Sodala, im US-PSN ist heuer der Puzzle-Plattformer "Closure" erschienen. Ein EU-Release steht leider noch in den Sternen, aber ein Import ist ja ohne Probleme möglich. Hab' mir den Titel gezogen und bin schwer angetan.

"Closure" ist das deutlich aufgebohrte Remake eines 2009 erschienen Flashgames gleichen Namens. Die Spielmechanik dreht sich wortwörtlich um Sein und Nichtsein, in direkter Verbindung mit Licht und Schatten: Die Spielwelt ist in erster Linie stockdunkel und Lichtquellen sorgen in einem begrenzten Radius für Sichtbarkeit. Alles, was nicht sichtbar ist, existiert physisch nicht und wer den Bereich des Sichtbaren verlässt, fällt somit ins Nichts. Der Spieler muss in jedem Level Lampen und andere Lichtquellen manipulieren und diverse Plattform- und Physikpuzzles lösen, um den Ausgang zu erreichen. Das spielt sich dank simpler Steuerung - X-Taste zum Springen, Viereck um Gegenstände aufzunehmen oder abzulegen und Dreieck für weitere Interaktionen - sehr angenehm und wird dank unendlicher Versuche und unkomplizierter Reset-Funktion (einfach Select drücken, um den Level sofort und jederzeit neu zu starten) nicht frustig.

Ach ja, nett aussehen und klingen tut's auch. Die Grafik ist komplett in schwarzweiß gehalten und macht stilistisch auf Kreidezeichnungen. Surreale Kreidezeichnungen. Mit Lovecraft'schen Tentakelkreaturen. Auf die Ohren gibt es hämmernde Perkussion, dissonante Klavierakkorde und heulende Synthies, was in Verbindung mit der permanent vorherrschenden Finsternis und den bizarren Umgebungen für angenehm depressive bis regelrecht panische Atmosphäre sorgt. Wem "Limbo" nicht gruselig genug war, dem wird der Schiss hier wiederum teils regelrecht mit dem Holzhammer eingeprügelt.

Bleibt nur die Frage nach dem Preis: Immerhin 15 Dollar kostet der Spaß. Vom Umfang her gibt es 3 Welten mit jeweils 24 Leveln und ein Bonuskapitel, dessen Umfang ich noch nicht weiß. Spielerisch lohnt sich der Titel aber schon mal auf jeden Fall.