Sieht ja ganz unterhaltsam aus - hat was von "Binary Domain meets Vanquish" - aber die im aktuellen Gametrailers-Feature angerissene Story erzeugt mal wieder Brechreiz. "Emotional tiefgründige Charaktere", my ass.
Einen Rat von mir an alle Entwickler von Actionspielen mit Fokus auf Action: Wenn ihr keine g'scheite Handlung schreiben könnt, lasst es einfach sein und tut nicht so, als ob. Hört endlich auf, euch einzureden, eure Spiele bräuchten ein gottverdammtes "menschliches Element" oder würden dadurch womöglich noch aufgewertet. Das gilt vor allem auch für die Bösewichtfraktion. Scheiß auf Gesichter! Es gibt nichts Lächerlicheres, als den zigtausendsten russischen Popel-General oder abtrünnigen Wissenschaftler, der wilde Reden schwingend den ultimativen Endkampf ankündigt und sich dann in seinen gepimpten Kampfroboter Marke "Ultra-Fleischklopfer 08/15" schwingt. Quake II kommt aus einer Zeit, wo Shooter noch zum Großteil aus narrationsfreiem, durchgehend mit Synth-Rock-Gewummer unterlegtem, ehrlichem Dauergemetzel bestanden. Und das Spiel kam hervorragend ohne stupides Geschwätz aus. Das Intro sagt: Mach den Makron platt. Und das tut man. Bis zum Schluss hat man keinen Schimmer, wer oder was dieses Scheiß-"Makron" überhaupt sein soll, und dann tritt das Viech in Form eines fetten, laserspuckenden Mechs auf den Plan und liefert ein dickes Feuergefecht, und gut is. Keine Vorankündigungen, keine Cutscenes mit hirnverbrannten Dialogen, keine hilflosen Erklärungsversuche - und das ist das Wichtigste: Wenn ich einen so offensichtlichen Waffenporno wie FUSE zocke, dann will ich Blei, Blut und blöde Sprüche, nichts weiter. Also hört auf, eurem Geballer so etwas wie Belang anzudichten.