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  1. #31
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    Komisch, dass hier jeder 2. von Wahlzettel ungültig machen redet, aber sich irgendwie keiner selbst ausrechnen kann, dass das nichts bringt. ^^

    http://www.wahlrecht.de/lexikon/ungueltig.html

  2. #32
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    scoopexx hat folgendes geschrieben:

    Komisch, dass hier jeder 2. von Wahlzettel ungültig machen redet, aber sich irgendwie keiner selbst ausrechnen kann, dass das nichts bringt. ^^

    http://www.wahlrecht.de/lexikon/ungueltig.html

    Doch, meinem Gewissen und das ist für mich in jedem Fall viel wert. Ich weiß das ich keinen unterstütze, der mir a) was verspricht, was er eh nicht hält und b ) ich ohnehin nichts von labern, dafür aber vom handeln halte. Ergo gebe ich meine Stimme nicht ab, lass die weiter reden und mach die Dinge, die ich in meinem eigenen Radius machen kann (und da geht verdammt viel, wenn man nur will).

    Tja, und in der Gesamheit mag der Einzelne oder "ein paar Einzelne" an sich nichts ausrichten, das scheint wohl unumstritten. Aber in der Masse würde sich das schon bemerkbar machen - nur das zu erreichen ist fast ein Kampf wie Don gegen die Windmühlen.

    Viel problematischer sehe ich allerdings den Umstand, dass eine allgemeine und recht extreme Politikverdrossenheit herrscht, die zur Folge hat, dass sich so viele nicht mehr dafür interessieren, was genau vor sich geht. Denn zumindest das sollte gegeben sei, dass man sich ein bisschen dafür interessiert, was politisch passiert; Das erachte ich grundlegend als wichtig - aber sich gänzlich abzuwenden ist für mich wie das Ausstellen eines Freibriefs für die Politik, den diese auch wiederum weiß gnadenlos auszunutzen und was wir nicht erst seit gestern präsentiert bekommen.

  3. #33
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    CharLu hat folgendes geschrieben:

    Doch, meinem Gewissen und das ist für mich in jedem Fall viel wert. Ich weiß das ich keinen unterstütze, der mir a) was verspricht, was er eh nicht hält und b ) ich ohnehin nichts von labern, dafür aber vom handeln halte. Ergo gebe ich meine Stimme nicht ab, lass die weiter reden und mach die Dinge, die ich in meinem eigenen Radius machen kann (und da geht verdammt viel, wenn man nur will).
    Respekt, dass du bei einer Politikverdrossenheit trotzdem noch zur Wahlurne gehst, aber es macht einfach (mal abgesehen von deinem beruhigtem Gewissen) gar keinen Unterschied und fällt auch keinem auf, wenn man nicht wählen geht. Und mein Gewissen würde ich zumindest mehr beruhigen, wenn ich in der gleichen Zeit, die mich das Ungültig machen inklusive Anfahrt und Wartezeit, ein schlaues Buch nehmen würde oder Sport mache.


    Tja, und in der Gesamheit mag der Einzelne oder "ein paar Einzelne" an sich nichts ausrichten, das scheint wohl unumstritten. Aber in der Masse würde sich das schon bemerkbar machen - nur das zu erreichen ist fast ein Kampf wie Don gegen die Windmühlen.

    Viel problematischer sehe ich allerdings den Umstand, dass eine allgemeine und recht extreme Politikverdrossenheit herrscht, die zur Folge hat, dass sich so viele nicht mehr dafür interessieren, was genau vor sich geht.
    Im Falle von Socke und dir macht es euch ja z.B. nichts aus, politikverdrossen zu sein und sich trotzdem dafür zu interessieren. Ich glaube nicht, dass es daran liegt. Die meisten Leute, die ich kenne, die nicht wählen gehen, haben wenig Bildung und denen ist ihre Zeit zu schade, sich dafür zu interessieren. Das hat bei denen zumindest nichts damit zu tun, dass sie von der Politik enttäuscht wären. Es interessiert sie einfach nicht.


    Denn zumindest das sollte gegeben sei, dass man sich ein bisschen dafür interessiert, was politisch passiert; Das erachte ich grundlegend als wichtig - aber sich gänzlich abzuwenden ist für mich wie das Ausstellen eines Freibriefs für die Politik, den diese auch wiederum weiß gnadenlos auszunutzen und was wir nicht erst seit gestern präsentiert bekommen.
    Meine Meinung zu dem Thema habe ich hier ja schon das ein oder andere Mal geschrieben. Ich habe nichts gegen die Politik. Auch wenn ich mit Einzelentscheidungen, wie jetzt z.B. der Laufzeitverlängerung der AKWs nicht einverstanden bin, weiß ich, dass die Politik in einer funktionierenden Demokratie immer die Balance zwischen den verschiedenen Interessengruppen halten muss und die Entscheidungen, die daraus resultieren, passen in ihrer Gänze meist in das Präferenzprofil der allerwenigsten Leute. Vielleicht ist es daher sogar ein gutes Zeichen in einer Demokratie, wenn möglichst viele Leute relativ unzufrieden sind. Außerdem hält es die Politiker auf Trab, wenn die Interessengruppen laut rumblöken.

  4. #34
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    @ scoppexx:
    Ich interessiere mich sehr Politik - Innen- wie Außenpolitik. Ich verfolge sehr genau was passiert; Auch und gerade in Zeiten des I-Nets ist es sehr leicht eigentlich, sich genauestens zu informieren, was aktuell geschieht, was geplant ist, was geändert werden soll, usw. Das Politik verdrossene Menschen eher dem niedrigeren Bildungsstand angehören, kann ich nicht unbedingt unterschreiben. Erscheint mir auch recht Klischeehaft! Es gibt genug Menschen, definiert nach höherem bzw. gehobenen Bildungsstand, die ebenso Verdrossen sind wie vermeintlich gering gebildete Menschen. Daran würde ich es nicht fest machen wollen.

    Das ich keine Stimme abgebe hat einfach damit was zu tun, dass ich mich in keinem der angebotenen Programme wirklich wiederfinde. Denn was die eine Partei bietet bzw. vorhat, wird ggf. gut durch eine zweite ergänzt und eine dritte hat dann noch, was ich gleichfalls in Ordnung finde. Mir sind die Ausrichtungen, bezogen auf eine einzige Partie, inzwischen zu "eng geworden", als das ich mich dahingehend festlegen möchte bzw. Programme enthalten dann zu viel, dass ich als nicht unterstützungwürdig erachte. Ergo geht man - sofern man Einfluss nehmen möchte - dein einzig richtigen Weg und engagiert sich selbst. Was ich auch tue, auch politisch. Deswegen sagte ich, ich handle lieber anstatt zuzuhören, wenn andere reden. Klar nimmt man das nimmt, aber ich muss es nicht gut heißen oder durch meine Stimme unterstützen, wenn es nicht mit meinen Vorstellungen konform geht.

    Ganz nach dem Motto "don't watch things happen, make things happen" - für mich einer der wichtigsten (Leit)Sätze, die mir mein Ausbilder vor über 20 Jahren mit auf den Weg gegeben hat!

  5. #35
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    CharLu hat folgendes geschrieben:

    @ scoppexx:

    Das Politik verdrossene Menschen eher dem niedrigeren Bildungsstand angehören, kann ich nicht unbedingt unterschreiben. Erscheint mir auch recht Klischeehaft! Es gibt genug Menschen, definiert nach höherem bzw. gehobenen Bildungsstand, die ebenso Verdrossen sind wie vermeintlich gering gebildete Menschen. Daran würde ich es nicht fest machen wollen.
    Deswegen schrieb ich auch "in meinem Bekanntenkreis". Da ist es objektiv so.


    Das ich keine Stimme abgebe hat einfach damit was zu tun, dass ich mich in keinem der angebotenen Programme wirklich wiederfinde. Denn was die eine Partei bietet bzw. vorhat, wird ggf. gut durch eine zweite ergänzt und eine dritte hat dann noch, was ich gleichfalls in Ordnung finde. Mir sind die Ausrichtungen, bezogen auf eine einzige Partie, inzwischen zu "eng geworden", als das ich mich dahingehend festlegen möchte bzw. Programme enthalten dann zu viel, dass ich als nicht unterstützungwürdig erachte.
    Ist ja auch ok so, denn dann hat meine Stimme mehr Gewicht und ich bin gerne mächtig. Von mir kam da keine Kritik, sondern die Verwunderung, dass es sich hier so anhört, als wäre das Ungültigmachen das ultimative Mittel, der Politik "mal so richtig eins reinzuwürgen". Dabei interessiert es einfach keinen, ob irgendwer seinen Wahlschein ungültig macht oder nicht wählen geht, weils einfach politisch und monetär aufs Selbe hinausläuft.

    Warum gibt es eigentlich keine "Garnix-Partei"? Die setzen sich in den Bundestag rein, enthalten sich bei jeder Abstimmung, halten keine Reden und denen ist sonst auch alles Wuppe. Quasi so als Wahloption all der Leute, die ihren Wahlschein ungültig machen. Das wär doch mal ne Idee oder? Da wären die anderen Parteien plötzlich aber sehr interessiert.


    Ergo geht man - sofern man Einfluss nehmen möchte - dein einzig richtigen Weg und engagiert sich selbst. Was ich auch tue, auch politisch. Deswegen sagte ich, ich handle lieber anstatt zuzuhören, wenn andere reden. Klar nimmt man das nimmt, aber ich muss es nicht gut heißen oder durch meine Stimme unterstützen, wenn es nicht mit meinen Vorstellungen konform geht.

    Ganz nach dem Motto "don't watch things happen, make things happen" - für eine der wichtigsten (Leit)Sätze, die mir mein Ausbilder vor über 20 Jahren mit auf den Weg gegeben hat!
    Schön, dass du da ein sinnvolles Hobby hast.

  6. #36
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    @ scoop

    Warum gibt es eigentlich keine "Garnix-Partei"? Die setzen sich in den Bundestag rein, enthalten sich bei jeder Abstimmung, halten keine Reden und denen ist sonst auch alles Wuppe. Quasi so als Wahloption all der Leute, die ihren Wahlschein ungültig machen. Das wär doch mal ne Idee oder? Da wären die anderen Parteien plötzlich aber sehr interessiert.
    Das wäre fatal, denn diese Partei würde vermutlich auf anhieb die absolute Mehrheit haben
    Man stelle sich vor, ein Kanzler, der die kompletten 4 Jahre gar nix sagt. Hmmm.... verlockender Gedanke
    Ich hasse euch alle so total sehr.

    "Meni hat immer Recht" - Schwags 27.10.2015 - 14:08

  7. #37
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    Was ist wenn ich jetzt Kommunist bin und gerne die MLDP wählen will??
    Scheiß Gamezone.

    Aber die Piratenpartei tuts auch

  8. #38
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    Da ich das Alter noch nicht erreicht hab, wähle ich nicht. Ansonsten wäre ich aber noch unentschlossen.

  9. #39
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    Thoben hat folgendes geschrieben:
    Was passiert eigentlich, wenn keiner zur Wahl geht?

    Also wirklich 0,00%?

    Menirules hat folgendes geschrieben:

    Das ist schier unmöglich, weil die Politiker zumindest wählen gehen würden, um sich selbst zu wählen.
    Die Frage war ja nicht ob das möglich ist. Wer ein Mandat will geht natürlich wählen, das ist mir schon klar.

    Dann formuliere ich die Frage anders: 22 Parteien treten zur Wahl an. Jede bekommt 4,54% der Stimmen. Damit ist niemand über der 5% Hürde.

    Gibts dann so lange Neuwahlen, bis einer die 5% knackt?

    Demokratie ist was Schönes

    EDIT: Und Ja ich weiss, dass das auch nicht passieren wird. Bei uns stellt sich ja nur die Frage ob CDU/CSU oder SPD und mit welchen kleinen Parteien sie zusammen in die Nähe einer Mehrheit kommen. Ist schon fast ein Zwei-Parteien System wie in den USA. Meine Frage ist eher theoretischer Natur^^

  10. #40
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    ...wer ist denn die eine Wurst, die jetzt noch FDP wählt...

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