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Kommentar: Quo vadis, Gamesbranche - Brauchen wir noch die E3?

Schon bitter wenn da quasi die Traumblase platzt und das lang ersehnte Geschenk sich als Ramsch erweist, vergessen all die Vorfreude.
 
Bei all den wahren Worten die ich hier lese.....frage ich mich doch, ob besagter Redaktuer nicht teilweise blauäugig wenn nicht extrem naiv ist/war. Nun sah er die große Welt und ist darüber entsetzt, dass sie nicht so ist, wie sie sein sollte?! Keine rosa Pony´s, keine Publisher die jedem Schreiberling huldigen und ihm eine gratis Konsole in die Hand drücken, keine Mädels, kein Ruhm? Verbrecher! ;)

Mal ehrlich....warum glaubt man, dass bei der E3 alles anders ist, diese Erfahrungen konnte man als Redakteur über Jahre hinweg bei anderen Messen, unter anderem auch der GC machen. Hier kam man sich vor wie ein Bittsteller, die Menschen haben vergessen, das wir es sind, die den Fans, Bilder, Infos und Berichte nahe bringen. Oftmals meint man, da kommt ein haufen Nerds, die in ihrer Kindheit hängen geblieben sind, die können wir mit einer Promofassung und einem schnöden Termin abfüttern.

Diese Ernüchterung setzt bei jedem ein, mal eher, mal später! Irgendwann fragt man sich dann, bin ich zum Fanboy mutiert, war ich früher anders? Man fragt sich, ob einem bei den ganzen Einblicken in die Industrie sein Hobby noch Spaß macht und man sich nicht selbst als Hure verkauft, der die Chefredaktion auf die Finger klopft wenn man negativ über einen Blockbuster schreibt, da der PR Manager der Firma X damit gedroht hat, Gewinnspiele oder Promofassungen zu streichen, wenn man nicht so tut, wie Firma X sich das denkt.

Letzten Endes entscheidest du, abgestumpft dein Ding zu machen oder den Mist sausen zu lassen um dein Hobby wieder zu haben und die Freude wieder zu spüren, ohne das dir jemand sagt was du toll finden sollst und was nicht. Ich habe mich für letzteres entschieden, manchmal fehlt es mir, aber so genieße ich wenigstens mein Hobby und muss mir von Fachidioten die sich Vorgesetzte nennen, nicht mehr sagen lassen, dass freie Meinung in Zeiten des Hypes nicht mehr gefragt ist!
 
Ich habe mir schon so etwas bei der E3 gedacht, weil mit rechten Dingen geht es da gewiss nicht mehr zu.
Auch ich wunderte mich stets wie die Menge in den Vids so jubeln konnte, über Preise von Konsolen, Trailern die überhaupt kein Gameplaymaterial o.ä zeigten oder Interviews geführt wurden, wo Fragen gestellt wurden, die man schon Tage vorher gehört und verstanden hat.
Dennoch ist es enttäuschend und verständlich, dass besagter Redakteur enttäuscht war, da auch ich früher immer gedacht habe die E3 sei das "Mecca der Gamer".
Vielleicht war es das auch früher, aber heute ist nichts mehr davon übrig, leider.

Aber aufgrund von Product Placements, lächerlich inszenierte "Überraschungen" und Neuankündigungen, die das beste alles besten darstellt und ähnlichem, kann man von solchen Messen nicht mehr viel erwarten.

Auch ich merke bei der GC z.B dass es mehr ein Kommerz WE Event wird, als eine Messe für Gamer, die ihre Lieblingsspiele, auf die sie warten, schon mal antesten können.

Leider ist das Gamertum kein Nischenprodukt mehr, wo wirklich eingefleischte Fans noch über gut oder schlecht urteilen konnten, sondern wo Millionen Leute, einfache Menschen, die nicht Jahrelang Spiele wie Mario, Metroid, Battlefield, Command & Conquer oder Metal Gear von anfang an spielten, ohne solches Wissen spielen können und Spaß haben.
Das ist zwar gut, aber schadet auch dem Image, wenn Millionen Ahnungslose Menschen das xte CoD kaufen, was immer noch das selbe bietet...

Okay, bin ein wenig Off-Topic geworden, aber das musste auch mal sein.

Aber ich habe von der heutigen E3 Zeit nicht mehr erwartet...leider.
 
Ehrlich gesagt war mir das beim Anschauen der PKs schon ziemlich klar das man hier nur ne Halle füllen wollte und der Rest "auswendig gelernt" war.
 
Schön geschrieben. Und bzgl. EA, hab ihc da was verpasst? Was war denn da los? : "keine Wasserflaschenwerfer (Hallo EA!)"
 
Ehrlicherweise habe ich mir auch schon sowas gedacht!
Nur wahr haben will man es dann doch nicht, es geht ja um´s Hobby und da darf sowas nicht sein.
Letztlich holt einen hier auch die Realität ein!
Was zum heutigen Tag passt.
Was für uns, unser liebstes Kind ist, ist für den Anderen ein knallhartes Business!

Für heute habe ich genug, jetzt zocke ich the Last of Us !!!
 
Ich bin selbst seit vielen Jahren als freier Autor tätig und kann deinen Eindruck nachvollziehen. Auf der E3 war ich nie, aber ich kenne vergleichbare Events. Unter anderem die Gamescom. Die angesprochene Unprofessionalität ist ein Zeitgeist-Phänomen und wird von der Branche gerne instrumentalisiert. Durch den höheren Streufaktor der Netzkultur und durch die Begeisterungsfähigkeit der Amateure, sowie deren mangelnde Fähigkeit zur Filterung, hat man mehr Medienmacht, als wenn man sich auf die Beziehung zu einem auserwählten Kern echter Journalisten stützt. Deshalb werden wenige Anstrengungen unternommen Fanboy-Blogger auszuschließen und so kommt es zu dieser Art von Erlebnis, die du hier schilderst. Tut mir auch leid für dich, dass es der Reisestress nicht wert war.
 
Aber anscheinend kennt jeder jemanden, der jemanden kennt, der bei EA arbeitet und bereit ist, so einen Wisch auszudrucken. Mit einer professionellen Fachbesuchermesse hat das nichts zu tun. Die E3 könnte sich die ganze Farce sparen.

Merkste aber spät :3
Vieles funktioniert heute mit Vitamin B vieles funktioniert ohne Vitamin B erst gar nicht.
Freunde von mir bekommen von ihrem Elektrofachmarkt Presseausweise für die GamesCom oder Cebit inklusive Hotel nur weil sie in der Computer/Konsolen Abteilung arbeiten. können damit also schon vor Eröffnung ganz gemütlich an die Stände und es ordentlich genießen
Offiziell? sich über zukünftige Produkte informieren.... Inoffiziell? Party machen.


Oder die Unprofessionalität von knapp 4000 Menschen in einer Sporthalle, die später Nachrichten, Kolumnen und Vorschauen schreiben werden.

Naja hier wird mit zweierlei Maß gemessen.
Nur weil man Journalist ist muss man nicht unbedingt immer unparteiisch sein. Vor allem die Games Journalisten beteuern in Q&A's immer und immer wieder das sie auch nur Gamer sind und mal im Forum durch aus mal ne Meinung sagen. Warum sich hier also künstlich aufregen nur weil man die anderen für unprofessionell hält?
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie sollte denn solch eine Pressekonferenz aussehen? Wie eine Vorstellung eines neuen Automodells von BMW? Ein Anzugträger, der kurz was sagt, dann das Auto enthüllt, Blitzlichtgewitter und das wars? Ich finde das gerade gut, dass die Fachpresse sich ihre "Fanboy"-Attitüden noch behält und jubelt, wenn ihnen was gefällt!

Denn der springende Punkt ist nicht die Seriosität auf der Pressekonferenz zu wahren, sondern dies in den anschließenden Artikeln und Berichterstattungen zu tun. Zwar soll dort auch die subjektive Meinung des Autors erkennbar sein, aber mit einer gewissen, kritischen Distanz. Ein gesundes Mittelmaß sollte gefunden werden. Ich habe auch Berichte über die E3 bei SPON, FAZ und SZ gelesen. Den Artikeln konnte ich auch alle Fakten, Daten und Zahlen der neuen Konsolen entnehmen. Das war nett, aber mir fehlte auch die gewisse Euphorie, wo man merkt: Ja, die Autoren ticken wie ich! Die haben wirklich auch mein Hobby und nicht einfach nur ein Ressort in einem allgemeinen Nachrichtenmagazin zugeschrieben bekommen und mussten sich in bestimmte Dinge einlesen (was ich bei den besagten Magazinen natürlich nur unterstelle).

Das gleiche hat man doch auch bei anderen Kunstformen: Sei es z.B. Musik oder Film - hier findet man zum einen immer seriöse Berichterstattungen und zum anderen "nerdige" Fan-Magazine, die tiefer in der Materie stecken. Wenn da auf einer Comic-Con ein neuer Superman-Film angekündigt wird, jubeln auch alle! Und das ist auch gut so! Von daher sollte die E3 so bleiben wie sie ist, ein Fan-Event - und für die professionelle Berichterstattung darüber seid ihr dann verantwortlich. ;)
 
Von daher sollte die E3 so bleiben wie sie ist, ein Fan-Event - und für die professionelle Berichterstattung darüber seid ihr dann verantwortlich. ;)

Das ist der springende Punkt: Die E3 ist kein Fan-Event. Die Gamescom ist ein Fan-Event. Die E3 ist eine Business-Fachbesuchermesse.
 
Aber sind denn Fachbesucher nicht auch Fans? Nur weil es als Fachbesuchermesse deklariert ist, heißt das doch nicht, dass nun alle bierernst sein müssen. Ich denke auch nicht, dass die E3 eine Business-Fachbesuchermesse aus dem Grund ist, weil sie den Pöbel in Form von Zocker-Fans vor der Tür lassen wollen und nur gehobenen, seriösen Fachleuten Eintritt gewähren wollten. Das wird ganz einfach nicht anders realisierbar gewesen sein, weil wenn dazu noch Fans in den Hallen rumschwirren würden, dann wäre ein Anzocken für die Journalisten noch schwieriger.

Aber dennoch verstehe ich deine Meinung. Es ist immer schade, wenn eigene Vorstellungen nicht erfüllt werden. Aber deswegen die E3 in Frage zu stellen halte ich nicht für den richtigen Weg. Nicht umsonst freuen sich jedes Jahr Millionen Fans auf die Pressekonferenzen und die im Anschluss veröffentlichten Trailer und Anspielberichte der Fachpresse. Und somit möchte ich abschließend die Frage der Überschrift beantworten: Ja, wir brauchen noch die E3. :)
 
Das ist der springende Punkt: Die E3 ist kein Fan-Event. Die Gamescom ist ein Fan-Event. Die E3 ist eine Business-Fachbesuchermesse.

Das war vielleicht mal so. Mittlerweile steht E3 für die Spielemesse schlechthin und sowas wird natürlich fürs Business "missbraucht".
 
Seh ich auch so. Die E3 ist längst die wichtigste westliche Messe und ein reines Marketinginstrument.... Eine der letzten echten Fanmessen ist die PAX auch wenn die langsam immer größer und kommerziger wird
 
Im PSN wird "The Last of Us" mit einem Satz aus dem Fazit des Gamezone-Tests beworben^^
Gamezone wird jetzt berühmt :D
 
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