nach viel zu überhypt oder versinken auch in Belanglosigkeit; sind einfach "auf Nummer sicher" programmiert worden.

Red Dead Redemption oder auch L. A. Noire sind beispielsweise zweit Titel die die dicken Loorbeeren die sie bekommen haben garnicht verdienen. - Auch wenn ich beide Titel definitiv nicht als misslungen ansehe.

Dazu muss ich schreiben, dass mein Anspruch an ein Videospiel im Grunde aber auch relativ hoch ist. Vielleicht hat mich deshalb Red Dead Redemption auch eher an ein GTA-Klon erinnert und L. A. Noire in meinen Augen auch eher ein ödes Rumgegurke von einem Szenario zum nächsten war.
Vielleicht kommt mein hoher Anspruch an die lange Zeit, die ich schon als Gamer verbringe, ich weiß es nicht. - Aber durch diesen hohen Anspruch lege ich mir automatisch nicht jedes Game zu.

Dennoch verbringe ich sehr viel Zeit vor meinen Konsolen. Ganz einfach weil es mein Hobby ist.
Bei mir scheint es also eher Umgekehrt zu dir zu sein, morrorwind: Zu viel "Gaming-Zeit" und zu wenig gute Titel.

Und somit finde ich immer mal wieder (aktuell auch) Zeit etwas ältere (geniale) Titel wie zum Beispiel Alan Wake oder auch Tomb Raider Anniversary "nachzuspielen".


In diesem Sinne: Es gibt auch heute noch definitiv gute, geniale, herausragende Games, keine Frage. Aber die Szene kann beim besten willen nicht verleugnen, dass auch immer mehr "Low-Budget-Billig"-Mist in die Regale der Shops geräumt wird. - Die Gründe dafür können wir ja dann in einem anderen Thread erörtern. ;)
 
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