Seite 1 von 2 12
  1. #1
    Erfahrener Benutzer
    Avatar von piko
    Mitglied seit
    26.06.2005
    Ort
    Schwabing west
    Beiträge
    6.928

    Kennt sich hier jmd. mit Sozial-Kram aus?

    Gibt es eine klare Grenze zwischen "behindert" sein und "gesund" sein? Bzw. durch was definiert sich bspw. eine körperliche oder geistige Behinderung? Ab wann gilt man als Pflegefall?

  2. #2
    Erfahrener Benutzer
    Avatar von Mersadion
    Mitglied seit
    04.05.2009
    Beiträge
    50.775
    Grob vereinfacht.....als behindert gilt wer dauerhaft körperlich oder geistig eingeschränkt ist und wessen Antrag genehmigt wurde. Ich hab zB einen gestellt der abgelehnt wurde weil ich quasi nicht eingeschränkt genug bin..also bin ich per Gesetz gesund. Pflegefall ist jemand der dauerhafter Betreuung oder medizinischer Pflege/Überwachung bedarf. Aber frag mal den gamefreak der kennt sich da bestimmt am besten aus als examinierter Renterschubser

  3. #3
    Erfahrener Benutzer
    Avatar von Gamer2000
    Mitglied seit
    06.04.2006
    Ort
    Bayern
    Beiträge
    9.266
    Waaaas? Seba schubst Rentner vor die Busse??

  4. #4
    Erfahrener Benutzer
    Avatar von Mersadion
    Mitglied seit
    04.05.2009
    Beiträge
    50.775
    Zitat Zitat von Gamer2000 Beitrag anzeigen
    Waaaas? Seba schubst Rentner vor die Busse??
    Einer muss es ja machen

  5. #5
    Erfahrener Benutzer
    Avatar von chilichote
    Mitglied seit
    12.06.2010
    Ort
    Bei Hannover
    Beiträge
    4.608
    Die Übergänge zwischen behindert und gesund sind fliessend, jedenfalls geistig. Körperlich geht es wohl danach, ob man einen Schwerbehinderten-Ausweis bekommt oder nicht, aber genau weiss ich es auch nicht.

    Und ob sich jemand, trotz Schwerbehindertenausweis auch behindert, also eingeschränkt fühlt, ist wieder was anderes.
    Warnhinweis an Choleriker:
    Kann Spuren von Ironie enthalten.

  6. #6
    Erfahrener Benutzer
    Themenstarter
    Avatar von piko
    Mitglied seit
    26.06.2005
    Ort
    Schwabing west
    Beiträge
    6.928
    Es ist folgendes: ein mir sehr nahestehendes Familienmitglied ist vor ein paar Jahren mit einem Nervenzusammenbruch im Krankenhaus gelandet. Offenbar wurde eine Magersucht diagnostiziert (was ich nicht so ganz nachvollziehen kann) und im Anschluss hat er/sie aus nicht nachvollziehbaren Gründen den Kontakt zum Rest abgebrochen.

    Jetzt, Jahre später, bekommen wir Post vom Bezirk, er/sie ist in einem Heim für Behinderte gelandet und natürlich mache ich mir Gedanken warum/wieso/und ob er/sie behindert ist.

    Ich denke an einen Unfall mit schwerwiegenden körperlichen Folgen, ich mir aber auch vorstellen, dass er/sie in eine Art Psychatriemühle hineingeraten ist, aus der man nicht mehr so einfach rauskommt. Aus eigener Erfahrung weiß ist, dass gerade Psychiater schnell mit einer Diagnose bereitstehen und dem Patienten erklärt man dann, wie unglaublich krank man eigentlich ist. Und da es einem in diesem Moment auch nicht wirklich gut geht ist man gerne bereit das ganze Übel für bares zu nehmen.

    Wie dem auch sei, er/sie will zwar keinen Kontakt zur Familie, aber trotzdem ist man ja noch verwandt und macht sich so seine Gedanken. Mir ist auch klar, dass Ihr mir hier keine erschöpfende Antwort geben könnt, aber ist es möglich, dass jemand mit der Diagnose "Magersucht" als "behindert" durchgeht? Oder gehört da deutlich mehr dazu?

  7. #7
    Erfahrener Benutzer
    Avatar von chilichote
    Mitglied seit
    12.06.2010
    Ort
    Bei Hannover
    Beiträge
    4.608
    Ich kann mir nicht vorstellen, das "Magersucht" als Behinderung durchgeht, da Magersucht in der Regel therapierbar ist. Das mag nicht für alle Betroffenen gelten, aber in der Regel eben schon.

    Daher für mich schwer vorstellbar. Mit der Psychiatriemühle könntest du zwar recht haben, aber das hätte dann wenig mit einer Behinderung zu tun. Ist da möglicherweise mehr im Argen?
    Warnhinweis an Choleriker:
    Kann Spuren von Ironie enthalten.

  8. #8
    Erfahrener Benutzer
    Avatar von Mersadion
    Mitglied seit
    04.05.2009
    Beiträge
    50.775
    Also ich kann dich beruhigen. Diese Story "Psychiatrie eingewiesen, und je mehr man beteuert gesund zu sein desto tiefer wird man eingesperrt" ist ein Horrormärchen.

  9. #9
    Erfahrener Benutzer
    Avatar von Marco A
    Mitglied seit
    04.12.2006
    Ort
    CCAA
    Beiträge
    8.844
    Zitat Zitat von Mersadion Beitrag anzeigen
    Grob vereinfacht.....als behindert gilt wer dauerhaft körperlich oder geistig eingeschränkt ist und wessen Antrag genehmigt wurde. Ich hab zB einen gestellt der abgelehnt wurde weil ich quasi nicht eingeschränkt genug bin..also bin ich per Gesetz gesund. Pflegefall ist jemand der dauerhafter Betreuung oder medizinischer Pflege/Überwachung bedarf. Aber frag mal den gamefreak der kennt sich da bestimmt am besten aus als examinierter Renterschubser


    Diese Aussage trifft genau den Kern.
    Selbst Magersucht kann (wenn es durch das Bürgeramt anerkannt wird) als Behinderung anerkannt werden.
    Schwerbehindert ist man in Deutschland ab einem Behinderungsgrad von 50% oder mehr (unabhängig ob körperlich oder psychisch). Es gibt für die Einordnung der Grade ein ganzes Sammelwerk an Daten. Jeder Hausarzt dürfte solche Literatur in seiner Praxis stehen haben.

    Zum Vergleich: Ich habe aufgrund von Arthrose einen Grad der Behinderung (GdB) von 30%.
    aktuell wird auf PC und PlayStation 4 gezockt

  10. #10
    Erfahrener Benutzer
    Avatar von Mersadion
    Mitglied seit
    04.05.2009
    Beiträge
    50.775
    Mein Antrag mit Begründung "Psoriasis-Arthritis" wurde abgelehnt

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •