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Beyond: Two Souls im Test: Starke Schauspieler, starke Emotionen aber schwaches Drehbuch

Zur GEE wurde sich schon geäußert, ja lediglich eine "Nachrufausgabe"; sehr zu empfehlen. Begründung zu meiner Aussage unten: Beyond ist eins der Spiele wo sich entscheidet "in welche Richtung es geht". Entweder jemand versteht, was damit gemeint ist oder halt nicht. Es geht um die Themen und den Inhalt, die Ambitionen. Dass die Umsetzung teilweise nicht optimal ist, ist was anderes. Es ist sehr schön, dass Sony solche Spiele unterstützt. Und ohne Kompromisse, bzgl. Action usw. (GEE: Christopher Nolan) wäre es noch schöner. Ich habe das Spiel bei weitem noch nicht durch, muss ich aber auch gar nicht, das würde nicht viel ändern. Ich weiß auch so was für ein Spiel Beyond ist und was es nicht ist. Der entscheidende Punkt ist Interaktion. Wenn man mal überlegt ist der Unterschied, ob ich einem die Birne abknalle oder ob ich im Sinne von Beyond oder den Vorgängern eine Taste drücken soll nicht sehr groß. Das Zielen fällt im Grunde nur weg; aus verständlichen Gründen. Es ist immer sehr kleinkariert, wenn gesagt wird, der spielerische Anteil wäre weg oder gering. Nur weil klassische Objectives fehlen etc. Darauf geht die GEE auch ein. Der Test oder die Kritik zu Bioshock Infnite (auf eurogamer) ist in diesem Sinne auch zu empfehlen (gefühlte Trennung zwischen feinfühliger Story und "hartem" "Spiel").
Wie oben gesagt: Beyond mag bei weitem nicht perfekt sein. Aber es ist einer der wichtigen Kämpfer gegen die Fifas und Call of Duties etc. Deswegen finde ich die "niedrigen" Wertungen eine ziemliche Schande. Der kommerziele Erfolg wird entscheiden wo es in Zukunft hingeht.

Abseits vom Kontext: ich freue mich auf die PS4, dafür wohl am meisten auf Knack. Ja, so unterschiedlich sind die Geschmäcker wohl.
Aber auf einen anderen Titel freue ich mich mehr. Wenn ich mich auf einen Titel beschränken müsste, dann wäre es definitiv Tearaway.
Nuff said.
 
Na da gehen wir doch einigermaßen konform. Ich würde auch gerne mehr von solchen Spielen sehen und bin ja auch Fan von Dear Esther oder Gone Home, die vielleicht so etwas wie die stille Arthouse-Version von Quantum Dreams Spielen sind und teils noch weniger Interaktion bieten.

Mein Problem mit Quantum Dream ist auch ein ganz anderes als die mangelnde Interaktivität. Es ist David Cage. Der Mann hat eine ganze Menge Ideen. Das Problem ist, dass er sie auch immer unbedingt alle einbauen möchte. Und da er Produzent, Regisseur und Autor in Personalunion ist, redet ihm auch niemand dazwischen, was mal dringend einer sollte. Denn so hat er es bisher bei jedem seiner Spiele geschafft, sie nach starkem Beginn dann doch noch zu versauen. Er schreibt schöne Krimis oder Thriller, füllt sie mit realen Problemen und interessanten Konflikten, baut Spannung auf, füllt die Figuren mit Leben und dann... BÄMM! Aliens! Geister! Voodoo! Jesus! Godzilla! Whatever!
Immer versaut er es am Ende, indem er völlig übers Ziel hinaus schießt und sich dann doch wieder an den B-Movie-Stories herkömmlicher Videospiele orientiert. Und plötzlich ist dann nichts mehr zu spüren von den selbst auferlegten Zielen, Spiele auf eine neue Ebene zu bringen, sie reif und erwachsen werden zu lassen.

Ich habe B2S noch nicht gespielt, aber auch hier habe ich durch die Aussagen diverser Tests schon herauslesen können, dass er es wieder genauso verbockt hat, wie bei den Vorgängern. Er sollte sich selbst mal genug reflektieren und wenigstens mal einen Posten aus der Hand geben. Vielleicht mal eher einen richtigen Autor engagieren, statt Willem Dafoe.
 
Also wenn Beyond die Zukunft des Gaming ist (bezogen auf Gameplay) dann such ich mir ein neues Hobby. Mir ist das einfach zu wenig Interaktion.
 
Mein Problem mit Quantum Dream ist auch ein ganz anderes als die mangelnde Interaktivität. Es ist David Cage. Der Mann hat eine ganze Menge Ideen. Das Problem ist, dass er sie auch immer unbedingt alle einbauen möchte. Und da er Produzent, Regisseur und Autor in Personalunion ist, redet ihm auch niemand dazwischen, was mal dringend einer sollte. Denn so hat er es bisher bei jedem seiner Spiele geschafft, sie nach starkem Beginn dann doch noch zu versauen. Er schreibt schöne Krimis oder Thriller, füllt sie mit realen Problemen und interessanten Konflikten, baut Spannung auf, füllt die Figuren mit Leben und dann... BÄMM! Aliens! Geister! Voodoo! Jesus! Godzilla! Whatever!

Ganz ehrlich: Diesen Beitrag würde ich ohne mit der Wimper zu zucken ins Feuilleton drucken. Ich glaube eine bessere Kritik im Sinne einer Spielekritik habe ich zum Thema Beyond noch nicht gelesen. Das ist die perfekte Beschreibung des David-Cage-Spiels. Danke. Wenn ich David Cage das nächste mal sehe, werde ich ihm den Beitrag vorlesen!
 
Ganz ehrlich: Diesen Beitrag würde ich ohne mit der Wimper zu zucken ins Feuilleton drucken. Ich glaube eine bessere Kritik im Sinne einer Spielekritik habe ich zum Thema Beyond noch nicht gelesen. Das ist die perfekte Beschreibung des David-Cage-Spiels. Danke. Wenn ich David Cage das nächste mal sehe, werde ich ihm den Beitrag vorlesen!

Oh, welche Ehre! Für ein paar Euro schreibe ich Euch regelmäßig sowas auf die Seite. :D

In Feuilletons sollte aber wirklich viel häufiger das Wort BÄMM stehen!
 
Also ich liebe Storylastige Spiele. Ab und an ein Game das sich anfühlt wie ein Film ist doch ok, nur soll es nicht zum Standart werden. Ich würde es ja sofort kaufen wenn ich den nur ne PS3 hätte. :)
 
Ich würde mir sowas in der Art mal für die Xbox 360/One wünschen. Vielleicht wird ja Quantum Break von Remedy sowas ähnliches. Fahrenheit von Quantic Dream war ja damals 2005 noch Multi (PC, PS2 und Xbox).
 
Lustig. Schön, dass wir da eingermaßen konform gehen. Auf einen entscheidenen Punkt möchte ich dennoch einegehen. Es geht nicht unbedingt um schwarz oder weiß, eher liegt die Wahrheit dazwischen. Aber was du geschrieben hast ist nicht ganz richtig; es ist mit Sicherheit nicht die perfekte Beschreibung eines Cage Spiels. Oder anders: es mag in die Richtung gehen. Aber was du und der andere Befürvorter verkennen ist Folgendes: Christopher Nolan.
Ja, Cage mag nicht perfekt sein oder was auch immer. Aber die Aliens, Zombies oder in dem Fall Geister kommen ja nicht von ihm!!! Macht euch mal Gedanken, wie so ein Titel "gepitsched" wird und was dann die Investoren (Sony) sagt. Ich empfehle Kyle Bosman in der Folge zum Bishock vs. The Last of Us Cover.
Beyond ist in dem Sinne schon ein Kompromiss (im Vergleich zu Heavy Rain): Die Kausalität ist "Action-Gameplay" ergo Geist. Es besteht natürlich auch die Möglichkeit, dass er keine Geschichte schreiben kann. Denke ich aber nicht. Dass er zu viele Aufgaben wahrnimmt könnte sein, Unterstützung könnte gut tun. Das hauptsächliche (systemische) "Problem" ist aber ein anderes. Und von daher wird er nur schmunzeln können, wenn man ihn dass vorlesen würde. Denn die "Wahrheit" kann er nicht so offen legen.

Ansonsten sorry, dass ist nicht böse gemeint: Ich habe den Test hier nicht gelesen, weil ich das nicht vorneweg in meine Erfahrung einfließen lassen will. Den Punkt bezüglich der nicht chronologischen Erzählweise muss ich aber schon alleine stark widerufen: Das ist stimmig und macht Sinn im Sinne des Erfinders. Eine sehr legitime Entscheidung. Das hat auch die GEE verstanden und gelobt. So wird dann auch ein Schuh draus :-)
 
"verwirrende Art des Storytellings mit Bruchstücken und wirren Zeitsprüngen."

Wer bei einem Beyond überfordert ist möge sich mal z .B. den Film The Tree of Life oder The Fountain ansehen. Oder Cloud Atlas, um dem mainstream entgegen zu kommen. Das ist nicht böse gemeint; es geht auch schlicht um Sehgewohnheiten. Aber es ist halt schade wenn wegen solcher Wahrnehmungen dann die Rezension entsprechend geleitet wird.
 
wer hats gespielt kann meinen satz vervollständigen ?
.
für mich ist heavy rain einer der top titeln der letzten jahre.....
....beyond 2 souls ist noch besser
ODER
....beyond 2 souls ist in allen belangen schlechter
.
 
Kein Problem: HR besser, Beyond find ich trotzdem geil :P (Sorry, schreibfaul!)
Aber HR ist schon irgendwie intensiver und spielerisch passiert da auf jeden Fall noch mehr. Die Entscheidungen wirken deutlicher nach. Beyond ist noch wesentlich fiktiver und spielerisch noch reduzierter. Die Entscheidungen wirken sich zu wenig (wie ich finde) auf das Gesamtbild aus. Eher auf den Verlauf der Episoden. Emotional ist es trotzdem stark, wie ich finde, oft sehr packend...aber leider ab und an zerstört die Erzählstruktur die Stimmung und Emotion. Beyond ist noch mehr Film als HR.

Logiklöchern und Ungereimtheiten zum Trotz gefällt mir auch Beyond jedenfalls außerordentlich gut. Ich steh halt auf Games mit ordentlich Emotion und tiefgründigen Charakteren etc...und da macht Beyond, in meinen Augen nicht viel falsch (Ellen Page...ganz groß)! HR is noch nen Zacken besser...aber Beyond wäre bei mir deutlich besser als 7/10 ;)

Kann ich so voll und ganz unterschreiben, sehe ich genauso
 
Für alle die noch 1 und 1 zusammen zählen können:
1. Eine "antizyklische Erzählweise" hat es noch nie gegeben und wird es auch nie geben. Es gibt antizyklisches Verhalten, z. B. im wirtschaftlichen Kontext, was hier keine Rolle spielt,
2. Es ist gerade nicht! chronologisch. Meine Fresse.
3. 11:14 erzählt verschiedene, parallel verlaufende Handlungen, welche sich zu einem Zeitpunkt, 11:14 Uhr :-), treffen. Das hat mit Beyond soviel zu tun wie ein Apfel mit einer Birne.

Servus.
 
Willst du mich/uns verarschen?! Wir sollen einen Einblick bekommen und du bekommst kein normales LETS PLAY hin sondern fliegst rum und spielst nicht nach regeln?!-.-
 
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